Patrick Mokre

Patrick Mokre

@patrickmokre.bsky.social

political economics of inequality, labor, capitalism. economist @arbeiterkammer.at, research fellow @ineq-wu.bsky.social, phd from @thenewschool.bsky.social. book with güney işıkara : marx's theory of value at the frontiers.

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Lustige Grafik, unhaltbare Schlussfolgerung: in Europa hat Bruttorendite keinen erkennbaren Zusammenhang mit Bauaktivität von Wohneinheiten. Grad Österreich hat hohe Fertigstellungsquote bei geringen Renditen (erste Grafik und kommentar von Agenda Austria, zweite Grafik von mir zusammengeschustert).

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📢 #30FMM-Konferenz (22.–24. Oktober 2025, Berlin) Wir haben das Programm der diesjährigen FMM-Konferenz „Shaping macroeconomics in times of global transformation: 30 years of FMM“ veröffentlicht. Interesse an spannenden Vorträgen und Ergebnissen: Hier registrieren: tinyurl.com/3xumtpcs

tinyurl.comShaping macroeconomics in times of global transformation: 30 years of FMMDas Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) hat es sich zum Ziel gesetzt, der gesamtwirtschaftlichen Perspektive in der ökonomischen Forschung und in der wirtschaftspolitischen Diskus...

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📊Aktuelle @wifo.bsky.social-Prognose: Das reale Wachstum soll 2026 bei +0,9 % liegen (2027: +1,3 %). Eine Erholung stellt sich trotz unsicherer Weltlage ein. Die Arbeitslosenquote steigt auf 7,6 %, die Inflation liegt bei 3,3 %. Größter Risikofaktor ist die importierte Teuerung durch den Irankrieg.

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#Strukturreformen als Allheilmittel? Mitnichten. Weder werden sie einen Aufschwung auslösen noch kurzfristig das Budget sanieren, potenziell aber für Verunsicherung sorgen. Langfristig können sie trotzdem Sinn machen. Mehr dazu in meinem neuen Blog-Beitrag: www.awblog.at/Wirtschaft/A...

awblog.atAufschwung durch Allheilmittel Strukturreformen?Wie das Amen im Gebet folgt auf jede Krise der Ruf nach – in der Regel nicht konkret benannten – Strukturreformen, mit denen die Wirtschaft endlich wieder ins Laufen kommen solle. Und auf jede Krise f...

Anwar Shaikh hat seine Ökonomie nicht zum Rechthaben sondern zum Verstehen zusammengestellt. Er hat sich immer wieder sorgfältig an die großen Fragen herangearbeitet. Zum Beispiel die strukturellen Anteile der Einkommensungleichheit in diesem Papier von 2014 im Journal Physica A.

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Anwar Shaikh hat seine Ökonomie nicht zum Rechthaben sondern zum Verstehen zusammengestellt. Er hat sich immer wieder sorgfältig an die großen Fragen herangearbeitet. Zum Beispiel die strukturellen Anteile der Einkommensungleichheit in diesem Papier von 2014 im Journal Physica A.

Das Papier zeigt die grundlegende Herangehensweise an Ungleichheit in Shaikhs Ökonomie: 1. Fundamentaler Unterschied zwischen Arbeits- und Kapitaleinkommen 2. Strukturelle Dynamiken der Einkommensungleichheit betreffen alle Arbeitenden 3. Gruppenspezifische Ungleichheit ...

Der Kern der politischen Ökonomie von Anwar Shaikh ist sicher seine Wettbewerbstheorie. Er zeigte, dass Wettbewerb im entwickelten Kapitalismus eine wachsende Rolle spielt. In diesem Papier von 2008 bringt er Theorie und Empirie auf einen Nenner.

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Bei Marx ist der Wettbewerb das regulierende Prinzip für kapitalistische Akkumulation. Shaikh zeigt nur, dass dieses Prinzip und damit große Teile der marxistischen Analyse "auch" im späten Kapitalismus gelten. Er baut auf dem "turbulenten Ausgleich" auhc seine Ökonomie auf.

Ich teile (zuerst) das Papier von 2008, weil es auch Anwars mühelose Verbindung von theoretischer Debatte und empirischer Analyse zeigt. Wie Ahmet Tonak bezeugen kann war diese Verbindung für ihn fundamental.

Der Kern der politischen Ökonomie von Anwar Shaikh ist sicher seine Wettbewerbstheorie. Er zeigte, dass Wettbewerb im entwickelten Kapitalismus eine wachsende Rolle spielt. In diesem Papier von 2008 bringt er Theorie und Empirie auf einen Nenner.

