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Kleine Umfrage: Kennt ihr deutschsprachige Romane oder deutsche Übersetzungen, in denen Gendersternchen oder Doppelpunkte verwendet werden? Nur Prosa, nur größere Verlage. Keine Grundsatzdiskussionen, will mir bloß ein Bild des aktuellen Marktes machen. Gerne RP.

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Mein Eindruck ist, dass das in Prosatexten nur selten verwendet wird. Neopronomem dagegen habe ich schon ziemlich oft in Übersetzungen verwendet, zuletzt bei Casey McQuistons "The Pairing".

Silvana Schmidt ist die Lektorin meines Vertrauens, wenn es um genderneutrale Sprache geht. In den Projekten, die ich mit ihr gemacht habe, haben wir auf Sternchen etc. verzichtet und andere Methoden genutzt, um uns genderneutral auszudrücken.

mithu sanyal: identitti (hanser) coco mellors: blue sisters (ü lisa kageböhn)(bastei lübbe) yandé seck: weiße wolken (kiwi) sharon dodoua otoo: so, in etwa, ist es geschehen (fischer) stern, doppelpunkt, unterstrich, einfachpunkt, alles dabei. das sind jetzt nur die, die mir auf anhieb einfallen

Ich kenne einen Roman, in dem Gendersternchen verwendet wurden: Am Samstag gehen die Mädchen in den Wald und jagen Sachen in die Luft Erschienen im Ecco Verlag

Rebecca F. Kuang, "Yellowface", Eichborn, S. 8 Interessant, dass viele der Textstellen Internetkultur und den Kulturbetrieb generell zum Thema haben.

Ich schrieb ja "nur größere Verlage", weil ich dachte, dass sonst 800 Selfpublisher kommentieren, aber da das Schweigen hier doch sehr laut ist: Kennt ihr IRGENDEINEN Roman, egal wie obskur, der das gemacht hat?

Sorry, eben erst gesehen. Danke für das Beispiel! Im Prinzip empfinde ich alles aus aussagekräftig, wo mehrere Leute (Autor:in, Übersetzer:in, Lektorat, Korrektorat, Vertrieb usw.) beschlossen haben, dass das so ok ist.