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In einer anonymen Anzeige werden zwei Investigativ-Reporter des KURIER als Mitglieder eines „Terrornetzwerks“ diffamiert, das eine Behörde sabotieren wolle. Das „Verbrechen“ der beiden Journalisten: Sie berichten kritisch über die Behörde. Nun ermittelt tatsächlich die Staatsanwaltschaft gegen sie.

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Juristischer Angriff auf KURIER-Reporter: Das schreit zum Himmel Die Staatsanwaltschaft Wien ermittelt gegen zwei KURIER-Kollegen, die mutmaßliche Fehler in einer Behörde des Verkehrsministeriums aufgedeckt haben. Das schreit zum Himmel.

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Dass „ermittelt“ wird, heißt aber zunächst auch nur mal, dass die Sache nicht von vorneherein vom Tisch weg zu erledigen war. Jetzt schaut ein StA halt mal, ob es, wie von der Anzeige behauptet, zu einer Straftat gekommen ist. Der Begriff „ermitteln“ suggeriert da viel mehr als eigentlich dran ist.

Auf was lautet nun eigentlich der Anfangsverdacht? Doch wohl auf §§12, 310/1 StGB, Bestimmung (Anstiftung) zur Verletzung einer Geheimhaltungspflicht, mehr kann's ja wohl nicht sein, "Terrornetzwerk" uä nimmt keine StA ernst.

Journalismus darf von möglichem Rechtsbruch (Geheimhaltungsverletzung) durch Whistleblower/in profitieren, ihn sogar decken (Redaktionsgeheimnis, Quellenschutz), er darf ihn aber nicht initiieren. Und was geheim zu halten ist, ist im Post-Amtsverschwiegenheit-Zeitalter gar nicht einfach zu sagen!

International gibt es durchaus prominente Beispiele, wo Behörden sich nicht nur beharrlich weigern, (Flugunfall-)Untersuchungen objektiv durchzuführen, sondern sogar aktiv versuchen, diese abzudrehen: siehe MH370 oder AI171 - aber leider nicht nur diese.

Vielleicht sollten wir alle mal die Stellungnahme der sta abwarten. Dieser Artikel suggeriert gleichmal Beschneidung der freien Presse etc.,

Ah, es geht um den A320 Hagelschaden. Dazu wurde leider schon viel Alufolie zu Hüten verarbeitet. Manche Stories leben und sterben halt mit der fachlichen Qualifikation der ausgewählten Interviewpartner.