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Was beim "Tiere retten" gerne übersehen wird (und auch in diesem Beitrag nicht vorkommt): Das Tier irgendwo einsammeln und hinbringen ist noch nicht das "retten". Das passiert endgültig erst da, wo auch die selten diskutierten Kosten für Tierärzte, Pflege und Futter anfallen: bei Wildtierstationen.

Lars Wienand@larswienand.bsky.social

Die Tierrettung Essen hat in Südfrankreich bei dem Brand Rehe mit Verbrennungen gesucht und gefangen und steht bereit für einen Einsatz bei Hürtgenwald. Der Kreis sieht offenbar keinen Bedarf für Unterstützung bei Wildtieren.

Viele Tiere kann man nicht einfach irgendwo "aufbewahren" und füttern. Wie soll das aussehen bei einem Reh, dass sich in Boxen alleine schon aus Panik die Beine bricht? Ein Nutria, um mal was kleines zu nehmen, frisst bei den aktuellen Preisen am Tag für rund 10 Euro und verbraucht 60 bis 80 Liter

Wasser – am Tag. Es kostet auch mindestens 30 Minuten Arbeit am Tag, die muss auch irgendwer machen. Jeden Tag. Ein Tier mit Verbrennung müsste wie ein Mensch jeden Tag ärztlich behandelt werden, außerhalb üblicher Praxiszeiten zu Notlagentarifen der GOT. Das zahlt keine "Tierrettung".

Waldbrände sind in jeder Hinsicht eine unfassbare Katastrophe und bringen für Wildtiere dramatisches Elend, Verlust von Lebensraum und Tod. Die Vorstellung, man könne diese Tiere alle einsammeln und "gesundpflegen" ist falsch. Sage ich als einer, der schon Waldbrandopfer in den Händen hatte.

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Das hier war ein im Vergleich zu den aktuellen Katastrophen kleiner Vegetationsbrand und nur deshalb hatte die Feuerwehr damals Zeit, die Welpen auszugraben und tatsächlich 'zu retten'. Sie konnten Monate später alle in Freiheit entlassen werden.