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In der Stadt angemeldet wurden mehr als 30 Versammlungen. Insgesamt werden 30.000 bis 50.000 An­ti­fa­schis­t*in­nen erwartet.  Die Polizei hat bereits am Freitag mit groß angelegten Sperren begonnen. @axolottel.bsky.social

Die Blockaden sind umstritten: Viele halten sie zur Verteidigung der Demokratie für geboten, so etwa Ralf Michaels, Rechtsprofessor. Andere sind dagegen, etwa weil sie fürchten, so könne die AfD sich noch besser als Opfer darstellen. Hier gibt's ein weiteres pro/contra: taz.de/Bundespartei...

taz.deBundesparteitag in Erfurt: Soll man die AfD blockieren?Das Bündnis Widersetzen mobilisiert in die Hauptstadt Thüringens, um eine rechtsextreme Versammlung zu verhindern – auch mit Blockaden. Eine gute Idee?

Um Menschen gegen die AfD zu mobilisieren, hatten Aktivisti schon vorher an Tausende Haustüren in der Stadt geklingelt. Mahnwachen und Infopunkte hat das Bündnis schon in Vororten angemeldet, zum Beispiel in Bindersleben, Frienstedt oder Schmira 👉 taz.de/AfD-Parteita...

taz.deAfD-Parteitag in Erfurt: Es klingelt an zehntausend TürenWochenlang klingeln An­ti­faschist:innen an Haustüren, bevor die AfD ihren Parteitag in Erfurt abhält. Die Frage: Was halten Sie von der AfD?

Insgesamt 230 Busse aus dem gesamten Bundesgebiet sind laut dem Bündnis Widersetzen über Nacht nach Erfurt gefahren, um den Parteitag der AfD zu blockieren @dominiklenze.bsky.social, Foto von Johanna Weinz

Schwerer Schlag für die Polizei: Die Allgemeinverfügung gelten nicht mehr. Am Freitagabend hat das Verwaltungsgericht Weimar die für das Wochenende erlassenen Versammlungsverbot auf bestimmten Anreisewegen zur Messe Erfurt gekippt. Video: David Muschenich

Rechtsanwalt Nils Spörkel sagt dazu: „Es freut mich sehr, dass das Verwaltungsgericht deutlich gemacht hat, dass das Grundrecht auf Versammlungsfreiheit auch in Erfurt und auch in einer Großlage Gültigkeit hat.“

Der „bunte Finger“ auf der A71. Eine Gruppe Clowns sorgt für Unterhaltung. Foto: Johanna Weinz

Die Straßen werden für Rechtsextreme blockiert. Aber wenn's drauf ankommt, bilden die Aktivisti sofort eine Rettungsgasse wie hier an der nördlichen A71. Video: @dominiklenze.bsky.social

taz-Korrespondent David Muschenich zum Stand in Erfurt. 📹 Video: Nicolai Kary

"Die AfD ist eine faschistische Partei, entsprechend ist es legitim, ihren Parteitag zu blockieren. Und das machen wir auch konkret." Ein Statement des #widersetzen Bündnissprechers

Stefan Hunglinger@hunglinger.bsky.social

Absperrgitter, Blaulicht, Fahnen – in Erfurt findet gerade der Bundesparteitag der rechtsextremen AfD statt. Der bleibt nicht ohne Widerspruch und Widerstand. Hört dazu die #Antifa-Sonderfolge von reingehen mit @carolinasch.bsky.social und Ann Toma-Toader @taz.de open.spotify.com/episode/59rZ...

Es heißt, dass es um 4.30 Uhr vier Treffpunkte außerhalb gegeben hätte und die Delegierten dann mit Bussen und Polizeieskorte aufs Gelände gebracht worden seien.

