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Weil dieser Tage viel von der Mission zum Mars-Mond Phobos die Rede war, hier ein älteres, aber ziemlich spektakuläres Bild, das von Bord der ESA-Sonde Mars Express mithilfe der deutschen HRSC-Kamera gelang - quasi im Vorbeiflug. Credit: ESA, DLR, FU Berlin

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Darf ich ein ketzerisches Was wollen die da? und Was bringt es dort zu landen? hier reinwerfen. Ist aus wissenschaftlicher Perspektive sicher interessant aber …

Es ist schon tollkühn, bei diesem Felsbrocken von einem "Mond" nach allgemeiner Vorstellung zu sprechen. Aber de facto ist es einer. 🙂

Phobos ist noch ein richtiger Mond, da es für einen Menschen unmöglich ist, ihn durch einen Sprung zu verlassen. Man landet irgendwann wieder auf der Oberfläche. Bei Deimos ist das schon anders.

Es scheint auch wissenschaftlich kein Bedürfnis zu geben, eine Mindestgröße für einen Mond zu definieren. Wahrscheinlich würde dies erst dann relevant werden, wenn die Menschheit in der Lage wäre Himmelskörper wirtschaftlich zu nutzen. Aber vermutlich bleibt das nur Science Fiction...

Bezüglich "Ausbeutung" ist erst einmal die Arktis dran. Weit weniger aufwendig. Und was die diesbezüglichen Ansprüche angeht, liefern diese doch gleich wieder Potential für kriegerische Auseinandersetzungen..

Ja, das tut sie wohl. Obgleich unser Mond im Grunde auch nichts anderes ist als herausgesprengte Erdmasse und Material des Impactors. Nur eben ein paar Nummern größer.

Aber auch nur fast. Doppelplanetensystem wäre es eigentlich erst, wenn das Baryzentrum außerhalb des Hauptkörpers liegt. Aber ja: Im Verhältnis ist der Erdmond die große Ausnahme.

Die Grenze zwischen „Moon“ und „Moonlet“ liegt ungefähr bei der Größe von Deimos. Diese kleinen Begleiter würde ich einfach Trabanten nennen. Denn sie sind genau sowenig echte Monde, wie die DDR-Zweitakter echte Autos waren.

Eine Ergänzung hierzu: Der Mars-Mond ist in der Größe vergleichbar mit Dresden. Diese Stadt ist in der größten Ausdehnung auch nur ca. 27 km "breit" und an der Schmalseite ca. 22 km "tief". Phobos ist tatsächlich nicht größer. Allerdings ist er in der dritten Dimension noch etwa 18,4 km "hoch".

30 mal 20 Kilometer klein, 6000 Kilometer über der Mars-Oberfläche. Nur ein Tausendstel der irdischen Schwerkraft. Eine echte technologische Herausforderung, da zu landen.

Funfact: Eben selbst gestaunt (auch wenn‘s natürlich angesichts der geringen Anziehungskraft logisch ist), dass man da ohne große Anstrengung ein paar hundert Meter hoch springen könnte.

Muss ich aufpassen, nicht zu kräftig Richtung Mars zu hüpfen - nicht dass mich dessen Schwerkraft erfasst ...

Ach Mensch, jetzt bin ich schon wieder darauf hereingefallen, dass Du von einem Posting zum nächsten manchmal eine Viertelstunde brauchst. Pardon für mein Dazwischengequatsche. 😬

Es wäre auch interessant, was Armand Duplantis mit ein bisschen Übung erreichen könnte. Stabhochsprung könnte etwas schwierig werden. Irgendwie anlaufen (hüpfen?), irgendwie Spannung in einen (extrem weichen?) Stab bekommen und dann ab geht's. 😅

Weil einige von euch schon gerechnet haben: Ja, wenn man von der Phobos-Oberfläche abspringt, kommt man nach ein paar Minuten zurück. Die Fluchtgeschwindigkeit, um der Schwerkraft dauerhaft zu entkommen, liegt bei ca. 11 Meter pro Sekunde - und das schafft man nicht.

Auch der Idefix-Rover wird nach dem ersten Bodenkontakt bis zum endgültigen Touchdown wahrscheinlich mehrfach abheben. Da er dann zwangsläufig in unkontrollierter Lage zum Stillstand kommt, besteht die Herausforderung darin, sich aus jeder Position aufrichten zu können.

Solange man dabei die Fluchtgeschwindigkeit versehentlich überschreitet, kommt man auch wieder zurück 😅 Hab mal gerechnet, das sollten so ca. 10m/s sein (je nachdem wie man den Radius ansetzt bei dem unförmigen Klumpen). Beim Hochspringen schafft man das vermutlich nicht.

Usain Bolt könnte das beim Sprint schaffen. Allerdings nur, wenn seine Schuhe den nötigen Grip finden. Und wohl auch nur ohne schweren Raumanzug, was nicht zu empfehlen wäre.