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Shaikh zeigt, dass für Investitionen die höchste Profitrate auf neues Kapital (mit der lohnendsten Produktionstechnik) entscheidet. Firmen setzen unterschiedliche Mischungen von altem und neuem Kapital ein, wodurch Ausgleich und Durchschnittsunterschiede gleichzeitig existieren.

Seine früheren Papiere und Debatten zum Wettbewerb sind auch eine Abgrenzung: Gegen den neoklassischen Preisnehmer:innen-Wettbewerb, der kein Wettbewerb ist, gegen die Vorstellung dass Monopole den Wettbewerb abgelöst haben. "Wettbewerb ist Krieg und kein Ballett".

Der Kern der politischen Ökonomie von Anwar Shaikh ist sicher seine Wettbewerbstheorie. Er zeigte, dass Wettbewerb im entwickelten Kapitalismus eine wachsende Rolle spielt. In diesem Papier von 2008 bringt er Theorie und Empirie auf einen Nenner.

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Marx agiert, dass es zu einem Produktionspreis mit genereller Profitrate kommt, weil Kapitale in den Bereich investieren, wo es die höchsten Profite gibt. Der dadurch intensivere Wettbewerb drückt die Profitraten aber wieder herunter und setzt die nächste Wanderung in Gang.

Die generelle Profitrate und die entsprechenden Produktionspreise sind kein Ergebnis sondern ein Bezugspunkt von ständigem, dynamischem Überschießen und Untertreffen. Marx schreibt, dass das Zusammenfallen von Preisen und Produktionspreisen nur zufällig und vorübergehen vorkommt.

Der Kern der politischen Ökonomie von Anwar Shaikh ist sicher seine Wettbewerbstheorie. Er zeigte, dass Wettbewerb im entwickelten Kapitalismus eine wachsende Rolle spielt. In diesem Papier von 2008 bringt er Theorie und Empirie auf einen Nenner.

Anwars Wettbewerbstheorie war eine Wiederentdeckung und Weiterentwicklung von Marx' Ideen im dritten Band des Kapitals. Sie hat zwei Fundamente: Dass Kapital profitsuchend investiert, und dass der Widerspruch zwischen Kapitalen den Kapitalismus prägt.

Anwar Shaikh hat mir mal erzählt, dass er begonnen hat sich mit marxistischer Ökonomie auseinanderzusetzen um konkrete Fragen zu beantworten. Die Erste war die nach internationalen Handel und kapitalistischer Entwicklung auf der Weltbühne - zum Beispiel in diesem Papier von 1980.

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Hier trifft er auf Aghiri Emanuel und ungleichen Tausch. Den verteidigt er gegen oberflächliche Kritik und übernimmt seine werttheoretischer Fundierung des Handels. Aber mit dessen Wettbewerbstheorie und Idee von automatischen Preisanpassungen wie in Ricardo fängt er nichts an.

Shaikh rekonstruiert dann Handel in einer Welt, in der absolute statt komparativen herrschen, in denen Firmen und nicht Länder miteinander konkurrieren, und vor allem in denen Schuldenfallen an die Stelle von automatischem Ausgleich der Goldreserven treten.

Anwar Shaikh hat mir mal erzählt, dass er begonnen hat sich mit marxistischer Ökonomie auseinanderzusetzen um konkrete Fragen zu beantworten. Die Erste war die nach internationalen Handel und kapitalistischer Entwicklung auf der Weltbühne - zum Beispiel in diesem Papier von 1980.

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Dann entwickelt er seine eigene Herangehensweise. Auch das steht symbolisch für seine Arbeit: er war ziemlich allen gegenüber kritisch, aber redete deren Beitrag nicht klein.

Beim internationalen Handel heißt das eine kritische Auseinandersetzung mit ricardianischen und neoricardianischen Handelsmodellen. Diese führt er dann auf die Preis-, diese auf die Geld- und schließlich auf die Wetttheorie zurück.

Anwar Shaikh hat mir mal erzählt, dass er begonnen hat sich mit marxistischer Ökonomie auseinanderzusetzen um konkrete Fragen zu beantworten. Die Erste war die nach internationalen Handel und kapitalistischer Entwicklung auf der Weltbühne - zum Beispiel in diesem Papier von 1980.

Anwar Shaikh identifiziert zuerst eine Lücke in Marx' Arbeit, aber auch den Ausführungen von Ricardo. Er kritisiert dann die Versuche von anderen, die Lücke zu füllen drückt aber gleichzeitig seine Anerkennung für die Schritte vorwärts aus, die dadurch gemacht wurden.

