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Ein Thema, mit dem meine Kolleg:innen und ich uns an der @uniregensburg.bsky.social seit ca. zehn Jahren beschäftigen, ist die Latenz bei der Interaktion mit dem Computer: Wo entstehen Verzögerungen, und wie wirken sie sich auf Effizienz, Fehlerrate und Zufriedenheit der Nutzenden aus? → <🧵>

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Fast alle Aktionen am Computer geschehen in einer kontinuierlichen Schleife - wir machen etwas mit Maus, Tastatur oder Touchscreen, der Computer reagiert und zeigt uns einen neuen Zustand. Der Zeitraum zwischen Tastendruck und Aktualisierung des Bildschirms ist die Ende-zu-Ende-Latenz.

In einem unserer ersten Forschungsprojekte zu Latenz haben wir uns die Latenz von Eingabegeräten angeschaut. Und nur von Geräten, die über USB am Rechner hängen. Und da auch nur den Zeitraum von Messung des Tastendrucks bis zur Ankunft des Events in der Anwendung, also ohne mechanische Aspekte.

Wir waren nicht die Ersten, die sich diese Eingabelatenz angeschaut haben. In der Gaming-Szene gab es schon einige Experimente dazu. Ein pseudonymer Blogger lötete z.B. eine gemeinsame Taste an zwei Mäuse, so dass er beide gleichzeitig auslösen konnte.

Dadurch konnte er die Latenz von unterschiedlichen Mausmodellen im Vergleich zu einem Referenzgerät (Logitech G300) bestimmen. Wenige Mäuse waren minimal schneller, die meisten waren bis zu 37 Millisekunden langsamer. Diese Unterschiede können bei Multiplayer-Spielen tatsächlich entscheidend sein.