Dr. Dolch

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@drdolch.bsky.social

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Die Junge Union fordert ein Gremium auf Bundesebene, dass Rechtsbrüche (sic!) der Berliner Landesregierung dokumentieren soll. Das haben die gerade ernsthaft einstimmig auf ihrem "Deutschlandtag" beschlossen. Das ist doch alles nicht mehr rational zu erklären.

Die Linke Berlin wurde ja nicht wegen ihrer Position zum Nahost-Konflikt mit über 25 Prozent gewählt, sondern weil sie den Leuten versprochen hat, ihre Lebensumstände konkret zu verbessern. Ich weiß, ganz steile These.

Der Linken in Berlin kann man kaum vorwerfen, keine Kompromisse einzugehen, um Rot-Grün-Rot zu ermöglichen. Das ein oder andere linke Basis-Mitglied darf sich gerne fragen, ob ihm der weit entfernte Nahost-Konflikt wirklich wichtiger ist als die Verbesserung der Lebensumstände der Berliner*innen.

In Sachsen-Anhalt wurde nun tatsächlich ein rechtsextremer Landtagspräsident gewählt, auch mit Stimmen von BSW und (höchstwahrscheinlich) CDU. Gut, dass sich die Medien in den letzten Wochen darauf konzentriert haben, eine Regierende Bürgermeisterin von der Linken zu verhindern. Prioritäten und so.

Eine CDU-Politikerin fordert SPD und Grüne auf, in Berlin nicht mit der Linken zu koalieren (und dafür natürlich mit der CDU). Und das ist der Tagesschau jetzt ernsthaft eine Nachricht wert. Es ist alles so komplett irre.

Worum es nach dem Anschlag auf den Berliner CSD geht: 👉 härteres Jugendstrafrecht 👉 noch mehr Überwachung 👉 Ausländer raus! Worum es nicht geht: 👉 queere Menschen

Es ist schwer zu ertragen wie Rechte diesen furchtbaren Anschlag auf den Berliner CSD nun für sich instrumentalisieren wollen. Heute zeigen sie sich ganz betroffen und morgen hetzen sie wieder gegen queere Menschen, CSDs und Regenbogenfahnen. Der Schutz queerer Menschen ist denen scheiß egal.

Ich sag wie es ist: Leute wie Danger Dan und Igor Levit tun mehr für den Antifaschismus in diesem Land als irgendwelche Antiimps, die versuchen, in wirklich jede Diskussion den Nahost-Konflikt reinzuziehen.

Dieselben, die sich heute über angebliche Gewaltaufrufe gegen Nazis in Danger Dans "Keine Angst" aufregen, feiern übermorgen mal wieder mit ganz viel Pathos das Stauffenberg-Attentat auf Hitler.

Ja, Dieter. Es war früher auch mal heiß. Aber nicht SO heiß. Und auch nicht so lange am Stück. Und auch nicht so häufig im Jahr. Und erst recht nicht im Juni. Also sei ruhig und vergiss nicht viel Wasser zu trinken.

Die Politik der Union ist unsozial, abgehoben, armenfeindlich, kinderfeindlich, frauenfeindlich, migrantenfeindlich, klimafeindlich usw. usf. Eines ist sie ganz sicher nicht: faschistisch. Solche Äußerungen sind wirklich nicht hilfreich.

Anstatt nämlich über den Sozialkahlschlag dieser Bundesregierung zu sprechen, sprechen wir jetzt darüber, ob man die Union faschistisch bezeichnen darf oder nicht. Dieser Hau-drauf-Populismus hilft nur der Union.

"Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder dasselbe zu tun und ein anderes Ergebnis zu erwarten." (Albert Einstein) Ich muss dabei oft an CDU und CSU denken. Wenn sie sich z.B. mal wieder am Bürgergeld abarbeiten, obwohl es ihnen schon in der Vergangenheit nichts in den Umfragen gebracht hat.

Ich find's sehr lustig, dass die Union damit argumentiert, die Bundesjugendspiele bräuchten wieder mehr Wettkampf, damit Kinder lernen mit Niederlagen umzugehen. Das ist dieselbe Partei, die nach der verlorenen BaWü-Wahl erstmal die beleidigte Leberwurst spielte. Hat voll gut funktioniert bei denen.

Man muss kein Fan der Grünen sein (was ich wirklich nicht bin), um den Umgang der Medien mit dieser Partei merkwürdig zu finden. Es wirkt so, als müsste sie sich dafür entschuldigen, dass sie auf den letzten Metern die Wahlen in BaWü gewonnen hat, v.a. weil ihr Spitzenkandidat beliebter war. Absurd.

