Murmeltier

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@atppc.bsky.social

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Auch ökonomisch Schwache werden in ihrer politischen Kompetenz herabgesetzt. Das sind Poschardts "Luschen", oder im CDU-Talk, die, die eben nicht "hart arbeitende Bevölkerung" sind. Auch denen wird politische Kompetenz abgesprochen: Wenn sie nicht einfach dumm sind,

geht ihnen zumindest ökonomisches Verständnis ab. Während ökonomischer "Erfolg" als Verständnis der Wirklichkeit, Kompetenz gewertet wird und diskursive Autorität legitimiert. ("Der Mann hat was geleistet. Der weiß, wovon er spricht.")

Diese Idee von der epistemischen Ungleichheit - ökonomisch, kulturell, geschlechtlich, moralisch... - wird immer öfter aufgegriffen und bereitet den Ruf nach politischer Ungleichheit vor.

Wer links wählt ist DUMM. Hier wird den Wähler:innen der Linken politischer Analphabetismus unterstellt: ihnen fehlt es an rationaler Urteilskraft. Dasselbe wird auf Frauen bezogen, auf junge Menschen, auf Muslime, auf Menschen mit Mirgationsgeschichte und „woke“. www.welt.de/debatte/plus...

welt.deKampf gegen Rechts: Der neue politische Analphabetismus - WELTRechts wird jede Abweichung vom Mainstream sofort mit dem Nationalsozialismus verbunden. Nach links verschwindet die historische Erfahrung fast vollständig.
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Das ist kein demokratischer Streit unter Gleichen mehr. Ist keine Kritik an einer politischen Entscheidung, sondern die Herabsetzung des politischen Subjekts, das sie getroffen hat. Die Ersetzung des Arguments durch die Herabwürdigung des anderen.

Oder auch: Die Aufkündigung universeller politischer Gleichrangigkeit. Zu den Forderungen auf Entzug des Wahlrechts für Frauen und deren diskursive Vorbereitung habe ich heute Nachmittag was geschrieben.

Wer links wählt ist DUMM. Hier wird den Wähler:innen der Linken politischer Analphabetismus unterstellt: ihnen fehlt es an rationaler Urteilskraft. Dasselbe wird auf Frauen bezogen, auf junge Menschen, auf Muslime, auf Menschen mit Mirgationsgeschichte und „woke“. www.welt.de/debatte/plus...

welt.deKampf gegen Rechts: Der neue politische Analphabetismus - WELTRechts wird jede Abweichung vom Mainstream sofort mit dem Nationalsozialismus verbunden. Nach links verschwindet die historische Erfahrung fast vollständig.

Diese Menschen sind -dumm -ökonomisch ahnungslos - politisch analphabetisch - verblendet - wählen das Kalifat - ein urbanes Milieu ohne Wirklichkeitskontakt - emotional satt rational - moralisch statt rational Diese Personen werden epistemisch herabqualifiziert.

Die Einführung des WAHLRECHTS FÜR FRAUEN war "ein Meilenstein auf dem Weg des Abstieges der westlichen Zivilisation,“ sagt Lukas Courtial von der AfD. Bei der "Staatsreperatur" in Berlin hielt er am 25. August einen Vortrag dazu. Ähnliche Äußerungen kommen von Afonso Gonçalves, Gründer von

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„Die jungen Berliner Frauen haben das Kalifat gewählt. Burka statt bauchfrei.“ (Thorsten Alsleben, Geschäftsführer der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft, absolut CDU-nah, absolut "Mitte" (!!!))

Poschardt, Maaßen, Tichy, NIUS und Apollo erspare ich euch. Leicht zu finden und erwartungsgemäß drastisch (Das Wort "DUMM" fällt inflationär.). Was leider schon fast ebenso erwartungsgemäß ist: Dass sie den Diskurs von morgen bestimmen.

