Arthur Honegger

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It’s personal ▪️ Dad ▪️Journo ▪️Host▪️Author ▪️Longtime 🇺🇸 Correspondent ▪️Davos born, all downhill from there

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Die Welt hofft. Auf eine Ende des Iran-Kriegs, die Öffnung der Strasse von Hormuz, atomare Schranken für das Mullah-Regime. Noch 2024 war Krieg gegen den Iran kein Thema. Noch diesen Februar war Hormuz offen. Noch 2017 setzte ein Atom-Deal dem Regime klare Grenzen. One man made the difference.

Freue mich über das klare Nein zur Halbierungsinitiative! Diese Unterstützung bedeutet uns viel. Und motiviert uns, weiterhin alles zu geben für guten Journalismus. Danke! 🙏🏼😁

Die USA erleben gerade eine unfassbare Drangsalierung der Bevölkerung durch die Staatsmacht. Die (erneut) tödlichen Schüsse in Minnesota sind nur ein Teil davon. Die Jagd nach Papierlosen durch ICE, Grenzpolizei und andere trampelt über Grundrechte hinweg - befeuert und finanziert aus Washington.

Die Schweiz steht kurz davor, einen Zoll-Deal mit Trump zu unterzeichnen. Das Oberste US-Gericht steht kurz davor, Trumps Zölle zu streichen. Beides wird wohl in den nächsten Wochen entschieden. Heisst: Ein «Bad Deal» für die Schweiz ist ein reales Risiko. #HighNoon in der #Handelspolitik.

Vor einem Jahr wurde #Trump erneut zum Präsidenten der USA gewählt. «We‘re going to fix everything about our country», sagte er danach. «Fix» ist ein relativer Begriff. Fakt ist: Ein Jahr nach dem Sieg ist die Zustimmung für seine Politik am Tiefpunkt, die Ablehnung so hoch wie nie seit Amtsantritt.

Wundert mich, dass man sich darüber aufregen kann. Wer nach 9/11 die Stimmung in NYC und in den USA erlebt hat, die Diskussionen um die «Ground Zero Mosque» etwa, muss die Entwicklung seither anerkennen – selbstverständlich ist sie nicht. Sie ist einfach … very NYC.

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Egal, was man von seinen Ideen hält: Dass New York City mit Zohran #Mamdani erstmals einen Muslim als Bürgermeister wählt, wenig mehr als zwanzig Jahre nach 9/11, das bringt den offenen Geist dieser grossartigen Stadt auf den Punkt.

Egal, was man von seinen Ideen hält: Dass New York City mit Zohran #Mamdani erstmals einen Muslim als Bürgermeister wählt, wenig mehr als zwanzig Jahre nach 9/11, das bringt den offenen Geist dieser grossartigen Stadt auf den Punkt.

Trotz meiner Sorge darüber, dass sich mehr und mehr Menschen abwenden vom Journalismus: In der Schweiz ist das Vertrauen in News-Medien recht hoch (Reuters Digital News Report 2025). Und es wächst sogar. Das zeigt, dass der Wert des Journalismus für die Gesellschaft durchaus verankert ist. (1/2)

Interessant: Das Vertrauen steigt vor allem in der Deutschschweiz. Und am höchsten ist es bei klassischen Schweizer Medien, sei es Öffentlicher Rundfunk oder Presse. Ausländische News-Portale liegen weit dahinter. Das stärkt meinen Glauben an den Journalismus aus der Schweiz, für die Schweiz! (2/2)

Das gibt mir zu denken: Fast die Hälfte der Menschen in der Schweiz wendet sich vom Journalismus ab. Klar, in Zeiten der Kriege und Katastrophen denke auch ich manchmal «Hey, das wird mir zu viel». Nichts gegen Pausen für positive Vibes. Aber ein generelles Vermeiden von News ist gefährlich. (1/3)

