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Ich habe TikTok verklagt, weil sie sich weigerten, einen FakeAccount mit meinem Namen zu löschen. Vor Gericht verteidigt sich TikTok damit, dass die Meldungen über die Melde-Funktionen keine Meldungen wären, weil nur die Kontaktwege über das (versteckte) Impressum gelten würden. Ob das klappt?

In der App nimmt TikTok die Meldung entgegen, prüft und kommt zu einem (negativen) Ergebnis. Vor Gericht wollen TikToks Anwälte vorbringen, dass man nicht wusste, worum es ging. Das lässt das Gericht nicht durchgehen.

TikToks Anwälte gefallen sich sehr darin, sich darüber zu wundern, wie dämlich ich sein könnte, trotz formaler Qualifikation nicht die richtigen Kommunikationswege zu finden und stattdessen geglaubt zu haben, man könne über das eingebaute Formular melden. Solche Polemik beeindruckt Richter nicht.

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Wo „melden“ drauf steht sollten „melden“ drin sein. Das hat wenig mit einer unzureichenden „Qualifikation“ zu tun. Im Gegenteil, du handelst so, wie es sich UX Designer dieser App überlegt haben. Und das ist nicht „geh über das Impressum und nutze das Kontaktformular“.

Vermutung: hätten Sie stattdessen die „richtigen Kommunikationswege“ gewählt, würden die gegnerischen Anwälte kritisieren, dass Sie von der Melde-Funktion keinen Gebrauch gemacht haben? Und bei Nutzung beider Wege, dass eine interne Zuordnung beider Wege leider technisch unmöglich sei.

Das entspricht meinen Erfahrungen auf verschiedenen Plattformen. Man meldet eindeutige Verstöße gegen Recht oder Richtlinien und bekommt einfach die Antwort, es würde nicht gegen die Richtlinien verstoßen. Fertig.

Und die richtige Verwendung von "Obwohl" kennen Tiktoks Anwälte offenbar auch nicht - hier sollte es ja vermutlich vom Sinn her so etwas wie "Insbesondere weil" statt "Obwohl" heißen, oder?