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Populismus lebt von bewusster Diskurszerstörung durch Beleidigungen, Unterstellungen, Desinformation... Ich verstehe tbh immer weniger, warum der ORF bei diesem "Taubenschach" immer noch mitmacht, statt gewisse kommunikative Mindeststandards zur Vorbedingung für (v.a. Live-)Interviews zu machen.

Nicht mehr einladen? Wenn ein Kind in der Sandkiste den anderen ständig die Schaufel auf den Kopf schlägt, holt man es ja auch raus bis es sich wieder benimmt.

Sorry, aber wir reden über die größte Parlamentsfraktion und eine Partei, die in 5 Bundesländern regiert. Und über den öff.rechtlichen Rundfunk.

Wenn es tatsächlich unmöglich ist, mittels vorab durch emp. Forschung gestützter, verbindliche Regeln sicherzustellen, dass Live(!)interviews nicht zu gesell Verrohung und Desinformation führen, stellt sich für mich halt irgendwann die Frage nach deren öffentlich rechtlichen Sinn.

Die Alternative wäre, dass FPÖ-Politiker·innen gar nicht mehr kritisch befragt werden, sondern nur mehr in ihren eigenen Medienkanälen auftreten. Zu meinen, Herr Kickl würde damit nicht auch ausreichend Öffentlichkeit erreichen, allerdings ohne kritische Hinterfragung, halte ich für realitätsfremd.

Es ist eine Doppelmühle. Ich bin bspw ein sehr politischer Mensch. Ich verstehe auch, dass der ÖRR sich schwer tut mit sowas. Ich habe mir nicht ein einziges Sommergespräch und nicht eine einzige dazugehörige ZIB2 angeschaut. Für mich ein vollkommen uninteressantes Produkt mittlerweile

Weil der ORF per ORF-Gesetz dazu verpflichtet ist, Parteien angemessen zu berücksichtigen. Die Angemessenheit leitet sich von der Stimmenstärke ab.