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#Mittelmeer: In zwei Rettungseinsätzen haben wir am vergangenen Freitag insgesamt 65 Menschen aus Seenot gerettet. Fast die Hälfte von ihnen waren unbegleitete Minderjährige. Ein Kind war nur acht Jahre alt.

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„Die Menschen waren erschöpft und sichtlich mitgenommen. Einige wiesen Narben auf, die auf wiederholte Gewaltanwendungen hindeuteten. Das sind die menschlichen Kosten einer EU-Migrationspolitik, die Abschreckung vor Schutz stellt,“ sagt unsere Kollegin Claire San Filippo.

Die Geretteten stammten ursprünglich aus Eritrea, Mali, dem Sudan, Somalia, Nigeria und dem Südsudan. Sie waren jedoch alle von Libyen aus in seeuntüchtigen Schlauchbooten aufgebrochen.

„Menschen, die auf See gerettet werden, müssen Zugang zu angemessener Versorgung haben, Schutz erhalten und fairen und wirksamen Zugang zu Asyl. Ihre Rechte müssen gewahrt werden“, so unsere Kollegin San Filippo.