Post

Was spricht eigentlich wirklich dafür, dass Ö bis 2040 dekarbonisiert und nicht bis 2050 (EU-Ziel)? Mir fiele ein: wenn man 2040 anvisiert, schafft man 2050 vielleicht eher. Aber sonst? Ambitioniert ist beides, notwendig wäre 2015 gewesen, teurer wird 2040.

0 reposts1 like

These, mit Blick auf China: Früherer Anpassungsdruck kann schon zu Innovation im Sektor der nachhaltigen Energiegewinnung führen. Könnte später ein Wettbewerbsvorteil sein. Würde aber wohl kurzfristig auch Wachstum senken.

Die besonders große Abhängigkeit von fossilem Gas hat uns die schwere Inflations- u Wirtschaftskrise gebracht, die von Öl treibt gerade wieder die Preise, die Abhängigkeit schadet der Allgemeinheit, 'der Wirtschaft'. Was spricht dagegen, sie schneller zu verringern?

Dagegen spricht, dass es teurer wird und ggf. aufs Wirtschaftswachstum drückt und damit die Finanzierung der div. Sozialsysteme erschwert. Daher könnten die (auch indirekten) Kosten gewichtiger sein als das Argument "je früher, desto besser". Das ist zwar richtig, hat aber auch einen Preis.

Die fossile Inflation hat wirtschaftlich u gesellschaftlich enorm geschadet u tut es ja immer noch. Ausbau der Erneuerbaren rechnet sich zB auch jetzt, wieso machen Wirtschaftsbund u IV nicht wenigstens dafür Druck? Und Industrie is eh im EU-Emissionshandel, den man gerade abgeschwächt hat.

Die Frage ist doch nur mehr eine innenpolitische, warum eskaliert WB u IV wegen eines Klimagesetzes, für dessen Entwurf sich SPÖ u Neos eh schon ergeben haben?

Das lässt sich argumentieren. Beides kostet. Was kostet mehr? Die Erneuerbaren auszubauen, scheitert aber nicht an den Worten, sondern am Tun. Ich glaubt "Erneuerbare ausbauen" unteschreiben alle mittlerweile, oder?