Post

Weil sich der große Mythos "Milliardäre haben sich ihren Reichtum doch selbst hart erarbeitet" immer noch außerordentlich hartnäckig in der vollen Breite hält, hier ein Thread zum Thema: Warum man allein mit Fleiß, Risiko und Ideenreichtum NICHT zum Milliardär wird. 🧵/1

Andererseits: jemand hat eine tolle Idee, macht einen billigen Laden auf, anders als gewohnt. Die Kunden finden das super und stürmen reihenweise. Heute heißt das Billa. Hätte Wlaschek das nicht tun sollen? Die begeisterten Kunden haben ihn reich gemacht.

Wlaschek hat gesagt: "Ich bin mit der Greißlerei wohlhabend geworden, gelebt habe ich immer von den Realitäten." Reich gemacht hat ihn nicht der Laden, sondern die Grundstücke darunter - Mieteinnahmen erst von sich selbst, nach 1996 von Rewe. 4 Mrd. heute steuergeschützt in Privatstiftung. /1

Das Geschäftsmodell hieß wörtlich "Billiger Laden". Wer den geforderten Einkaufspreis nicht akzeptierte, flog. 2004 ermittelte die Wettbewerbsbehörde wegen Marktmachtmissbrauchs. Lieferanten verweigerten reihenweise Aussagen aus Angst vor Konsequenzen. /2

Marge wächst nicht aus dem Nichts, sondern indem Kosten weitergereicht werden: An Leiferanten, Personal, an Sozialkassen. Was bei Wlaschek als Vermögen ankam und heute steuergeschützt in der Privatstiftung liegt, hat anderswo gefehlt: bei Löhnen, bei Margen kleiner Lieferanten, beim Gemeinwohl. /3

2 reposts17 likes

No replies yet.