Sabine am Orde@sabineamorde.bsky.social

Die Blockaden in Erfurt scheinen keinen Erfolg zu haben. Viele Delegierte der AfD sind schon da. Es heißt, dass es schon gegen 4:30 Uhr vier Treffpunkte für Busshuttles zur Messe gegeben habe. #afdbpt26

10.05 Uhr Ganz pünktlich startet der AfD-Parteitag. Ein Funktionär stellt freudig fest, dass es der erste Parteitag seit Langem ist, der pünktlich beginnt. Dann kommt ein Werbefilm, der mit einem auf die Brandmauer bezogenen Reagan-Zitat endet: „Tear down this wall“. taz.de/Liveticker-z...

Ohne jeden ersichtlichen Anlass trampelt eine Polizeieinheit mitten durch die Blockade. Geräumt wird nicht. Stattdessen greifen die Polizisten nach Gesichtern, wenden augenscheinlich Schmerzgriffe an.

Geräumt wird nicht. Und dann, nur ein paar Minuten später, zieht die Einheit ab. Den Sinn der Aktion werden wohl nur Polizist*innen verstehen, schreibt taz-Redakteur Timm Kühn

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Der Parteitag der AfD findet fast genau 100 Jahre nach dem 2. Reichsparteitag der NSDAP im nahegelegenen Weimar am 3. und 4. Juli 1926 statt. Der Reichsparteitag in Weimar gilt als entscheidender Wendepunkt, der dem Ziel diente, die fragmentierte NSDAP auf Adolf Hitler einzuschwören.

11.12 Auf dem Weg Richtung Messe bekommen die Demonstrierenden Zuspruch von Anwohner:innen: Es hängen Pride-Flaggen an Balkonen, eine Familie streckt eine FCK-AfD-Fahne aus ihrem Fenster.

Ein paar Meter weiter hält ein Kind am Straßenrand ein Bild eines selbstgemalten Pikachu in die Höhe, darunter steht: „Pokemon gegen Rechts“. Der kleine Mann erntet Begeisterung: Lautstark beginnt die Demo zu singen: „Pokemon gegen Rechts, Pokemon gegen Rechts“.

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Faktencheck: Zufall "Nach Angaben der Messe Erfurt hat die AfD allerdings nicht explizit nur für jenes Wochenende angefragt, [...] In Abgleich mit dem Belegungsplan der Halle sei der 4. Juli dann die einzig mögliche Option gewesen." www.mdr.de/nachrichten/...

mdr.deAfD-Parteitag in Erfurt: 50.000 Protestierende erwartetZum AfD-Parteitag in Erfurt werden zehntausende Gegen-Demonstranten erwartet. Warum die Veranstaltung in der Messe stattfinden darf, welche Rolle die Polizei spielt und was für Proteste gilt.

Immerhin müssen die Nazis ihren Führer immer aus dem benachbarten Ausland importieren. Allerdings bin ich mir nicht so sicher, ob die Schweiz glücklich darüber ist, dass sie jetzt die neue Führerin exportieren darf. Es wäre schon gut, wenn wir uns endlich mal selber heilen könnten.

Guido Kühn@guido-kuehn.bsky.social

Wieder so eine Zuschrift, die mich warnt, dass man "solche wie mich" ins Lager stecken werde, wenn ich mit meinen Zeichnungen nicht beizeiten, bevor die "Systemzeit" ende, aufhöre. Nun, wegen dieser, wie ein Schimmelpilz das demokratische Gebälk zersetzenden Haltung, zeichne ich (so lange ich kann)

Der Bevölkerung zeigen, dass man kein ICE braucht, weil die Gewaltbereitschaft schon genug in der regulären, gut ausgebildeten und vermutlich unterbezahlten Polizei ausreichend verfügbar ist.

Es ging darum, auch nur die kleinste Reaktion zu provozieren, auf die man dann einprügeln kann. Das ist eine Annahme, die leider in der Vergangenheit bereits viel zu oft korrekt war.

Der Sinn dürfte ja wohl klar sein: Menschen, die mit ihrem Körper für die fdGO einstehen, die gegen Faschismus kämpfen, sollen eingeschüchtert werden. Die meisten von den scheiß Cops dort werden wohl schonmal für ihren Job im Faschismus üben, mit Begeisterung.