Anwar Shaikh hat viel geschrieben, aber am meisten von ihm findet man in seinem Buch "Capitalism" von 2016. Das Buch ist ein Meilenstein, hier legt er seine kreative antikapitalistische Kapitalismusanalyse geschlossen dar. Lesetipp für dieses und die nächsten paar Wochenenden.

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Das Buch umfasst fünf Kapitel zum Thema Wettbewerb, die sich mit theoretischen Ansätzen, Kontroversen, Preisen, Finanzwesen und internationalen Märkten befassen. Darüber hinaus setzt sich jedes der insgesamt siebzehn Kapitel kritisch mit den bestehenden Denkschulen auseinander.

Besonders bemerkenswert ist dabei die gelungene Balance zwischen theoretischer Stringenz, empirischer Evdienz und kritischer Auseinandersetzung: Jedes Kapitel arbeitet neue Strukturen heraus und ordnet sie zugleich in den übergeordneten theoretischen Bezugsrahmen ein.

Anwar Shaikh hat viel geschrieben, aber am meisten von ihm findet man in seinem Buch "Capitalism" von 2016. Das Buch ist ein Meilenstein, hier legt er seine kreative antikapitalistische Kapitalismusanalyse geschlossen dar. Lesetipp für dieses und die nächsten paar Wochenenden.

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Wachstum und plötzliche Krisen, Akkumulation und Ausbeutung sowie Ordnung und Unordnung sind zwei Seiten derselben Medaille. Sie sind durch jene antagonistischen gesellschaftlichen Beziehungen untrennbar miteinander verbunden, die den Kapitalismus prägen.

Realer Wettbewerb ist dabei ein dynamischer, konfliktreicher Prozess, durch den sich die Kohärenz mikroökonomischer Strukturen und makroökonomischer Dynamiken zugleich herausbildet und reguliert. Wiederkehrende Krisen bringen die zugrunde liegenden Widersprüche zum Ausdruck.

Anwar Shaikh hat viel geschrieben, aber am meisten von ihm findet man in seinem Buch "Capitalism" von 2016. Das Buch ist ein Meilenstein, hier legt er seine kreative antikapitalistische Kapitalismusanalyse geschlossen dar. Lesetipp für dieses und die nächsten paar Wochenenden.

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Shaikh's Buch leitet die turbulenten Dynamiken des Kapitalismus aus Grundlagen her, die ihn nicht als harmonische Gesellschaft hyperrationaler Individuen verklären. So wiederlegt er die Mythen mit denen Lohndrückerei, Deregulierung und Sozialabbau gerechtfertigt werden.

Weil die Krisen des Kapitalismus systembedingt und nicht bloß zufällige Erscheinungen sind, müssen auch reformistische Korrekturen und kapitalfreundliche Politik zwangsläufig scheitern.

Anwar Shaikh hat viel geschrieben, aber am meisten von ihm findet man in seinem Buch "Capitalism" von 2016. Das Buch ist ein Meilenstein, hier legt er seine kreative antikapitalistische Kapitalismusanalyse geschlossen dar. Lesetipp für dieses und die nächsten paar Wochenenden.

Michael Roberts hat Shaikh's Capitalism mit Marx' Kapital verglichen. Galbraith und Harcourt nannten es jeweils zumindest das wichtigste Buch seitdem. Chibber spricht von einem Wendepunkt in der Geschichte der marxistischen Ökonomie.

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Dass Firmen und Haushalte mehr aus den China importieren als US-Firmen dorthin verkaufen, ist heute recht bekannt. Es ist auch nichts ganz Neues: Diese Arbeitsteilung hat die Lohndrückerei sowohl in den USA als auch in China lange subventioniert.

Aber Wettbewerbsdynamiken kennen keine Gnade und lassen sich nicht von gegenseitigen Abmachungen erweichen. Shaikh und Weber zeigen, dass eine klassich-politökonomische Analyse und unterschiedliche Produktionskosten erklären, warum die Schere immer weiter auseinandergeht.

Mit seinem Tod ist das Interesse an Anwar Shaikhs Ökonomie wieder erwacht - gut. Ein erstes Papier, das sein Denken und seine unglaubliche Begabung Wissen zu vermitteln darstellt ist "The First Great Depression of the 21st Century". Ich hab das Papier unten verlinkt.

Hier erklärt Anwar seine Grundprinzipien: Die Zentralität von Profit für kapitalistische Dynamiken und Instabilität, turbulente Prozesse und wiederkehrende Muster. Die Finanzkrise ist aber nicht nur ein Beispiel für ihn, sondern Anlass, das System noch klarer zu verstehen.