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Falls ihr mal wieder Briefe schreiben wollt: Im Deutschlandfunk durfte heute Morgen eine Philosophie-Professorin einen „respektvollen“ Umgang mit der AfD anmahnen. Demos zum Schutz der Demokratie seien völlig überzogen, die Rechten seien ja noch nicht an der Macht. Wer lädt so jemanden ein?

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Kann man das anders interpretieren als "Wehret den Anfängen, aber erst, wenn es zu spät ist"? WTF?! Hat die Person vergessen, dass die NSDAP mit Regierungsstart die Demokratie zügig abschaffte & das erste Konzentrationslager schon 6 Wochen später stand?!

Jetzt eben endlich das "Interview" gehört. Es sind genau jene rechten Thinktanks, die die offensichtliche Gefahr herunterspielen. Vielleicht sollte man auch mal an die Entziehung von Titeln wegen Unwürdigkeit denken, wer so eine Scheiße labert. Das hat mit Wissenschaft nämlich nichts mehr zu tun.

Ne, das ist halt Wissenschaft von Rechts. Das nicht zusammen zu denken macht es nicht einfacher dem zu begegnen.

Robert Heinze@rheinze.eurosky.social

Lies mal, was die Kolleg*innen jetzt noch schreiben, selbst die, die sich (was mich freut) deutlich gegen das Netzwerk positionieren. Viele haben weiter Schwierigkeiten damit, "Wissenschaft" und extrem rechtes Gedankengut zusammenzubringen, und trennen die ab, als ob sie keine Wissenschaftler wären.

Faschisten versuchen bewusst mit der Verdrehung oder Entstellung von Tatsachen ihre politischen Zwecke durchzusetzen. Wissenschaft hingegen dient immer der Wahrheitsfindung, so dass es nie Wissenschaft sein kann, wenn Fakten bewusst unterdrückt werden, um Faschisten zu verharmlosen.

Das sind Professor*innen, sie sind also Teil eines - mit Bourdieu gesprochen - sozialen Felds, das Wissenschaft heißt, und das in einer Funktion mit nicht wenig Einfluss. Zu leugnen, dass sie ein Teil der Wissenschaft als Feld sind, heißt zu unterschätzen, was die machen.

Ich habe mir das Interview jetzt nicht angehört , vertraue der Wiedergabe hier. Aber so darf es nicht sein, vor allem schockiert mich solch ein Gast im Deutschlandfunk. Ich hoffe wenigstens, es gab entsprechend scharfe Fragen vom Interviewenden

Gruselig ist m.E. etwas zu schwach, um die unsägliche Position von Frau Lotter zu beschreiben. Das ist gefährliche Verharmlosung einer in Teilen gesichert rechtsextremen Partei. Alleine die Tatsache, die Pläne als Gerücht zu labeln und die Demonstranten in eine paranoide Ecke zu stellen ist krass!

Sie hat dieses Netzwerk offenbar sogar mit gegründet. Frau Lotter. Unsägliche Verharmlosung der AfD. Wenns nach ihr geht, warten wir bis die AfD in der Regierung ist. Offenbar ist sie öfter Interviewpartnerin. Auch beim NDR.

Ich fands auch blöd und absolut kritikwürdig, was sie sagte. Solche Meinungen nun aber völlig aus dem ÖRR zu nehmen, halte ich aber für falsch. Letztlich schärft sich doch daran auch das kritische Hinhören. Und es bietet Gelegenheit zum Meinungsaustausch zwischen verschieden darüber Denkenden.

Wäre das nicht als "Stimme aus der Wissenschaft" angekündigt worden, sondern einfach als Meinungsstück - vielleicht okay. So eingeordnet ohne Nachfrage in Richtung Wissenschaft, fand ich es völlig daneben

"Seien ja noch nicht an der Macht". Nun, wenn sie an der Macht sind, ist es dafür zu spät. Doch wie man es häufig bei einfacheren Gemütern feststellen, Prävention kommt in diesen Köpfen nicht vor.

Habe es bis jetzt noch nicht geschafft, einen Entwurf zu schreiben, der nicht mit "Habt ihr eigentlich komplett den Arsch offen???" anfängt. Wo nimmt man die Ruhe her das vernünftig zu formulieren?

Das fragte ich beim Zuhören auch. Vor allem habe ich bei Moritz Küpper Kritisches Nachfragen vermisst. Demos wären nach der Argumentation der Professorin erst nach dem 30. Januar 1933 legitim gewesen? Oder nach dem Ermächtigungsgesetz? Gruselig...

Freundlich ausgedrückt ist Fr. Maria-Sibylla Lotter sehr naive. Es wäre sinnvoll, wenn diese Dame sich intensiv mit dem Aufstieg + dem Handeln der NSDAP intensiv auseinandersetzen würde. Stellenweise gibt sie einen Driss von sich, dem man kaum zuhören kann. Sie sollte sich die Rede von Hr. Laschet

Vor 2 Wochen an den Dlf geschr.,da mir ein Interview m. einem AfD Abgeord. als auch die Aufmachung i. d. Dlf Nachrichten App missfiel. Reaktion war dürftig..Im Stil von:andere Höhrer*innen haben das anders empf. ... DLF m. komische Verrenkungen-aber nur wenn viele das monieren wird es sich ändern.

Danke für den Hinweis. Das war ja bestenfalls ein Meinungsstück, wurde aber als Stimme aus der Wissenschaft dargestellt. Es kam allerdings kein einziger wissenschaftlich belegter Punkt von der Philosophin. Ich habe zwar doch nur eine Mail geschrieben, aber ich werde vielleicht noch "nachlegen".

Ja, das hat mich auch gewundert. Also sehr

Felix Zimmermann@felixzimmermann.bsky.social

Merkwürdiges Interview eben im DLF mit der Philosophieprofessorin Maria-Sibylla Lotter über die Riesendemos gegen Rechtsextremisten: Die Abschiebepläne von AfD et al seien doch nur Hirngespinste, das Treffen sei privat, mal keine Panik jetzt

Verfassungsrechtler Steinbeis hat erklärt, warum das gefährlicher Humbug ist: Trauriges Fazit: Wenn wir uns auf den Kanzler verlassen müssen, dass in Thüringen Rechtsextreme die Macht nicht an sich reißen können, sind wir wohl verlassen. Der Artikel lässt sich via archive.is vollständig lesen

DLF und DLFKultur geben manchmal schon sehr fragwürdigen Gestalten ein Podium. 😬 Lange hat z. B. Ulrike Guerot dort noch Interviews gegeben. Apropos Briefe: Am letzten WE gingen viele raus (die halbe FDP-Fraktion).