Post

Gesamte Öffentlichkeit vom Sportplatz ausschließen, um Frauen und Mädchen zu schützen? Ein Dilemma. Der Würzburger Sportplatz Sanderrasen soll künftig tagsüber für die Öffentlichkeit gesperrt und für Schulen reserviert sein. Angeblich kam es zu Catcalling oder Handyaufnahmen durch Männer.

Die Vorfälle waren meist am Nachmittag, aber nun wurde wohl entschieden, dass alle Männer und Frauen des Platzes verwiesen werden sollen. Die Maßnahme ist geeignet, aber ist sie auch das mildeste Mittel? Die Sportanlage hat Fußball- Basketball- und Volleyballfelder, 333 Meter Tartanbahn,

Bodyweight-Station und Rasenfeld. Die Entscheidung ist verstehbar, aber voraussichtlich unverhältnismäßig. Wir schränken unsere Freiheiten immer weiter ein, weil einzelne Regeln oder Anstand verletzen. Ideen?

5 reposts121 likes

Man könnte sexualisierte Gewalt stärker mit Konsequenzen und Strafen belegen. Das heißt: Security-Aufsicht, personenstark. Wird ein Mann des Catcallings (gegenüber einer 7-jährigen erwischt), wird er sofort in einen vierwöchigen Arrest überführt. Dort 20-Stunden Training (pro Woche), um seine

Aggressionen abzubauen. Macht er freiwillig zusätzlich Therapie, wird sein Arrest verkürzt. Zusätzlich muss er eine therapeutische Hilfe in vollem Umfang für die Betroffene finanzieren, notfalls auch durch zusätzliche Arbeitsstunden in seiner Freizeit. Könnte ich mir als Alternative auch vorstellen.

Die Strafen, bei immenseren Übergriffen, müssen höher sein, bei Rückfall auch. Könnte man alles implementieren. Kostet aber und ist natürlich restriktiv. Aber würde sexualisierter Gewalt wirklich den Kampf ansagen.

Wenn ich jemanden hinstellen kann, der sämtlichen Erwachsenen einen Platzverweis verpasst wenn sie dort lediglich auftauchen, dann kann ich auch jemanden hinstellen der auf Anstand achtet und "nur" die Catcaller und Fotofritzen anzeigt.

Vorallem was hilft die Sperrung zugunsten von SuS den betroffenen Frauen? Langfristig braucht es da gesellschaftlichen Fortschritt! Kurzfristig würde ich schauen was der allgemeine Diskurs zu den genau wegen sowas als „pervert glasses“ verschrienen Produkten ergibt. Wenn ich eine Lösung hätte 1/2

würde ich schon als Politikberater Honorar kassieren. Aber das über vorort Personal regeln zu lassen kriegt man mit den Kosten schwer vermittelt und hat ggfs. auch Vertrauensprobleme. Rein technisch hilft vor Ort nichts. Und Attrappen fliegen schnell auf. 2/2

Ich weiß nicht welche Strafen da drauf stehen, wenn ich mit aber den Verkehrsbereich ansehe, wo Trinkgelder kassiert werden, wo das Parken im absoluten Halteverbot billiger ist als in dss Parkhaus zu fahren, weiß ich, wo ich zuerst mal nachsehen würde.

In Zeiten von Smartphones und neuerdings Brillen die es mittlerweile im zweistelligen Betrag zu kaufen gibt und es somit immer einfacher wird unbemerkt Foto- und Videoaufnahmen zu machen, gewiss keine einfache Entscheidung. Früher gab es nur das Loch im Zaun für Voyeure und die gab es schon immer.