Denn der eigene Feed auf Social Media ist – genau das: Der EIGENE Feed. Dort dominieren Informationen, die User-Ansichten bestätigen. Darauf ist der Algorithmus ausgerichtet, auf TikTok, Insta, Snap, überall. Weil es funktioniert. Andere Meinungen kommen so nicht vor oder werden weggewischt. (2/3)

Resultat: Jede Bubble ist sich selbst genug. Eine Weltsicht, die abweicht, wird als abwegig empfunden. Anders im Journalismus: Dort sind die Argumente aller relevanten Stimmen, sind Recherche und Einordnung Pflicht; von «Tagi» bis «Tagesschau», von «NZZ» bis «10vor10». #Journalism #Democracy (3/3)

Wenn #JimmyKimmel nach Kanada auswandern will, wäre er nicht der Einzige in den USA. Eine Gemeinde allerdings, die ihn bereits zum Ehrenbürgermeister ernannt hat, das kann nicht jeder vorweisen. Seit 2019 trägt Kimmel auf eigenen Wunsch den Titel "Mayor of Dildo". www.cbc.ca/news/canada/...

cbc.caIn Dildo, where Jimmy Kimmel is honorary mayor, some residents worry about U.S. free speech | CBC NewsABC suspended Jimmy Kimmel’s show because of his comments about the killing of Charlie Kirk.

Die USA haben viele Momente politischer Gewalt erlebt, von Lincoln bis JFK, MLK und vielen anderen. Das Attentat auf Charlie Kirk kommt nun zum dunkelsten Zeitpunkt: Statt zerstrittene Lager zu versöhnen, radikalisiert es politische Fundamentalisten weiter, was der Präsident befeuert statt mildert.

Entsetzlich, dass so etwas in den USA im Jahr 2025 passiert. Diese Politische Gewalt ist das Ergebnis einer Entwicklung, die über 15 Jahre zurückreicht: Aggressive Polarisierung, gespaltene Informationswelten – und eine Waffendichte, die weltweit einzigartig ist.

Trump glaubt, dass das Oberste Gericht seine Zölle noch absegnet. Möglich, zuletzt fielen einige Urteile des Supreme Court ja im Sinne der Regierung aus. Hier geht es aber um den Kern der US-Verfassung: Gewaltenteilung. Der Kongress macht Handelspolitik. Das Gericht wird das m. E. hoch gewichten.

Weiter verhandeln mit Washington ist sicher angezeigt. Gleichzeitig sollte die Schweiz auch mit den anderen grossen US-Handelspartnern wie Kanada, Taiwan, Indien etc. sprechen, deren Zolltarife unter Trump gerade explodiert sind. #ImpactIncrease und so. Quelle der Tabelle: @washingtonpost.com

Trumps Zollwut schockiert - doch könnte er damit gerichtlich scheitern: Er stützt sich auf ein Gesetz von 1977 zum nationalen Wirtschafts-Notstand – obwohl darin Zölle mit keinem Wort erwähnt werden. Die Gerichte prüfen nun, ob er damit seine verfassungsmässigen Schranken missachtet. (1/5)

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Am Ende wird das Oberste Gericht entscheiden. Es könnte Trumps Zölle kippen – dann stellt sich die Frage, ob die Regierung dennoch daran festhält. So ein Zoll-Diktat wäre allerdings schwer durchsetzbar, da US-Unternehmen sich weigern dürften, unrechtmässige Zölle zu zahlen. (4/5)

Zoll-Schock hin oder her: Trump umgeht bewusst den Kongress, um seine Handelspolitik durchzusetzen. Das ist nicht nur ein Problem für bilaterale Wirtschaftspolitik, sondern für die Gewaltenteilung gemäss US-Verfassung. (5/5)

Trumps Zollwut schockiert - doch könnte er damit gerichtlich scheitern: Er stützt sich auf ein Gesetz von 1977 zum nationalen Wirtschafts-Notstand – obwohl darin Zölle mit keinem Wort erwähnt werden. Die Gerichte prüfen nun, ob er damit seine verfassungsmässigen Schranken missachtet. (1/5)

