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Nach heutigem Forschungsstand wurden 2.848 Patient*innen der ehemaligen Heil- und Pflegeanstalt Mauer-Öhling in Niederösterreich Opfer der NS-Medizinverbrechen. Eine von ihnen war Maria Bauer (Thread ⬇️)

Maria Bauer wurde 1915 in Amstetten geboren. Nachdem sie an einer Gehirnhautentzündung erkrankte, litt sie an epileptischen Anfällen. Als die Anfälle häufiger wurden, kam sie nach Mauer. Ihre Familie besuchte sie in den 1930ern regelmäßig und verbrachte gemeinsame Sonntage mit Maria.

1940 wurde Maria Bauer nach Hartheim gebracht und dort am selben Tag ermordet. Ihre Mutter erhielt eine Todesnachricht. Gewissheit darüber, dass Maria ermordet wurde, gab es für die Familie aber erst 2005 nach der Opfererfassung Mauer durch den Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim.

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DÖW-Historiker Stephan Roth war bei der Eröffnung des Gedenkorts am Landesklinikum Mauer.