Monolog

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@monologe.bsky.social

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In meinem Alter [Quittieren Sie das bitte mit einem „Sie sehen viel jünger aus!“] stellt sich die Frage: Altersvorsorgedepot — lohnt sich dit noch? Der Staat, also Sie, knöpft mir monatlich Fantastilliarden an Steuern ab; rückt er mal was raus, werde ich nicht nein sagen — trotz aller Vorbehalte.

Wenn’s um Ökoscheiß geht, ist der Staat durchaus bereit, ein paar Mark fuffzich locker zu machen: Ohne Förderung wären PV und Wärmepumpe deutlich schwerer zu stemmen gewesen. So, nun habe ich auch mal was Positives geschrieben.

Es standen drei Themen für den nächsten Post zur Auswahl: Sozialismus, Weihnachtsmann und Altersvorsorgedepot. Ich verwerfe sie alle, um Ihnen stattdessen mitzuteilen, dass ich in der Mittagspause bei meiner Friseurin war.

„… Ground Zero des guten Benehmens“, lese ich und bin begeistert ob der Idee der Autorin [Henriette Kuhrt, NZZ am Sonntag Magazin], beides miteinander zu verbinden und habe die nächsten Minuten damit verbracht, Ground Zero, auch abseits 9/11, nachzuschlagen.

Abschiebungen nennen die Schweizer Ausschaffungen. [Sehen Sie diesen kleinen Hinweis bitte als Ersatz für ein Katzenfoto, mit dem dieser Account nicht dienen kann. Als Auflockerung quasi.]

Man sagt mir nach, mich könne anscheinend nichts aufregen. Es gipfelt in „Deine Arschruhe möchte ich haben“. Einzig der Kardiologe und die Gattin wissen, dass dem nicht so ist. Mein Nervenkostüm ist ein Negligé. Nichts liegt blank, aber viel Wind darf nicht sein.

Auf ARTE läuft ein Supertramp-Konzert aus dem Jahr 1975. Das ist über 50 Jahre her, und was mich dabei irritiert, ist der Umstand, dass es doch gerade erst vorgestern war, dass ich „Dreamer“ in der Top 40 auf BFBS mitgeschnitten habe.

Herbst ist Jazz — melancholisch, wehklagend, schwarzer Rollkragenpullover, Neonlicht spiegelt sich in Großstadtpfützen — verspielt, kindlich, Cocktailkleid, die Sonne funkelt durch das bunte Laub.

„GenZ regelt.“ Lasst die GenZ regeln. Lasst sie machen. Machen wir uns nichts vor: Unsere Generation hat es verkackt, in vielerlei Hinsicht. Nur: Die kriegen es genauso wenig hin. Glaubt denn irgendjemand, GenZ sei eine homogene Masse? Mumpitz! DIE Jugend, DIE Alten, DIE GenZ — was für eine Grütze!

„Die Falle“ auf Netflix — Ein weiteres Beispiel, dass eine Geschichte halbwegs interessant gewesen wäre, hätte man sie in 90 statt in rund 300 Minuten erzählt.

Ich könnte jetzt mosern, dass es verdammt lange gedauert hat. Stattdessen: Dass Bluesky nunmehr das iPad ausfüllt, ist erfreulich.

Ich folge dem ABBA-Bot und dem Faust-Bot, und wäre ersterer nicht in englischer Sprache, man merkte kaum einen Unterschied.

Ich verkneife mir, und es fällt mir schwer, einen Kalauer mit Faust auf Faust. Vielleicht kennen Sie das: Sie halten Ihren Einfall für die Granate schlechthin. Am Kaffeetisch gibt es betretenes Zu Boden schauen und auf Bluesky ein Mitleidsherzchen. Der ist wirklich gut. Nein, ich habe meinen Stolz.

Ein Mal im Jahr treffe ich den Ex-Kollegen, und jedes Mal ist es wieder wie an jedem Tag, an dem wir, uns gegenüber sitzend, über das Befinden, das Leben, die Politik und den ganzen Kram palaverten, nur dass es nicht mehr das Büro, sondern ein italienisches Restaurant ist. Dieser Tag war heute.

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Wenn über schroffen Fichtenhöhen Der Adler ausgebreitet schwebt, Und über Flächen, über Seen Der Kranich nach der Heimat strebt.

Heute schaute ich eine Folge aus der ersten Emergency Room-Staffel. Lucy aus Twin Peaks spielte eine Patientin. Nicht dass ich sie sofort erkannt hätte. Vielmehr kam ich nicht drauf. Ihnen dies mitzuteilen, dazu dient dieser Post.

Seit ich 12 war habe ich mit Ausnahme der COVID-Jahre in jedem Jahr mindestens ein Konzert besucht, eine Band, eine Sängerin, einen Sänger live gesehen. Dieses Jahr endet diese Serie. Ich bin endgültig alt.

Gestern sagte ein Berliner SPD-Hansel, die Berliner hätten den Politikwechsel gewählt und deswegen wolle die SPD jetzt mit der Linken. Richtig so, habe ich ihm gesagt. Also dem Fernseher. Um anzufügen, dass mir unverständlich sei, warum er dann gegen eine rechts-konservative Bundesregierung sei.

5.15 — Die Tasse Kaffee neben, die Morgenzeitung vor mir. Bowie behauptet in einem Lied, um 5.15 sängen die Engel. Ich lausche, aber das einzige, was singt, ist die Heizung. Bei 5 Grad da draußen geht das auch als himmlisch durch.

„Da hat sich einiges aufgestaut“, sagt der Korrespondent bei Tagesschau24 zu den Gewaltexzessen eines linksextremistisch-migrantisch geprägten Mobs in Frankreich und übt sich damit im öffentlichen-rechtlichen Auftrag ganz offensichtlich in der Relativierung.

Herbst führt uns die Vergänglichkeit vor Augen und lässt doch Raum für die Hoffnung, dass ein weiterer Frühling folgt.

Ganz gleich, ob Reichsbürger oder Hamas-Groupie — Ist es nicht schön, dass bei uns jede und jeder ihre und seine Meinung sagen darf? Das ist hier und da unerträglich, aber großartig.

2 Mann stets vor der Tür, 4 Sicherheitsleute, die die zukünftige Regierende Bürgermeisterin auf Schritt und Tritt begleiten — Der Verfassungsschutz kann sein Glück kaum in Worte fassen.

Der Mob regiert die Straßen; der Mob wird die Rathäuser regieren. Es muss erst ganz schlimm kommen, bevor es wieder besser wird.