finn st. pierre

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@flstp.bsky.social

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Die Einführung in den Postfundamentalismus von @saragebh.bsky.social und @sergejseitz.bsky.social ist eine, wie Richard Rorty sie liebte, „ambitious, swooshy Geistesgeschichte“ – nur im Zeitraffer. Die Rekonstruktion von 32 Autor:innen auf 130 Seiten. Ich habe ein bisschen was darüber geschrieben.

Theorieblog@theorieblog.bsky.social

Sara Gebh und Sergej Seitz haben eine Einführung zum Postfundamentalismus geschrieben – das ist nicht trivial und verdient Kritik. I. Dass nach Heidegger anders über Politik zu denken ist als vor ihm und man hinter diesen Stand auch nicht mehr... https://www.theorieblog.de/?p=30688

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Der westliche Naturalismus hat unseren Blick auf die Welt geformt. Aber der Blick ist anachronistisch, diese Art der Weltgestaltung ist destruktiv, wie Philippe Descola in seinem neuen Buch zeigt. Meisterhaft bereitet er den Boden für einen Dialog zwischen Anthropologie und politischer Theorie. Out!

Mounir Zahran@mounirzahran.bsky.social

Für DLF habe ich meinen Beirut-Essay vom letzten Jahr umgeschrieben und in Teilen aktualisiert. Über diese, wie ich finde, gelungene Einlesung des Textes habe ich mich sehr gefreut. www.deutschlandfunk.de/beirut-naher...

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Für den @theorieblog.bsky.social habe ich eine Rückschau auf 70 Jahre BRAVO verfasst. Hier geht's zum Beitrag:

Theorieblog@theorieblog.bsky.social

Heute vor 70 Jahren erschien die erste Ausgabe der BRAVO, zu erwerben für 50 Pfennig, mit einer Auflage von 30.000 Exemplaren (Farin 2010). Das sich zunächst amerikanischer Popkultur und Stars widmende Magazin wurde zum Kult für viele Generationen... https://www.theorieblog.de/?p=31070

Wirklich gelungener, im Spätsommer unverdient etwas untergegangener Text. Abseits der innerdisziplinären Selbstbeschäftigungen und metatheoretischen Selbstbefragungen sind die unmittelbar aufs Zeitgeschehen zugreifenden Texte auf dem Blog weniger geworden. Angesichts dieses Texts ohne guten Grund.

Theorieblog@theorieblog.bsky.social

Heute vor 70 Jahren erschien die erste Ausgabe der BRAVO, zu erwerben für 50 Pfennig, mit einer Auflage von 30.000 Exemplaren (Farin 2010). Das sich zunächst amerikanischer Popkultur und Stars widmende Magazin wurde zum Kult für viele Generationen... https://www.theorieblog.de/?p=31070

Wir leben ja in den glücklichen Zeiten, da das Archiv des Merkurs digital zugänglich ist. Wir müssen uns deswegen nicht mehr auf akademische Gerüchte und das Geraune in einer Arte-Doku verlassen. Wir können selbst nachlesen: beispielsweise den letzten Satz von Habermas Rezension von Kritik und Krise

„…if philosophy amounts to playing language games with jargon, then we academic philosophers might as well pack things up and call it a day—surely, there must be something better for us to do.“

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... den gewöhnlichen Akteuren, sondern nur dem theoretisch fundierten Beobachter erschließt. Das ist die bisher radikalste, aber womöglich auch monologischste Kritik an Rosa. Denn das Ergebnis gleicht einem Abbruch der Kommunikation zwischen den Disziplinen:

Die Soziologie weiß - zumindest wird ihr das attestiert - mit philosophischen Begriffen nichts anzufangen und die Philosophie scheut den Kontakt mit einer als platonistisch abgestempelten Soziologie. Sie bleiben unvermittelt, füreinander stumm.

So wie Heidegger Nietzsches Platonkritik noch als einfache „Umdrehung“ des Platonismus liest, die dessen dualistische Grundstruktur unangetastet lässt, wird für Bedorf „Rosas Kritik an der Binarität der Konstellation kurioserweise selbst binär“.

Konsequenterweise lehnt Bedorf mit dem Platonismus auch gleich das Projekt einer so an Heidegger anschließenden Soziologie ab. Immerhin nimmt diese doch ganz wie Platon an, dass hinter der allein scheinbaren Realität des common sense eine grundlegendere Wirklichkeit liegt, die sich nicht ...

Foucault, 1975 – Wahrscheinlich ist es das, was in all den Habermas Nachrufen gefehlt hat und was er aber selbst in seinen "Profilen" noch so charmant zeigte: Die Aneignung in fremden Vokabular. Er hätte ein Recht darauf, produktiv missverstanden zu werden. Umso enttäuschender all das Epigonentum.