Ein US-Handelsgericht urteilte bereits, Trump habe seine Macht überschritten. Das Urteil wurde zwar ausgesetzt. Die zuständigen Richter stellen allerdings infrage, warum es überhaupt Handelsgesetze gibt, wenn der Präsident sie per Notstand umgehen kann. (2/5)

Denn die Verfassung ist klar: Sie gibt dem Kongress die Kontrolle über Steuern und Handel. Trumps Vorgehen droht dieses Prinzip umzukehren. Staatsrechtler warnen vor einem bedenklichen Machtzuwachs der Exekutive. (3/5)

Zollwut die Zweite. Die Schweiz erlebt gerade, was Menschen in den USA täglich erfahren: Machtpolitik ohne Regeln, ohne Grenzen. Möglich, dass Gerichte Trump in Sachen Zölle noch in die Schranken weisen⬇️. Das wird indes noch Monate dauern. Für viele Schweizer KMU ein rabenschwarzer 1. August.

Was der Kongress da für Trump durchpeitscht, ist beispiellos: Ein Paket zu gross für Durchblick. Das ist gewollt: Steuern senken, primär für Wohlhabende, ist unpopulär. V. a. wenn dafür Krankenversicherung+Essenshilfe für Millionen Arme wegfallen. Auch Billionen neue Schulden verschweigt man lieber.

Trump ist nicht der erste US-Präsident, der sich überreden lässt, im Nahen Osten «Stärke zu zeigen». Aber der erste, der sich vom Premier eines anderen Landes dazu überreden lässt. Die USA sind nun Teil des Kriegs zwischen Israel und Iran – mit offenem Ausgang. Wie das zu «America First» passt? TBD.

Soldaten einsetzen gegen Zivilisten in #LosAngeles, Staatsangehörige anderer Länder heimlich nach #Guantanamo verfrachten - der Rechtsstaat ächzt an immer mehr Stellen unter der Regierung Trump. Klagen kommen, Gerichte schalten sich ein. So eine Politik verschiebt die US-Normalität derweil sofort.

Der Albtraum ist wahr geworden für die Bewohner von #Blatten: Ihr Dorf ist nicht mehr. Die Folgen der gewaltigen Geröll-Lawine, die Gefahr, wenn sich der Fluss nun staut, und wie es weitergeht für die Einheimischen: Alles bei #10vor10 heute, mit Interviews live aus dem Lötschental.

“I’m sorry, I don’t have a plane to give you,” Ramaphosa said, triggering some laughter and temporarily breaking the tension. 
“I wish you did,” Trump said. “I would take it.” #DayInTheLife #TrumpPresidency

Guantanamo sorgte im «Krieg gegen Terror» nach 2001 zu Recht für einen Aufschrei in der Welt. Die Rechte, die Gefangenen dort zugestanden wurden, gelten laut Trump und seinem Vollstrecker Bukele nicht für Menschen, die von den USA nach El Salvador abgeschoben werden. Wo ist der Aufschrei heute?

Das ist der Punkt, an dem niemand, der an den Rechtsstaat glaubt, Trump noch relativieren kann. Wer Gerichte ignoriert, Gesetze umgeht und Wahlresultate bestreitet, will keine andere Politik – sondern ein anderes System. Kein demokratisches.

Die Regierung Trump erinnert immer mehr an einen Feudalstaat: Wer sich verbeugt, dem Herrscher und seinem Hof Gaben bietet, darf weiter geschäften wie bisher. Rechtsstaat, regelbasierter Handel, das war gestern. Jetzt wird von allen Ländern erwartet, dass sie den Ring küssen. Oder in Trumps Worten:

Trump mag Zölle, weil er sie allein kontrollieren kann. Das sieht die Verfassung allerdings gar nicht vor: Der Kongress, nicht der Präsident, soll über Einnahmen bestimmen. Diese Macht liess der Kongress sich über Jahre nehmen. Er könnte sie zurückholen – schwierig derzeit, aber nicht unmöglich.