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Ein paar Tage nach dem beenden von #Townfall, spoilerfrei: Mir gefällt das Spiel wirklich gut, auch wenn es seine Macken hat. Ich mochte schon Alien Isolation sehr und finde, dass Stealth eine sehr schöne Gameplaymechanik sein kann, wenn man sie gut umsetzt. #SilentHill

Im Allgemeinen funktioniert das Schleichen sehr gut. Die Gegner sind fies, die Umgebungen bedrückend. Ein beklemmendes Gefühl begleitet uns durch St. Amelia. Die Atmosphere ist top, an den Mechaniken hätte man aber feilen können: Ich hätte gerne mehr Möglichkeiten gehabt.

Die Spielwelt ist sehr statisch. Man hätte viel gewonnen, könnte der Spieler Vasen und Stühle werfen, Lichter ein- und ausschalten, Radios platzieren. Dazu nutzt sich das Verhalten der Gegner ab: Wo man anfangs noch mit der Panik im Nacken unentdeckt bleiben will...

...rennt man später stellenweise nur noch an Gegnern vorbei. Begünstigt wird das durch ein paar nervige Passagen an denen es lächerlich lange dauert, an den Gegnern vorbei zu kommen. Das gilt besonders für einen größeren Gegner, der einem wirklich den letzten Nerv rauben kann.

Aber siehe da: Es haben sich viele Spieler darüber beschwert und es kam ein Patch. Ich habe das Spiel seither nicht mehr gestartet, schätze aber, dass diese Passagen nun entschärft sind. Leider hat man auch mindestens ein Rätsel entschärft... indem man einfach die Lösung beigelegt hat.

Das finde ich sehr schade, da ich persönlich eben dieses Rätsel sehr kreativ und ansprechend fand. Schon blöd, dass das einem nun vorgekaut wird. Die bessere Lösung wäre von Anfang an ein Rätsel-Schwierigkeitsgrad gewesen, wie man ihn aus alten #SilentHill Titeln kennt.

Ansonsten würde ich sogar sagen, dass die Rätsel, die das Spiel bereit hält wirklich fabelhaft gemacht sind. Sie sind kreativ und haben einen gewissen Anspruch, der nicht überfordert. Ich hatte keinen "wie soll man DARAUF kommen?!" Moment. Es wurden keine Wachsfiguren geschmolzen.

Protagonist Simon wirkt größtenteils sehr stoisch. Er reagiert selten auf etwas und ist sehr wortkarg. Richard und ganz besonders Zoe finde ich deutlich interessanter. Die Geschichte und wie die Charaktere zusammenhängen, mag ich allerdings wieder.

Die Erzählweise und Präsentation haben ihre Momente, werden aber zu selten eingesetzt um dauerhaft zu überzeugen. Stellenweise fühlt sich das Spiel recht gestreckt an. Das hängt mit bereits genannten Problemen zusammen, liegt aber auch an zu viel Hin und Her.

Wären die Abstände zwischen den Storylastigeren Segmenten - sowohl Cutscenes als auch bestimmte Abschnitte - kürzer, hätte man auch hier viel gewonnen. Ich sehe das Spiel als ein schönes Werk mit Makeln, die aber (zumindest teilweise) schon durch Patches behoben wurden. Ich werde es erneut spielen.

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Zuletzt will ich nochmal die dichte Atmosphäre und den hohen Detailgrad loben. Was man alles an Gegenständen, Möbeln, usw. findet, das man aus den 90ern kennt, ist wirklich fantastisch. Besonders anfangs kann man durch die Straßen schlendern und all das atmen. Davon will ich wieder mehr in Spielen!