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Zunächst eine Beobachtung: CDU/CSU und weite Teile der Presse diskutieren das "E-Auto vs. Diesel/Benziner"-Thema unter der Rubrik "Klimapolitik". Da gehört es aber gar nicht hin - es ist ein industriepolitisches Thema. Der Verbrenner verliert, weil E-Autos technologisch überlegen sind.

Es hat lange gedauert, aber 2026 wird in die Geschichte als das Jahr des Durchbruchs der Elektromobilität eingehen. Von Januar bis September 2026 stieg der E-Auto-Anteil (BEV) in China von 23% auf 46%, in Frankreich von 28% auf 41% und in Deutschland von 22% auf 35%. Tendenz weiter steigend.

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Der Markthochlauf der E-Autos folgt einer S-Kurve. Dänemark und Norwegen sind schon ganz oben, viele Länder (wie USA und Japan) sind noch weit unten - und DE, FR, EU und CN kommen gerade in den steilen Mittel-Teil. Hier geht es ab jetzt steil bergauf für E-Autos und steil bergab für Verbrenner.

Ohnehin ist die Produktion der Verbrenner über ihrem Zenit - der war nämlich schon 2017. Seither geht es bergab. 2026 markiert deshalb den Durchbruch, weil die Ölpreise aktuell hoch sind UND weil jetzt die Anschaffungskosten von E-Autos gleich hoch sind wie die von Verbrennern.

Das ist übrigens kein Industrie-Länder-Phänomen: Auch in etlichen Ländern des globalen Südens hebt die Elektromobilität gerade richtig ab. Kein Wunder, denn ein E-Auto ist im Betrieb viel günstiger als ein Verbrenner (und leiser, und besser in der Beschleunigung, und es stinkt nicht, etc...)

Es ist insofern ein bisschen rührend und gleichzeitig auch beängstigend, wenn Merz und Söder glauben, sie würden der deutschen Auto-Industrie etwas gutes tun, wenn sie das Verbrenner-Aus 2035 schleifen. Da ist der Markt eh bei >90% E-Mobilität angekommen.

Wesentlich aus VWL-Sicht für Länder ohne eigene Ölförderung: Ein E-Auto kostet im Betrieb keine Devisen für Ölimporte.

Ich denke nicht nur im Unterhalt sondern auch im Kauf - im globalen Süden wird ein Auto nach Bedarf gekauft und nicht "weil ich aller 5 Jahre 1000km fahre brauche ich einen 1500km Akku" - der Akku wird entsprechend für den Bedarf kleiner und damit das gesamte Auto billiger sein.

Ja, D hätte schon 2023 abheben können. Nur kam dann das BVerfG-Urteil zur Schuldenbremse, die E-Auto-Förderung wurde gestrichen und das hat D drei Jahre zurück geworfen

Die BEV sind mit Stichtag des Wegfalls um den Förderbetrag günstiger geworden. Ich hab damals meinen e-Berlingo gesucht und Citroen hatte sofort auf der Webseite: "Wir übernehmen die Differenz." Was wirklich reingehauen hat war die massive mediale Verunsicherung: Die brennen! Die Batterien gehen/

Was zeigt die Kurve? Zulassungen oder Kaufverträge? Bei Zulassungen ist die Kurve meist 4 Monate hinter den Entscheidungen.

Es ist offensichtlich, dass der Kipppunkt dieses Jahr erreicht wurde. Bitte dran denken, dass wir aktuell von Zulassungen sprechen, nicht von Bestellungen. In Autohäusern sieht das nochmal deutlich besser aus. Die Wartezeiten für BEV haben sich deutlich verlängert, beim Elroq bis 12 Mon. inzwischen