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Der Umbau von Paris zur Fahrradstadt bedeutete von Anfang an: Straßenparkplätze für Autos müssen weg! Mittlerweile ist die Hälfte der einstigen Stellflächen verschwunden. Und genau deshalb kommt die Verkehrswende in Berlin nicht voran: "Fahrradstraßen" mit PKW-Parkerei, sind keine Fahrradstraßen.

tagesspiegel.deFrankreichs Hauptstadt wird immer mehr zur Fahrradstadt: Paris plant 140 Kilometer neue Radwege und baut 420 Kreuzungen umVon einer mit Autos vollgestopften Metropole hat sich Paris längst in eine Stadt mit intensivem Radverkehr gewandelt. Jetzt investiert die Stadt 200 Millionen Euro in neue Radwege.

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Zunächst mal bedeutet so ein Umbau Milliardeninvestitionen in das ÖPNV- und U-Bahnnetz, die in Paris auch unternommen wurden. Wie steht’s damit in Berlin? Parkplätze zu streichen ohne im Voraus gleichschnelle Alternative zum Auto für Wege über 10-15km zu schaffen, reicht eben nicht.

Solange ein Anwohnerparkplatz für 2 Jahre 20,80€ kostet wird sich da auch nicht viel bewegen, neben allen anderen Stellschrauben, an die man ran müsste!

Ich würde gerne mal wissen, ob das in Paris nur bestimmte Bezirke betrifft. Unser Sohn war im Sommer in Paris und meinte, die Autokolonnen rollen immer noch und von grünen Oasen hätte er kaum etwas bemerkt. 🤔

Für Berlin wünsche ich mir ein bezirksübergreifendes Konzept, das auch bei einem Regierungswechsel verbindlich weiter umgesetzt wird. Das ewige Hin und Her macht ja jeden halbwegs brauchbaren Plan zunichte.

Das gilt für Paris intra muros und da kann man die Distanzen gut mit dem Rad oder gar zu Fuß zurück legen. Sensationell was Mme Hidalgo geschaffen hat. Paris hat enorm gewonnen.

Genau das. Solange Autos in Fahrradstraßen fahren können fahren sie. Plötzlich alles Anwohner. Sie nehmen dickfellig die Vorfahrt, hupen einen weg, drängeln, fahren zu schnell und glauben sie hätten ein Recht auf Überholen.

Und weil alle die Fahrradstraßen zum Durchfahren nutzen, keiner es ahndet, herrscht selbst unter RadfahrerInnen die Meinung vor, das wäre legal. Devot fährt man äußerst rechts und macht dem 'Stärkeren' Platz.

Modal Split Wege Pkw Paris 4 - 6 % (zu Pkw-Hochzeiten vor 20J waren das mal 12%) mostly Öffis& Fuß, liegt an 1A Metro, Tram, Bus Amsterdam 25-35% Kopenhagen 40-50% Der Pkw-Traffic in Paris stammt vor allem von Auswärtigen. Die sind NICHT kommunalwahlberechtigt.

In deutschen Städten ist das anders. Wer hier Verkehrswende als Anti-Kfz-Politik betreibt muss scheitern, dazu ist die Mobilitätsinfrastruktur in Land & Stadt viel zu sehr aufs Kfz zugerichtet. Anti-Kfz hier ist Ragebait, spaltet die Gesellschaft, mobilisiert die Gegner & stärkt so die Kfz-Politik.

Es gibt aber inzwischen viele Verkehrswende-Befürworter. Ein Markt! Als InfluencerIn kann man die mit Anti-Kfz-Takes bewirtschaften, mittels Clicks, Büchern & Spenden ... Das ist aber genau nix, was zu einer Verkehrswende führt. Im Gegenteil, s.o. Es ist Influencer- Lebensunterhalt.

Das ist leider in Deutschland Standard. Hier ein Bild einer wichtigen Nord-Süd-Route für Fahrräder in Karlsruhe. Einbahnstraße für PKW, aber „Fahrradstraße“, natürlich beidseitig beparkt. Man wird regelmäßig von entgegenkommenden PKW abgedrängt, aber Parkplätze sind natürlich wichtiger als Radfahrer

Die Autofahrer fahren meistens so, dass sie mehr Platz zu den parkenden Autos auf ihrer Beifahrerseite lassen wie auf der Fahrerseite für die entgegenkommenden Radfahrer. Oft bleiben nur wenige cm zwischen Lenker und Außenspiegel. Aber „Fahrradstraße“

Das ist insofern interessant, da der durchschnittliche französische Autofahrer jeden Radfahrer als persönlichen Affront betrachtet. Ich merke das als radfahrender Urlauber in Frankreich jede Minute, die ich per Fahrrad auf Straßen ohne separaten Radweg unterwegs bin: Abstand halten die Wenigsten.

Es ist erstaunlich, wie Deutschland so lange Vorreiter in vielem sein konnte. Mittlerweile hinkt das Land nur noch hinterher: Ob Verkehrwende, Bildung oder Gesundheit. Die nun so wichtige Zuckersteuer hat England bspw. seit acht Jahren. Die Förderung der Elektromobilität erwähnen wir erst gar nicht.