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#GEAS erzeugt mehr Leid für Schutzsuchende. Menschen drohen im Schnellverfahren aussortiert zu werden, bevor klar ist, welchen Schutzbedarf sie haben. Das ist kein Fortschritt, sondern unmenschlich – und eine moralische Bankrotterklärung. 1/4

Viele Verletzungen sind nicht sofort sichtbar – vor allem psychische. Schutzbedarf lässt sich nur erkennen, wenn geschulte Expert*innen in einem geschützten Rahmen im Beisein von qualifizierten Übersetzer*innen mit den Betroffenen sprechen. Genau das leisten GEAS-Verfahren nicht. 2/4

Was ab heute EU-weit gelten soll, wird in Italien bereits erprobt: Schutzsuchende Menschen werden in einem sogenannten Hotspot-Lager auf Sizilien identifiziert und vorsortiert: Einige werden unter haftähnlichen Bedingungen festgehalten für ein beschleunigtes Grenzverfahren. 3/4

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Wir arbeiten in Aufnahmezentren in Agrigent auf Sizilien. Patient*innen berichteten uns von Gewalt und Folter im Herkunftsland und auf der Flucht – und trotzdem sind sie in beschleunigten Verfahren. Schutzsuchende dürfen nicht hastig gescreent und mitunter haftähnlich untergebracht werden! 4/4