"Künstliche Intelligenz ist dabei, menschliche Arbeit überflüssig zu machen", schreibt der @spiegel.de als ersten Satz und als Prämisse seiner aktuellen Titelstory — und repliziert damit an exponiert eine der größten PR-Behauptungen der KI-Konzerne. Mich ärgert das massiv! 1/x
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Als Kronzeuge präsentiert der Spiegel den 40-jährigen Programmierer Daniel McKinnon, der zu den 8.000 Mitarbeitern gehört, die Meta jüngst "wegen KI" entließ. Nur: Bei dieser Entlassungswelle ging es gar nicht darum, dass irgendwelche "KI"-Software nun die Aufgaben dieser Leute übernehmen würde. 2/x
Vielmehr sind diese Entlassungen die Konsequenz eines Strategiewechsels von Meta, hin zu einem "KI"-Unternehmen. Die meisten der 8.000 entlassenen Entwickler saßen auf Projekten, die Zuckerberg nun, da er praktisch alles auf "KI" wettet, nicht mehr wichtig sind. etc. 3/x
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Der Unterschied "8.000 Jobs wurden durch KI ersetzt" und "8.000 Jobs wurde für Zuckerbergs KI-Strategie geopfert" ist ein entscheidender, und man muss noch nichtmal ein amerikanischer IT-Fachjournalist sein, um das zu differenzieren. Die Tagesschau etwa macht das schon im Titel: 4/x
Dass Meta nun gar nicht alles von einer magischen "KI"-Software erledigen lässt, steht ebenfalls im Artikel: "Zwischen Ende 2023 und Ende 2025 kamen (...) mehr als 11.000 Beschäftigte hinzu. Eingestellt werden vor allem KI-Fachleute." Wie geht denn das zusammen mit der Story des @spiegel.de ? 5/x
Laut seinem LinkedIn-Profil hat Daniel McKinnon knapp zweieinhalb Jahre bei Meta gearbeitet, unter anderem führt er dort seine Mitarbeit bei "AI Accelerator Chips", also der eigenen KI-Chip Produktion Metas, die das Unternehmen gerade massiv ausbaut und Mitarbeiter von der Konkurrenz abwirbt. 6/x