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Erstaunlich. Wenn Unternehmen wegen gestiegener Energiekosten und Inflation die Preise erhöhen, ist das ok. Wenn Arbeitnehmer den Preis für ihre Arbeit wegen gestiegener Energiekosten und Inflation erhöhen möchten, ist das eine unverschämte Forderung jenseits der Realität.

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Wir beschlossen im März '22 rückwirkend ab Januar 2022 pro Stunde 1€ "freiwilligen Inflationsausgleich" zusätzlich zu zahlen. Als die Regierung in 9/2022 die steuerfreien 3000€ beschloss, legten wir für jede Stunde einen weiteren € drauf, den wir so lange zahlen, bis die 3000€ voll sind.

Wenn das Unternehmen wegen gestiegener Lohnkosten ins Ausland gehen oder Dichtmachen muß haben natürlich alle gewonnen, die Leute die ihren Job verlieren, die Gemeinde und der Staat denen Steuereinnahmen fehlen, ....

Aus rein taktischen Gründen würde ich auch zu einer anderen Argumentation raten. Nämlich (höflich verhüllt): 1. Das trage ich bei und das ist x EUR Wert. 2. Was kostet es euch, wenn die Stelle 6 Monate nicht besetzt ist & ihr einen Headhunter bezahlen muss. Kann man indirekt rüberbringen.

Ich vermute, du meinst die Forderung der GDL. Da geht es aber vorrangig nicht um Geld, sondern um Verringerung der Arbeitzeit auf 35 Stunden und das bei massiven Personalmangel. Wird nicht gehen, dass die Lokführer weniger arbeiten.

Vor allem sagt jede Personalberatung, man solle bei (persönlichen) Gehaltsverhandlungen nicht mit gestiegenen Lebenshaltungskosten argumentieren. Als ob Menschen, die sich Sorgen um Miete und Essen machen müssen, sich gut auf die Arbeit konzentrieren könnten 🙄.