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Ich habe gelesen, was einer Kollegin passiert ist. Genau diese Unsicherheit ist für alle kreativen eine Katastrophe. Die Angst, dass mir zusätzlich zu meiner Krankheit auch noch durch eben diese Krankheit mein Beruf wegbricht, hatte mich jahrelang fest im Griff.

Ich hatte das Glück, dass meine Verlage durch die Bank an meiner Seite standen, aber das war es eben: Glück. Das Glück, dass die Menschen, mit denen ich zusammenarbeite, in den Verlagen für mich eintreten konnten. Das geht nicht immer.

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Die Angst ist übrigens keineswegs verschwunden, ebenso wenig wie die Krankheit selbst. Freiberuflich in kreativen Feldern unterwegs zu sein, bedeutet auch oft das: Unsicherheit, Sorge und weniger soziales Sicherheitsnetz, als viele sich vorstellen können.

Eine Krankheit, ein Unfall, eine schwierige Phase und plötzlich steht man vor einem Abgrund. Ganz ehrlich, ohne Natalja an meiner Seite hätte ich längst das Handtuch geworfen.

Ich hatte enormes Glück. Mir ist das durch den aktuellen Fall wieder einmal bewusst geworden. Ich wünschte, wir alle könnten dieses Glück haben. Aber noch viel mehr wünsche ich mir, dass wir es nicht brauchen würden.