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Ein Thema, das mir ebenfalls sehr am Herzen liegt: Wissenschaftsfreiheit. Ich könnte es mir auch hier einfach machen und sagen: Betrifft mich nicht. Neuronale Netze sind momentan sehr gefragt, u.a. wegen der KI. Und auch medizinisch gib es für Neurowissenschaft viele gute Gründe. 🧠🧪 1/9

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Aber ich möchte heute für alle Wissenschaften eine Lanze brechen. Für Sozialwissenschaften. Für Gender Studies. Für Kritische Theorie. Und Forschung, deren Nutzen sich heute noch nicht absehen lässt. Diese Freiheit ist wichtig, gerade wenn Wissenschaft manchen Politkern unbequem wird. 🧠🧪 2/9

Denn Wissenschaftsfreiheit wird gerade angegriffen. Ganz konkret politisch. Im Februar sagte Bundeskanzler Friedrich Merz: „Forschung ist kein Selbstzweck. Forschung muss zu Wertschöpfung, Produktion und Innovation […] führen.“ 🧠🧪 3/9

Ich sehe das anders: Forschung darf Selbstzweck sein. Nicht jede Frage muss sich am Ende in ein Produkt, ein Patent oder Wirtschaftswachstum übersetzen lassen. Natürlich kann Forschung enormen praktischen Nutzen haben... 🧠🧪 4/9

Neuronale Netze können uns helfen, Krankheiten zu verstehen. Grundlagenforschung kann Jahrzehnte später unvorhersehbare Technologien ermöglichen. Aber wenn wir Forschung danach bewerten, was sie nützt, entscheiden wir heute darüber, welche Fragen morgen überhaupt gestellt werden dürfen. 🧠🧪 5/9

@realscientists.de Forschung aus Selbstzweck aus Lust an Wissensgewinn sollte prinzipiell das Ziel sein. Natürlich schadet es nicht, wenn sich auch nutzbringende Anwendungen daraus ergeben, die sich dann auch vermarkten lassen. Aber das ist nicht primäre Aufgabe von Wissenschaftler*innen.