Die Einführung des WAHLRECHTS FÜR FRAUEN war "ein Meilenstein auf dem Weg des Abstieges der westlichen Zivilisation,“ sagt Lukas Courtial von der AfD. Bei der "Staatsreperatur" in Berlin hielt er am 25. August einen Vortrag dazu. Ähnliche Äußerungen kommen von Afonso Gonçalves, Gründer von

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„51% der jungen Frauen in Berlin haben ‚Die Linke‘ und 33% die Grünen gewählt. Es ist leider so, daß unser derzeitiges Bildungssystem eine Riege von völlig verblendeten, gendernden, ökonomischen und historischen weiblichen(!) Analphabeten schafft…..“ (Monika Gruber)

„Die Linke ist zur politischen Vertretung für Islamisten und junge woke Frauen geworden (...) Die gesellschaftlichen Folgen sind massiv und müssen schleunigst begradigt werden.“ (Rüdiger Lucassen, MdB, AfD)

Die Einführung des WAHLRECHTS FÜR FRAUEN war "ein Meilenstein auf dem Weg des Abstieges der westlichen Zivilisation,“ sagt Lukas Courtial von der AfD. Bei der "Staatsreperatur" in Berlin hielt er am 25. August einen Vortrag dazu. Ähnliche Äußerungen kommen von Afonso Gonçalves, Gründer von

Reconquista Portugal, Janusz Korwin-Mikke, früherer Europaabgeordneter, und Doug Wilson, der von Hegseth ins Pentagon eingeladen wurde. Die Begründung ist dieselbe wie vor 150 Jahren: Frauen können nicht rational denken, sie brauchen die Unterordnung unter einen Mann.

Und jetzt ein paar Stimmen nach der Berlin-Wahl: „Woman. No surprise here. A huge majority of Woman voted for the Islamomarxist Block.“ (Sellner) Der erwähnte AfD-Courtial antwortet: „Men voted left to please those women.“

Murmeltier reposted

Wir brauchen eine #AufklärungskampagneMECFS! @bmg-bund.bsky.social, nehmen Sie sich ein Vorbild an #RitaSuessmuth! #MEcfs tötet. Aufklärung rettet Leben. Apropos: Medizinische Versorgung ist ein #Menschenrecht #MEAWarenessHour

Wisst ihr noch in den 80er Jahren? Als die etablierten Parteien das GG noch ernst genommen haben und das @bmg-bund.bsky.social die #BZgA damit beauftragt hat, eine Präventionskampagne namens "Gib Aids keine Chance" gestartet hat? Wann kommt "Gib ME/CFS keine Chance"? Frage stellvertretend für meine

Murmeltier reposted

die sache ist die. egal, was bei den enteignungsplänen der linken am ende rauskommt: die mediale debatte wird die nächsten monate von diesem thema beherrscht werden. und das bedeutet, dass sie nicht mehr von rechten themen beherrscht wird. und das ist allein bereits eine trendwende.

Murmeltier reposted

Stellt Euch vor, es würde in Reaktion auf die Berlin-Wahl in den nächsten Wochen bundesweit intensiv über die Frage gestritten werden, was man gegen horrende Mietpreise in Großstädten tun kann. Thema in allen Talkshows, Task-Force auf Bundes- & Landesebene. Volles Programm. Das wär doch mal was.

Murmeltier reposted

Die Linke hat in Berlin mehr Nicht-Wähler*innen mobilisiert als die AfD. Nicht-Wähler*innen sind vielfältig. Es lohnt sich immer und für alle Parteien, um sie zu kämpfen und sich zu fragen, welche Gruppen übergangen werden, welche nach Repräsentation suchen und welche sie aktuell verlieren.

Murmeltier reposted

Die AfD hat bei den Landtagswahlen 2026 ihre Ergebnisse gegenüber dem jeweiligen Landesergebnis bei der Bundestagswahl 2025 gar nicht mal so stark steigern können (wie man vielleicht denken könnte, wenn man immer nur den Vergleich zur vorherigen Landtagswahl sieht).