Im neuen Heft: Kaube verhegelt heuristische Dichotomien zur Dialektik der Ideengeschichte Zweifelhaft, ob die Form der @ideengeschichte.bsky.social solch einem Anspruch im Inhalt überhaupt gerecht werden könnte. Die dreißig Seiten Metakritik zum Zeitschriftsprogramm sind aber alle sehr lesenswert!

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Adler Mannheim vs. Eisbären Berlin 1:4 | ENDE | Tore: Ty Ronning (20. & 44.) & Liam Kirk (22.) & Eric Mik (58./EN) #MANvsEBB #GeilsteZeit #PO26 #1Team1Dream

Gegen die Entgrenzung des Krieges lässt sich nur schwer das Eigenrecht privaten Glücks behaupten. Mounir erzählt auch von den kleinen Kulturtechniken dieses (sich) Behauptens, dessen Kontrafaktizität gegen die Ohnmacht einer ganzen Region gerichtet ist. Das Lügen macht dann frei, für einen Moment.

Mounir Zahran@mounirzahran.bsky.social

Meine Eindrücke aus Beirut im März im @redaktionmerkur.bsky.social – über das neue Wesen des Krieges und die feine Grenze zwischen privater Emotionalität und öffentlicher Anteilnahme. www.merkur-zeitschrift.de/artikel/beir... (Gratislink)

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Replying to @flstp.bsky.social

"Es geht Wittgenstein wie Heidegger und Adorno um die heilende Klärung des in der profanen Präsenz Verdeckten und Verpuppten, also um die Analyse eines Hintergrundes, der als solcher unaussprechlich ist." (3/3)

Mitreißend, wie Martin im Staccatostil den Philosophiekanon durch- und den historischen Variationen seines Themas virtuos nachgeht. Die Genese der konzeptionellen Trias der Kritiken Kants ist kaum nacherzählt, schon setzt er an zu einer Kritik am Wertbegriff und an Habermasens politischer Theorie.

Nach 40 weiteren „Berliner Tagen“ liefert @victorloxen.bsky.social zu Koskenniemis Schmitt-Lecture eine Besprechung, welche den Vortrag so dicht wie charmant reproduziert. Beide übersehen jedoch die performative Pointe jener eben polemischen Warnung Habermasens vor Schmitt („Don’t go there!“):

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Und wenn man den von Habermas allzu abgenutzten Vorwurf eines performativen Widerspruchs nicht gegen ihn selbst wendet, sondern „postmodern enough“ die eigenen Aporien aushält, ließe sich aus dieser Anekdote etwas über ihren Kontext hinaus lernen.

Nach 40 weiteren „Berliner Tagen“ liefert @victorloxen.bsky.social zu Koskenniemis Schmitt-Lecture eine Besprechung, welche den Vortrag so dicht wie charmant reproduziert. Beide übersehen jedoch die performative Pointe jener eben polemischen Warnung Habermasens vor Schmitt („Don’t go there!“):

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zaghaft Einspruch anmeldet. Die gleichzeitig polemische *und* normative Qualität von Kants Ewigem Frieden kann Koskenniemi so nicht recht begreifen, während für Victor der Weltgeist weitergezogen scheint.

Nach 40 weiteren „Berliner Tagen“ liefert @victorloxen.bsky.social zu Koskenniemis Schmitt-Lecture eine Besprechung, welche den Vortrag so dicht wie charmant reproduziert. Beide übersehen jedoch die performative Pointe jener eben polemischen Warnung Habermasens vor Schmitt („Don’t go there!“):

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(intersubjektiv „durchsichtigen“) normativen Kriterien nicht als solchen. Es ist gerade die in der Person Habermas verkörperte Gleichzeitigkeit von Polemik und Kantianismus, welche zeigt, dass man zwischen beiden eben nicht wählen muss. Zur Melancholie des „grauesten Graus“ ist kein Anlass.

Andersherum ist es gerade das polemische Moment der sozialtheoretischen Begriffsbildung, welches uns auf mehr als nur kämpferische Utopien verbürgt. Dieses „mehr“, diesen normativen Überschuss sowohl der Polemik als auch das Rechts kriegt Koskenniemi nicht in den Blick, wogegen Victor nur allzu

Nach 40 weiteren „Berliner Tagen“ liefert @victorloxen.bsky.social zu Koskenniemis Schmitt-Lecture eine Besprechung, welche den Vortrag so dicht wie charmant reproduziert. Beide übersehen jedoch die performative Pointe jener eben polemischen Warnung Habermasens vor Schmitt („Don’t go there!“):

Die irreduzible Mannigfaltigkeit (Humboldt) der Gesellschaft unterläuft zwar als nie versiegende Quelle der Polemiken jegliche wie auch immer rein juristische, ökonomische oder sozialwissenschaftliche Bestimmungen. Die so zwangsläufig sich einstellenden Verflüssigungen erodieren jedoch den Grund der

