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Letztlich halte ich diese seltsame Schwärmerei mancher Zeitgenossen über verpflichtende soziale Jahre, Wehrpflicht oder Zivildienst für eine bizarre Romantisierung von Zwangsarbeit.

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Ich Waage die These aufzustellen, dass mit einem verpflichtenden Dienstjahr die AFD 10% we über hätte, weil die Dienstzeit damals den Vorteil hatte, dass Menschen quer durch die Bubbles verteilt worden sind und dadurch ein Kitt für die Gesellschaft war.

Ich habe die 13 Monate Zivildienst nicht als Zwangsarbeit empfunden. Aber es kamen danach immer so Kommentare im Kollegenkreis wie "Vaterlandsverräter". Da stimmt doch in unserer Gesellschaft auch was nicht!

Hm, etwas als junger mensch für die Gesellschaft zu tun ist zwangsarbeit? Es lebe der egoismus! So kommt mal jeder aus seiner eigenen Blase raus, und sieht über den Tellerrand. Tut uns allen gut finde ich...

Man muss nicht dafür schwärmen und kann sich über die Gestaltung sicher streiten. Aber ein soziales Jahr fände ich positiv und was den Wehrdienst betrifft - alle reden über die heldenhafte Ukraine und, dass sie auch unsere Freiheit verteidigt. Was glaubt ihr denn, woher die Kämpfer kommen?

Es ist der Hass auf die Jugend. Der Wunsch sie noch etwas klein zu halten und zu demütigen, bevor sie einem aufs Altenteil sicken. In einer Welt der ewigen Jugend ist nichts mehr beängstigend als authentische Jugend.

In Kontakt kommen mit der sozialen Aufgaben und u.a. auch für manche upper-class Jugendlichen mit der Lebensrealität in anderen als der eigenen Gruppe wäre vielleicht hilfreich? (Merz mit Zivildienst?) 🤔

Mit "hat mir nicht geschadet" bei Zivildienst, ist der für viele sicher sinnvolle Perspektivwechsel gemeint. Bei mir war es Arbeit auf/in der Kiesgrube Bauer,Neu Isenburg und als "Hilfsarbeiter" beim Rauslösen von Preisetiketten von Salamander-Schuhen für den Ausverkauf, nebst rassistischem Erlebnis

Das bestand darin, dass mit einer Frau an der Bushaltestelle stand, gegenüber ein älterer Mann Nazilied singend vorbeiging und mir die Frau neben mir ihre eintätovierte Nummer am Arm zeigte.😱💡. Unvergessener Perspektivwechsel der besonderen Art.

"Da junge Menschen als Steuerzahler noch keine nennenswerten Leistungen vorweisen können, können sie der Gesellschaft durchaus einen befristeten Dienst erweisen. Sei es, indem sie eine stählernen Huratüte tragen, oder indem sie als Urinkellner im St.-Josephs-Stift arbeiten."😉

Das Gesundheitssystem so umzubauen, dass es quasi anhängig von Zivildienstleistenden als billige Arbeitskräfte war - okay, da passt es.

Aber dass irgendwer die Freiheit im Zweifel auch verteidigen muss, darauf können wir uns einigen? Wie kommen wir also dem Problem bei, dass wir hierfür Personal benötigen, wenn es an Freiwilligen mangelt..? Die Bundeswehr, den Dienst an der Waffe bekommt man offenbar nicht mehr ‚attraktiv genug‘.

Ist es. Zivildienst ist in Wirklichkeit nur als Ersatzdienst für Wehrdienstverweigerer zulässig. Selbst Wehrdienst ist nur bei einer akuten Bedrohungslage zulässig, die es aktuell nicht gibt. Das ist doch der Grund warum ausgerechnet die Union die Wehrpflicht ausgesetzt hat. Um das Gesetz zu retten!

Stimmt. Dennoch braucht es für eine funktionierende Gesellschaft auch einen individuellen Beitrag. Dieser erfolgt in der Regel durch Steuern, also eine Zwangsabgabe. Ein "Dienst" ist dann eben ein direkterer Beitrag, oder Zwangsarbeit . Es muss dabei aber niemand im Steinbruch Steine klopfen.

Exakt, letztlich werden damit im sozialen Bereich nur die Lücken durch schlecht bezahlte Zwangsverpflichtete geschlossen. Noch dazu finden viele auch noch Schlupflöcher um einfach nix machen zu müssen während andere schlicht angeschissen sind.

Im Prinzip Zwangsenteignung. Die Romantisierung kommt wohl daher das man zu jenen Zeitpunkt jung war und weil man seinen Körper für eine Müllhalde von Alk Kippen und Grillfleisch hält sehnt man sich zu der Zeit zurück wo das noch keinen spürbaren Effekt hatte.