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Einmal kurz innehalten, einen Funken Empathie zeigen Bärbel Bas, eine Frau und sehr geschätzte Kollegin tritt aus sehr persönlichen Gründen von ihren Ämtern zurück - und ein Mann kommentiert, so👇 - ohne Worte -

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Als Trauerrednerin und Trauerbegleiterin erlebe ich diese Haltung leider oft im Arbeitsleben. Kanzler und CDU stehen dafür exemplarisch für alle Vorgesetzte, die ihre Mitarbeitenden drei Wochen nach der Beerdigung zum Gespräch einladen, um ihre „mangelnde Leistung und Motivation zu besprechen“.

Mein "Abteilungsleiter" als ich einen Tag Urlaub für die Beerdigung meiner Oma beantragt habe: "Sie haben doch vor 2 Monaten schon einmal Urlaub für die Beerdigung ihrer Oma bekommen?" Dass die meisten Menschen 2 Großmütter haben war ihm anscheinend nicht bekannt.

Oh weh. Aber genauso ist es leider. Ich hatte auch einmal eine junge Mutter begleitet, zwei kleine Kinder, Mann bei einem Unfall plötzlich verstorben. Sie hatte richtig Stress, die Kinderbetreuung zu organisieren. Ihr Chef warf ihr mangelndes Pflichtbewusstsein gegenüber ihrem Arbeitgeber vor. 

Ich hab vor einigen Jahren eine sehr gute Freundin beerdigen müssen. Viel zu jung und eine tragische Krankheitsgeschichte, die selbst das Palliativteam schlucken ließ. Ein Oberarzt schlug mir auf meine Bitte, den Tag der Beisetzung frei zu bekommen, vor, doch danach Nachtdienst zu machen.

Wenn man gutwillig den Kommentar interpretiert als rein inhaltlich auf das Thema "Renten-Sozial- und Arbeitsmarkt-Reformen" bezieht: Ja, etwas Empathiebefreit (auf Rücktrittsgrund geht er nicht ein), aber rein inhaltlich verstehe ich nicht das Problem. Menschen kommunizieren unterschiedlich.