Mit der AfD verschieben sich nicht nur Inhalte, sondern, wenn wir nicht aufpassen, auch unser grundlegendes Verständnis von Demokratie. Söder sagt zur Wahl in SA: "Der Auftrag liegt eindeutig bei der AfD. Das ist jetzt Demokratie", und "die AfD muss diesen Regierungsauftrag erfüllen." 1/x

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Und genau hier schlägt das Demokratische ins Autoritäre um: Eine einzelne politische Kraft legitimiert sich als Ausdruck des "eigentlichen Willens der Menschen“, und die pluralistischen Verfahren, in denen unterschiedliche Interessen verhandelt und Mehrheiten erst gebildet werden, 8/x

werden ausgeschaltet. Denn sie erscheinen auf einmal als störendes und letztlich illegitimes Hindernis der Herrschaft jenes konstruierten Willens der Menschen, den man deshalb nicht einmal den "Volkswillen" nennen muss. 9/9

Mit der AfD verschieben sich nicht nur Inhalte, sondern, wenn wir nicht aufpassen, auch unser grundlegendes Verständnis von Demokratie. Söder sagt zur Wahl in SA: "Der Auftrag liegt eindeutig bei der AfD. Das ist jetzt Demokratie", und "die AfD muss diesen Regierungsauftrag erfüllen." 1/x

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Diesele verquere Logik begegnet uns ständig in Formulierungen wie „Die Menschen wollen“, „die Bürger haben entschieden“, „man kann die Wähler nicht länger ignorieren“ Aus vielen Menschen mit unterschiedlichen politischen Willen werden hier rhetorisch DIE BÜRGER 6/x

mit angeblich gemeinsamen Sorgen und Nöten, und vor allem: einem gemeinsamen Willen, gemacht. Und die, die anders denken, fallen unter den Tisch. Selbst wenn sie, wie in SA, in der Mehrheit sind. Die stärkste Minderheit soll über sie hinweg regieren. 7/x

Mit der AfD verschieben sich nicht nur Inhalte, sondern, wenn wir nicht aufpassen, auch unser grundlegendes Verständnis von Demokratie. Söder sagt zur Wahl in SA: "Der Auftrag liegt eindeutig bei der AfD. Das ist jetzt Demokratie", und "die AfD muss diesen Regierungsauftrag erfüllen." 1/x

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Und Söder? Dreht die Logik parlamentarischer Demokratie um: Die stärkste Minderheit, also die AfD, habe "den Auftrag" zur Regierung. Einigt sich hingegen die Mehrheit der Abgeordneten auf eine Regierung ohne Beteiligung der AfD, wäre das Söder ein "Zusammenbasteln irgendwelcher Mehrheiten". 4/x

Das bedeutet doch ungefähr: Sollten sich die gewählten Repräsentanten aller auf diese - bis vor Kurzem von allen Demokraten für richtig gehaltene - Lösung verständigen, wäre das nichts als ein formaler Trick, mit dem der "Auftrag der Wähler" ignoriert würde. 5/x

Mit der AfD verschieben sich nicht nur Inhalte, sondern, wenn wir nicht aufpassen, auch unser grundlegendes Verständnis von Demokratie. Söder sagt zur Wahl in SA: "Der Auftrag liegt eindeutig bei der AfD. Das ist jetzt Demokratie", und "die AfD muss diesen Regierungsauftrag erfüllen." 1/x

Man könne nicht dauerhaft "irgendwelche Mehrheiten zusammenbasteln", um die AfD von der Regierung fernzuhalten. Solche Äußerungen empfinden wir mal ganz normal, dabei stellen sie die Verfassung (von SA, ebenso wie das GG) von den Füßen auf den Kopf. 2/x

Denn gewählt wurde weder eine Regierung noch ein Ministerpräsident. Gewählt wurde ein Parlament, also eine Gruppe höchst unterschiedlicher Menschen mit höchst unterschiedlichen Einstellungen. Nicht die AfD ist jetzt am Zug, sondern diese bunte Truppe von Repräsentanten von ALLEN. 3/x

Hätte irgendwer vor einem Jahr gedacht, dass wir heute bei einem Diskurs angekommen sind, der sowas zulässt? Ich habe das Gefühl dafür verloren, wie schnell die Welt sich verändern kann, seitdem sie sich in Richtung Barabrei entwickelt.

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Als Beschreibung der Merz‘schen Logik trifft das leider in‘s Schwarze.

Rolf Eustergerling@euro42.bsky.social

"Um die Steuerhinterziehung der Superreichen weiter gewährleisten zu können, müssen wir das Existenzminimum leider auf Null setzen." Friedrich Merz, frei übersetzt.