Worin besteht denn eigentlich diese merkwürdige Sogkraft, welche Affären von Intellektuellen auf uns ausüben? Wenn sie mehr sein sollte als nur gebildeter Gossip, dann muss sie in der eigentümlichen Dynamik liegen, welche sich zwischen den zwei sich im Medium des Denkens Liebenden entwickelt:

finn st. pierre@flstp.bsky.social

Julian Schütt fügt im zweiten Teil seiner Frisch-Biographie der Geschichte des merkwürdigen Faszinosums Bachmann-Frisch eine noch vor dem Kennenlernen im Frühjahr 1958 einsetzende, weitere Anekdote hinzu—Natürlich spielt der @redaktionmerkur.bsky.social eine Rolle, welchem B auch Gedichte lieferte

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Ihr unverkennbare Antriebskraft gewinnt sie aus jenem Begehren, welches man entgegen der alltagssprachlichen Verwendung als „Philosophie“, also als Liebe zur Weisheit bezeichnen könnte.

Es ist die Liebe für einander wie die Liebe zur Weisheit, die sich in der Beziehung zweier Intellektueller irreduzibel miteinander verschränkt und die vorher unverfügbare geistige Energien freisetzt, welche weit über die Beziehung selbst sowie das Werk der beiden Prägungs- und eben Sogkraft besitzt.

Worin besteht denn eigentlich diese merkwürdige Sogkraft, welche Affären von Intellektuellen auf uns ausüben? Wenn sie mehr sein sollte als nur gebildeter Gossip, dann muss sie in der eigentümlichen Dynamik liegen, welche sich zwischen den zwei sich im Medium des Denkens Liebenden entwickelt:

finn st. pierre@flstp.bsky.social

Julian Schütt fügt im zweiten Teil seiner Frisch-Biographie der Geschichte des merkwürdigen Faszinosums Bachmann-Frisch eine noch vor dem Kennenlernen im Frühjahr 1958 einsetzende, weitere Anekdote hinzu—Natürlich spielt der @redaktionmerkur.bsky.social eine Rolle, welchem B auch Gedichte lieferte

Jene Dynamik nämlich, die die Beteiligten zwar im gegenüber der Öffentlichkeit (vorerst) abgeschirmten Innenverhältnis herausbilden, verselbstständigt sich in die öffentlich werdende geistige Produktivität hinein.

Mit einem Feinsinn für die in Beirut aufeinandertreffenden Erwartungen und Erinnerungen fühlt Mounir zwischen Daumen und Zeigefinger eingespannt den vielen Strängen der Hoffnungen nach, die in dieser Hauptstadt der Levante zum mit Blut und Tränen benetzten Geflecht schicksalshaft zusammenlaufen;

Mounir Zahran@mounirzahran.bsky.social

Was, wenn sich die moderne Geschichte des Nahen Ostens immer wieder in Beirut verdichtet? In meinem neuen Essay im Merkur über Beirut als Brennspiegel libanesischer, palästinensischer und israelischer Erinnerungskultur - und indirekt auch der deutschen. merkur-zeitschrift.de/artikel/beir...

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An dem jedoch auch der Ausbruch aus der schicksalshaften Wiederkehr der Gewalt als unmögliche Möglichkeit am Leben gehalten wird, so wie sie die Stadt selbst wiederum am Leben hält — Doch was die Zukunft bringt, bleibt ungewiss:

„Ihre Jugend, die Araber von morgen, zugedröhnt bis zum Delirium, nichts denkend, nichts fühlend, nichts wollend, mit ihren halbgeöffneten Augen blicken sie durch die Einschusslöcher vergangener Gewalt. Wunschlos im Unglück sind sie, die Prinzen Beiruts, die Könige der Levante.“

Mit einem Feinsinn für die in Beirut aufeinandertreffenden Erwartungen und Erinnerungen fühlt Mounir zwischen Daumen und Zeigefinger eingespannt den vielen Strängen der Hoffnungen nach, die in dieser Hauptstadt der Levante zum mit Blut und Tränen benetzten Geflecht schicksalshaft zusammenlaufen;

Mounir Zahran@mounirzahran.bsky.social

Was, wenn sich die moderne Geschichte des Nahen Ostens immer wieder in Beirut verdichtet? In meinem neuen Essay im Merkur über Beirut als Brennspiegel libanesischer, palästinensischer und israelischer Erinnerungskultur - und indirekt auch der deutschen. merkur-zeitschrift.de/artikel/beir...

ein Geflecht, welches von den Beirutern zu jenem bunten Teppich verwoben wurde, der den Weg zwischen Vergangenheit und Zukunft weist. Die Stadt erscheint als magischer Ort, an dem lange Zeit Unmögliches möglich wird, zu oft im schlechten Sinne.

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