Das Tarifergebnis für den ÖD der Länder ist richtig frech. Für die ersten 5 Monate gibt es eine Nullrunde. Die drei Mini-Erhöhungen über 2 Jahre gestreckt, reichen nicht mal annähernd aus, um die Kostensteigerungen der Vergangenheit auszugleichen. Und schon gar nicht die, die noch kommen.

Die Arbeitgeber holen die Praxisgebühr aus der Mottenkiste. Wie wäre es stattdessen mit einer 3-tägigen Karenzzeit für alle Arbeitnehmer*innen - also dass man erst ab dem vierten Tag eine Krankschreibung braucht? DAS entlastet Ärzt*innen und Arbeitnehmer*innen und spart wirklich Arztbesuche ein.

Es ist natürlich kein Zufall, dass der Arbeitgeberverband auch die telefonische Krankschreibung kritisiert. Es geht nicht darum, das Gesundheitssystem zu entlasten. Es geht darum, dass man sich gefälligst krank zur Arbeit schleppen soll. So durchsichtig.

Toll. Jetzt teilen wieder alle eine Forsa-Umfrage, weil die AfD vor der Union liegt. Und machen damit genau das Geschäft der AfD, das v.a. davon lebt, dass ständig und überall über sie geredet wird.

Die Union muss sich sehr gut überlegen, ob sie wirklich will, dass dieses Land wieder vom Mob regiert wird. Denn wenn sie diese Geister rufen, werden sie sie nicht mehr los.

In der Diskussion um die Wahl von Frauke Brosius-Gersdorf wird wieder ein ganz wesentliches Problem der Union deutlich: Ein Teil ihrer Abgeordneten verwechselt Twitter immer noch mit der Realität.

Es ist kein Zufall, dass Plagiatsvorwürfe kurz vor Wahlen auftauchen. Weil Journalist*innen solche Vorwürfe erstmal ungeprüft übernehmen. Die schnelle Nachricht ist wichtiger ist als Sorgfalt. Das muss endlich aufhören! Medien haben eine Verantwortung. Sie sind nicht die Pressestelle von Parteien.

Spannend dass eine Kandidatin für das BVerfG in den Medien als "umstritten" gilt, nur weil sie liberale Positionen vertritt, aber ein "Plagiatsjäger" nicht, obwohl er schon mehrfach durch Falschbehauptungen aufgefallen ist und in einem Fall wegen übler Nachrede rechtskräftig verurteilt wurde.

Dass die Union mit dem selbsternannten "Plagiatsjäger" Stefan Weber zusammenarbeitet, um die Wahl einer missliebige Kandidatin für das BVerfG zu verhindern, setzt der ganzen miesen Show noch die Krone auf. Und das Medien das wieder komplett ohne Einordnung übernehmen, macht mich fassungslos.

Medien: Es ist so schlimm wie rau der Ton im Bundestag geworden ist! Auch Medien: Oh, die AfD hat wieder eklige Sachen gesagt! Lass uns drölfzig Artikel drüber schreiben!

CSDs werden angegriffen. CSDs müssen wegen Bedrohungen abgesagt werden. Aber, klar, sei mal „neutral“ Julia.

Annika Brockschmidt@ardenthistorian.bsky.social

"Regenbogennetzwerk des Bundestags muss sich vom CSD zurückziehen: Anders als in den Vorjahren wird das queere Regenbogennetzwerk des Bundestags nicht am Berliner CSD teilnehmen. Die Verwaltung verweist auf Neutralitätspflicht – der Veranstalter spricht von einer »Absage an Grundrechte«."

Sie hatte nur ein scheiß ACAB auf dem Pullover und CDU/CSU, SPD und Grüne überbieten sich darin, wer schneller einem rechten Shitstorm nachgibt. Sie haben einfach gar nichts gelernt.

Aus Angst davor, dass Rechtsextreme sie in den Abgrund werfen, springen ARD und ZDF lieber selbst hinein. Es macht nur noch fassungslos wie der ÖRR im Umgang mit Nazis wirklich auf ganzer Linie versagt.

Zwei Parteivorsitzende verlieren eine Wahl. Der Mann wird Minister und Vizekanzler. Die Frau wird immer stärker bedrängt, ihren Posten zu räumen. Alles so wie immer also.

Wenn der Trans-Hass so hart kickt, dass du eine vollkommen überdrehte Geschichte über eine Polizistin erfindest, die weder trans ist noch Männer mit Penispumpen verprügelt hat. Wird wenigstens richtig teuer für BILD. Das Leben von Judy S. bleibt dennoch zerstört. Ich habe nur Verachtung dafür übrig.

