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Im Übrigen bin ich dafür, den Rundfunkstaatsvertrag dahingehend zu ergänzen, öffentlich-rechtlichen Sendern zu untersagen, Vertreter von gesichert rechtsextremen Parteien und ähnliche Organisationen zu Talkshows und anderen Unterhaltungs- und "Infotainment"-sendungen einzuladen.

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Wenn es so weiter geht, wird das vermutlich sinnlos sein. Dann wird demnächst nämlich weder ein Gremium existieren, dass Parteien als gesichert rechtsextrem definieren darf, noch ein freier, öffentlicher Rundfunk. Der Weg dahin wird ja jetzt von der CDU/CSU/AfD mit Hilfe der SPD geebnet.

Untersagen wäre nicht gut. Die Freiheit der Medien gilt auch für politische Gegner:innen und sogar für Verfassungsfeind:innen. Viel wirksamer wäre es, die dafür aufgewendeten Mittel transparent ausweisen zu müssen und diese Ausgaben gezielt von den Gebühreneinnahmen abzuziehen.

Wie weit eine "Freiheit der Medien" geht, die von Geldzufluss abhängig sind, haben sich sicher viele schlaue Menschen schon Gedanken gemacht.

Da sollen dann die Sendungsverantwortlichen sich selbst per Werbeeinnahmen oder Spenden finanzieren, aber nicht aus dem Topf der Gebührenzahler:innen. Begründung: siehe Verfassungsschutzberichte.

Der Staatsvertrag ist der Rahmen, innerhalb dem der ÖRR frei handelt. Der ÖRR darf jetzt schon nicht alles. Er darf bspw. keine propagandistischen, rassistischen und Hass-produzierende Spielfilme zeigen. Diesen Rahmen zeitgemäß anzupassen, stellt die Unabhängigkeit des ÖRR nicht in Frage.

Solange eine Partei eine Partei ist und nicht verboten, darf das meiner Meinung nicht sein. Egal, ob links oder rechts. ÖRR sollte zum Faktencheck verpflichtet sein, sofort, so rasch wie möglich, ggf im Nachgang, damit die populistischen Schlagzeilen voller Lügen als solcher erkannt werden.

Wenn Alice Weidel sagt: "Die Linken sind die größte Gefahr, denn Hitler war auch ein Linker", sind die anderen Gäste und die Moderation derart perplex, ob dieser dreisten Lüge, auf die sie nicht vorbereitet waren, dass die Chancen hoch stehen, dass sie damit durchkommt.

Ist sicherlich das bzw Teil des Problems. Konsequent könnte man die Frage stellen weshalb "live" gesendet werden muss. Meiner Ansicht nach wäre ein Zeitfenster zur Verifizierung deutlich angebrachter als die brandheisse Aktualität.

Begründung: Die Bedrohung der freiheitlich-demokratischen Grundordnung durch rechtsextreme Parteien ist evident. Es kann nicht Aufgabe des ÖRR sein, Grundgesetz-feindliche Akteure zu normalisieren und zu verharmlosen, indem man sie außerhalb strenger journalistischer Formatrahmen präsentiert.

Verständlicher Impuls, falscher Hebel. Ein gesetzliches Einladungsverbot greift in die Rundfunkfreiheit ein und macht eine Behördeneinstufung zum Maßstab dafür, wer im ÖRR sprechen darf. Und die AfD bekäme ihr Lieblingsnarrativ gratis: „Die wollen uns mundtot machen.“

Wirksamer,mE, wäre eine transparente Demokratie: flächendeckende Informationsfreiheit, ein striktes Lobbyregisster, keine Nebeneinkünfte. Wer nach vollziehen kann, wie Politik entsteht, glaubt weniger an „die da oben“. Denn genau von diesem Misstrauen lebt die AfD.

Statt Verbot redaktionelle Verantwortung: klare Formate, Faktencheck in Echtzeit, keine Bühne ohne Einordnung. Das kann der örr schon heute, Transparenz entzieht Populismus den Boden, Verbote liefern ihm stoff.

Etwas nicht zu tun, weil die AfD sich daraufhin als Opfer zelebrieren könnte, halte ich für Quark, da die AfD sich so oder so von morgens bis abends als Opfer zelebriert. Das ist ihr Basis-Narrativ.

Stimmt, die Opferrolle spielt sie sowieso. Mein Punkt ist ein anderer: Ein Einladungsverbot bekämpft das Symptom. Die AfD wächst aus Misstrauen in die Politik und das wird nicht kleiner, wenn sie im ÖRr fehlt. Transparenz bei Lobby, Geld und Entscheidungen setzt an der Ursache an.

Bei der AfD beträfe das fürs Erste die Landesverbände Thüringen, Sachsen-Anhalt, Sachsen, Brandenburg, Niedersachsen.

Der Whatsboutismus z.B. eines Chrupalla ist derart ausgeprägt, dass er in Talkshows von Moderatoren nicht zu einzuhegen ist. Andere kämen nicht zu Wort, die Sendezeit würde gesprengt. Dieses Format ist also ungeeignet. Eine Einzelbefragung mit festnageln auf genau jeweils einen Punkt, von ...