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R.I.P. Walter Koenig: JMS hat nie einen Hehl daraus gemacht, wie stark er sich bei der Erschaffung des Psi-Corps und der dystopischen Elemente an realen historischen Verbrechen und Verfolgungen orientiert hat:

Die McCarthy-Ära & Hoover: Die Hexenjagden des Komitees für unamerikanische Umtriebe, die Verfolgung von Künstlern, Drehbuchautoren und Intellektuellen (die sogenannten Hollywood Blacklists), die Überwachung und Einschüchterung – all das spiegelt sich in den Methoden wider, mit denen das

Die Bildsprache der Macht: Die Uniformen, die sterile, kalte Ästhetik, der rigide Gruß ("Das Corps ist Mutter, das Corps ist Vater") und die Inszenierung von Machtapparaten tragen unverkennbar die Züge historischer Überwachungsstaaten.

Wenn man Walter Koenig in dieser Rolle sieht – wie er mit messerscharfem Intellekt, aber oft absolut ruhiger, fast höflicher Stimme Drohungen ausspricht oder Leben zerstört –, schimmert immer dieses beklemmende Gefühl durch: So sehen Faschisten im Alltag aus.

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Sie tragen keine Monster-Masken; sie tragen gut sitzende Uniformen, lächeln höflich und sind absolut überzeugt davon, dass sie im Recht sind.

Dass JMS das in einer US-amerikanischen Fernsehserie der 1990er-Jahre so kompromisslos erzählen durfte, macht Babylon 5 bis heute zu einem absoluten Meisterwerk. Und Walter Koenig hat diesem Albtraum ein Gesicht gegeben, das man nie vergisst.