Post

Merz wiederholt im #Sommerinterview die Mär vom Atomausstieg als Ursache für hohe Strompreise in DE. Erstens: Der Atomausstieg ist nicht schuld an "zu hohen" Kosten. Zweitens: Der Industriestrompreis ist heute so günstig wie seit 10 Jahren nicht mehr.

307 reposts909 likes

Und wir haben ja auch dürre und historische niedrigstände in den Flüssen. Die Franzosen mussten deswegen so ziemliche alle AKW drosseln. Das wär ein DRITTENS Also doch die falsche Technologie für bzw gegen die klimakrise 😬

"So ziemlich alle AKW drosseln" - wann soll das gewesen sein? M.W. war der Höchststand wärmebedingter Drosselung am 12.8. mit 9 Blöcken vollständig abgeschaltet und 2 Blöcken gedrosselt (von insgesamt 57). F hat während der Hitzeperiode weiterhin Strom exportiert.

Chinas Anteil an Atomstrom liegt konstant bei 4-5% während dort jefoch die EEs boomen. Aktuell hat China den Strommix von Deutschland 2016 und dürfte gegen 2030 herum ein ähnliches Fossil/ Nicht Fossil Verhältnis bei der Verstrommung haben. Auch nach 2030 wird China die Fabrik der Welt sein.

Und der ARD-Faktencheck redet von ungenauen oder irreführenden Aussagen...🙄 In einem alltäglichen Gespräch würde man sagen:#Merz lügt! Oder etwas vorsichtiger: Er redet sein Scheitern schön!

Drittens. Preistreiber sind Steuern und Abgaben. Nimm grosshandelspreise. Dann sieht das ganz anders aus. Führend sind dann die Kohleverstromer wie Polen.

Die Industriestrompreise sind günstiger weil der Steuerzahler die Kosten übernimmt. Komischer Vergleich. Verstehe es bis heute nicht warum man bereits abgeschriebene KKW die nahezu CO2 frei Strom produzieren vor Kohle und Gas abschaltet.

Recht einfach: Weil wir AKW, Kohle und Gas gleichzeitig reduzieren. Eine unflexible Stromerzeugung wie durch AKW ist zum bedienen einer variablen Residuallast schlicht nicht geeignet.

Guck mal in die Nachbarländer,die mussten wg der niedrigen Wasserstände ihre AKW abschalten! Und welche Idee hast du so für den viele Jahrtausende strahlenden Atommüll, u weisst du eigentlich,was diese ständigen Castortransporte so kosten?

Drittens, der Atomausstieg wäre deutlich billiger gewesen, wenn es das Hin und Her nicht gegeben hätte, das die CDU unter Merkel veranstaltet hat. Ausstieg, Ausstieg aus dem Ausstieg, und das Ganze dann wieder zurück. Gelernt hat die CDU daraus nichts.

Die Grafik zeigt, warum eure Argumentation Unsinn ist: Die Kosten für Beschaffung, Netzentgeld, Vertrieb haben sich in 10 Jahren verdoppelt. Das einzige, was für die relative Preiskonstanz sorgt, sind die Kürzungen bei Steuern, Abgaben und Umlagen.

Die Betreiber waren verpflichtet Rücklagen für den Rückbau zu schaffen. Was nicht eingerechnet ist sind die Unendlichkeitskosten für die Mülllagerung, im Moment zahlt der Bund 500 Millionen bis über 1 Milliarde Euro jährlich für Zwischenlagerung und Endlagersuche. Bis ans ende der Menscheid werden↩️