Natürlich muss sich die hustende und schniefende Frau ohne Maske im ÖPNV fast auf meinen Schoß setzen. Menschen sind in der Pandemie einfach komplett zu ignoranten Arschlöchern mutiert.

Was hierbei vollkommen untergeht. Durch die Bauarbeiten am Gleisdreieck hat die BVG momentan das Angebot auf U1 und U3 de facto halbiert. Und trotzdem bekommen sie es nicht hin, dass wenigstens diese Züge zuverlässig fahren. Wie soll das erst werden, wenn alles wieder nach normalen Fahrplan läuft?

BUND Berlin@bundberlin.bsky.social

Der Kurier glaubt zwar, dass wir uns eigentlich nur mit Blümchen und Bienchen beschäftigen, aber sei's drum. #BVG & @senmvku.bsky.social müssen handeln bei #U1, #U2, #U3, #U4 & #U12! www.berliner-kurier.de/berlin/nach-...

Vielleicht sind wir ja auch deshalb gefühlt viel wütender als noch vor ein paar Jahren, weil das Internet die Wut als Geschäftsmodell für sich entdeckt hat und sie immer wieder neu anstachelt und befeuert. Wut klickt gut.

Auf meine Bemerkung, dass mir die letzten Tage zeigen, warum ich die Finger von Aktien lasse, schrie mich virtuell so ein Aktien-Fanboy an, dass ich halt „leistungslos Geld verdienen will.“ Der glaubt ernsthaft, es sei ne Leistung in Aktien zu investieren und dann andere für sich arbeiten zu lassen.

Klar, schuld am desaströsen Zustand von BVG und S-Bahn sind natürlich die Beschäftigten, die ein paar Tage streiken. Diese billige Stammtisch-Polemik des Berliner Fahrgastverbands gegen Streiks geht mir schon seit geraumer Zeit auf die Nerven.

Wer Fahrgästen zahllose Streiks und langwierige Vollsperrungen in den Weg stellt, muss sich über sinkende Nachfrage nicht wundern. Dasselbe Bild könnte 2025 beim Landesbetrieb #BVG entstehen. Aber was sagen diese Fahrgastzahlen eigentlich über die Qualität der Dienstleistung aus? Genau. Gar nichts.

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Dass kaum ein Tag vergeht an dem irgendwas ist (Bahn kommt zu spät, Bahn kommt gar nicht, Signalstörung etc. pp.) ist sicherlich auch schuld der Beschäftigten und nicht etwa der Umstand, dass der ÖPNV in Berlin schlicht kaputt gespart wurde.

Ich als Fahrgast habe ein großes Interesse daran, dass diejenigen, die mich jeden Tag rund um die Uhr sicher an mein Ziel bringen, dafür auch angemessen bezahlt werden. Beschäftigte und Fahrgäste gegeneinander auszuspielen, ist extrem kurzsichtig.

Klar, schuld am desaströsen Zustand von BVG und S-Bahn sind natürlich die Beschäftigten, die ein paar Tage streiken. Diese billige Stammtisch-Polemik des Berliner Fahrgastverbands gegen Streiks geht mir schon seit geraumer Zeit auf die Nerven.

Wer Fahrgästen zahllose Streiks und langwierige Vollsperrungen in den Weg stellt, muss sich über sinkende Nachfrage nicht wundern. Dasselbe Bild könnte 2025 beim Landesbetrieb #BVG entstehen. Aber was sagen diese Fahrgastzahlen eigentlich über die Qualität der Dienstleistung aus? Genau. Gar nichts.

Dass ich gestern 1,5 Stunden für eine Strecke brauchte, die sonst 45 Minuten dauert, ist sicherlich auch schuld der Beschäftigten. Und nicht die schlechte Baustellenplanung der BVG am Gleisdreieck, die dazu führt, dass 50 % des üblichen Angebots wegfällt und dann trotzdem noch Bahnen ausfallen.

Stell dir vor du stürmst mit einer Waffe das US-Kapitol, weil du das Wahlergebnis doof fandest. Und ein paar Jahre später bekommst du ein riesiges Porträt mit schönen Fotos, weil dein Sohn die Courage hatte, dich dafür anzuzeigen. Was stimmt bei euch eigentlich nicht @spiegel.de?

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Überhaupt diesen Fall als Beispiel für zerrissene Familien in den USA unter Trump zu nehmen, ist so komplett daneben. Ihr habt wirklich nichts anderes gefunden als einen durchgeknallten Extremisten, der meinte ein Wahlergebnis mit Waffengewalt "anfechten" zu müssen?

Eine Vermögenssteuer würde 30 Milliarden Euro im Jahr bringen. Aber, hey, bevor wir die Reichen in die Pflicht nehmen, lass uns lieber was nachen, worunter alle leiden.