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Das größte Problem für den öffentlichen Verkehr: Fucking Autos

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Wo möglich, fährt die Straßenbahn eh auf eigenem Gleiskörper – und am Stau vorbei. Nur einen Teil ihrer Route, wo das eben nicht möglich ist, muss sie sich die Fahrbahn mit Autos teilen. Unterm Strich ist sie daher ohnehin immer schneller als ein Auto, das die gleiche Strecke fährt.

Das ist falsch. Ich sehe beinahe wöchentlich die blockierte Linie 31. zwischen 2 Minuten ( Fahrer* sitzt im Cafe und checkts gleich ) und ~20 Minuten ( Feuerwehr muss kommen ) Die Autos überholen die Bim natürlich. Sind also NICHT blockiert. * fast ausschließlich Männer.

Sie sehen wöchentlich EINE Stelle, an der eine Straßenbahn blockiert ist. Doch an vielen anderen Stellen in Wien stehen die Autos auf einem Fahrstreifen im Stau und die Straßenbahn fährt auf ihrem eigenen Gleiskörper vorbei. Ihr Einzelbeispiel ist kein Beleg dafür, dass meine Aussage falsch wäre.

sie schreiben "unterm Strich ist sie daher ohnehin immer schneller als ein Auto" und das ist falsch. die EINE Stelle widerlegt ihre Aussage, und ich trau mich wetten dass es derer mehrere gibt.

Dass das Überholen zu zahlreichen gefählichen Verkehrssituationen führt muss noch erwähnt werden. Die "blockierten" Autofahrer sind dann meistens emotional erregt und überholen wie wild. vor allem für Radfahrer:innen entstehen hier oft gefährliche Situationen.

Weder die Straßengestaltung noch Parkplätze entlang von Schienen (wo täglich in Wien Straßenbahnen blockiert werden) noch Ampelschaltungen noch die (Nicht-)Präsenz der Polizei bei der Einhaltung von Regeln in Kreuzungen sind in Stein gemeißelt

Übrigens auch nicht verkehrsmengenregulierede Faktoren wie die Höhe von Parkgebühren und die (Nicht-)Existenz einer Citymaut

Und zuletzt: Die Tatsache dass neben den Straßenbahnen eh auch die Autos im Stau stehen, ist kein Trost sondern verkehrspolitische Kapitulation

Nicht vergessen, jede Strecke dauert auch mit dem Rad 1/3 länger aufgrund des Autoverkehrs. Und damit mein ich nicht deshalb nötige Stoppschilder und Ampeln und Umwege, sondern den Zeitverlust, weil dich ständig irgendwo wer blockiert (oder fast tötet) und du deshalb die nächste Ampelphase verpasst.

Ich radle jeden Tag 35min in die Arbeit - jeweils hin und zurück. Einmal musste ich die Strecke wegen der US-Wahl um 2 Uhr nachts zurücklegen, wo kein Verkehr war, da hab ich 23min gebraucht. Der Autoverkehr kostet mich davon abgeleitet allein am Arbeitsweg mehr als zwei Tage Lebenszeit im Jahr.

Dass das Leben in einer Stadt ein Gemeinschaftsprojekt ist, kommt euch gar nicht in den Sinn. Ihr seid auf eure Art Egoisten und glaubt modern zu sein.

Stadtverkehr sollte eigentlich sein: Fussgänger>Rollerfahrer>Radfahrer>eRoller&eBike>ÖPNV>Zulieferer>LKWs>Carsharing>privater PKW Aber in Wien steht das private Auto zuoberst und nimmt allen andern den Platz weg. Selbst die Müllabfuhr muss Kreise drehen, damit man die Autos nicht blockiert.

Viel zuviele oberirdische Parkplätze. Zürich hat nicht mal einen Viertel. Rad/eRoller sollten niemals so nahe am Fußverkehr sein. Bspw wird der Ring meines Eracht. genau falsch umgebaut: Strassenbahn in der Mitte. Rechts Rad und eRoller. Links 1 Autospur. Dann Bäume und der Rest für Fussgeher.

Dasselbe Thema mit dem 18er in der Schlachthausgasse. Und weiter unten im Prater wird das mittlerweile permanente Fahrverbot immer wieder missachtet das genau dazu da ist um die Öffis nicht zu blockieren. Polizeipräsenz in allen Fällen Null.

Besonders ärgerlich - es sind ja immer diesselben Spots und Linien in der ganzen Stadt die Probleme. Mit Umgestaltung, Streichen von Parkplätzen bzw regelmässigen Kontrollen wäre das mit überschaubarem Aufwand regelbar. Letzteres ist aber scheinbar nur an Radweg-Hotspots in Wien möglich.