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Fast ein Drittel der Studierenden in Innsbruck kommt aus Deutschland. Amüsanter Erfahrungsbericht einer Innsbrucker Studentin dazu in der ZEIT: www.zeit.de/2026/46/deut... (€) Kleine Korrektur: Das Verhältnis zw. Tirol und Deutschen ist nicht spätestens seit 1866 gestört, sondern seit 1806. ;-)

Für Nicht-Tiroler: Damals wurde Tirol in den Napoleonischen Kriegen an Bayern angeschlossen. 1809 führte Andreas Hofer einen erfolgreichen Aufstand gegen die Besatzer, der aber nach ein paar Monaten niedergeschlagen wurde. Hofer wurde 1810 hingerichtet, davon handelt die Tiroler Landeshymne.

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Das war nicht ganz unser Thema. Es ging eher um die Schweiz und das Haus Habsburg. Aber die Tiroler sind da im Vorteil, da es diesen Hofer zumindest wirklich gegeben hat. 😏

Seither gibts in Tirol eine recht wenig reflektierte Hofer-Verehrung. Der war ein mutiger Aufständischer, hat in den paar Monaten seiner Herrschaft aber eine Art katholisches Kalifat errichtet, mit Tanzverboten, Kleidungsvorschriften für „Frauenzimmer“ und es kam zu schlimmen antijüdischen Pogromen.

Was allerdings stimmt: Die “Piefke“, also die Preussen, waren den Tirolern damals recht egal. Die Wickel gabs zwischen 1805 und 1814 mit Napoleon und den Bayern. Nach Napoleons Niederlage kam Tirol wieder zurück zu Österreich. Heute ist Bayern ja quasi das deutsche Tirol. ;-)

Aber zu antideutschen Ressentiments in Tirol hat der Massentourismus (von dem das Land lebt) sicher deutlich mehr beigetragen als Königgrätz (das wir ja ohnehin 1978 in Cordoba - mit den Wacker-Helden Friedl Koncilia, Bruno Pezzey und Franz Oberacher - für immer gerächt haben).

wie meine inschbrugger oma immer gesagt: mit dia deitschen isches wia mitm Zahnarzt - nua weil iam brauchscht, muascht iam nit megen…

Nicht zu vergessen, die Verweigerung der Pockenimpfung, die von den Tirolern als Gotteslästerung empfunden wurde. Man könnte Andreas Hofer, als Schutzpatron der Impfverweigerer bezeichnen ;-)

Ohne das alles verharmlosen zu wollen, aber Tanzverbot gibt/gab es doch im teils doch recht evangelisch geprägten Kärnten am Karfreitag bis in jüngste Zeit. Und in anderen Ländern auch teilweise an gewissen (religiösen Fest)Tagen des Jahres.

Die Bayern haben sich ja an Napoleon verkauft, um Königreich zu werden (und sich die Pinakothek, naja, zusammengestohlen). Deswegen sind mir Deutschem die Tiroler lieber als die #Bayern.

Hat der Kaiser nicht seine Truppen abgezogen und Hofer hat auf eigene Faust weitergekämpft? So wie ein regionaler Warlord? P.S. ich war vor 50+ Jahren auf Ferienlager in Haiming. Wir sind im Gleichschritt in die Kirche, "Zu Mantua in Banden" singend. Die Bevölkerung war begeistert!

Und bis heute wird der alpine Taliban Hofer offiziell verehrt. Die Frage ist seit langem, ob der schlichte Mensch für die richtige Sache kämpfte. Schon für Heinrich Heine war der Aufstand unter Hofer eine rückwärtsgewandte, religiös-bigotte Bewegung. Aber sag das einmal in Tirol? Halleluja!😊