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50.000 Wähler*innen sind von Grün nach Links gewechselt. Klare Botschaft der Berliner*innen: Weniger Özdemir wagen!

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Übrigens, auch bei den heutigen beiden Wahlen hat sich bei der Analyse der Wählerwanderungen gezeigt, dass von allen anderen relevanten Parteien die Grünen diejenigen mit dem kleinsten Wähleraustausch mit der AfD sind.

Özdemir steht für eine grüne Partei, die in Wahrheit eine konservative oder sogar reaktionäre ist. Viel zu viele Grüne — auch in Berlin — halten das für eine gute Idee.

Wenn man die Wählerschaft grob in progressiv und konservativ/regressiv einteilt, dann sind die Grünen die einzige Partei die es Wählern erlaubt – ohne Schmerzen oder dem Wunsch, ein deutliches Zeichen zu setzen – das Lager zu wechseln.

Das ist aber tatsächlich die "grune Erfahrung" und insgesamt durchaus folgerichtig. Die Linke und die SPD zu kannibalisieren ergibt doch keinen Sinn. Die klimaschutzenden Konservativen aus der CXU abzuholen, ergibt aber durchaus Sinn. Schleift sich dann in Koalitionen mit Linken und SPD bei.

Ach, der Mythos der heimatlosen Merkel-Wähler*innen schon wieder! 🙄 Es gab diese Leute bei der Bundestagswahl nicht — anders als Habeck vermutete, der mit seinen "10 Punkten gegen Migration" mindestens 5 Prozentpunkte Grüne zur Linken schickte — auch in Berlin gibt es die nicht, wie heute gesehen.

Richtig ist, die CXU zu bekämpfen, indem versucht wird, deren liberalere und klimaschutzoffene Wähler*innenschaft anzusprechen, statt die SPD als potenzielle Koalitionspartner zu kannibalisieren. Das ist kein Fehler, sondern klug überlegt. Entscheidend ist zunächst tatsächliche Klimapolitik!

Aus persönlichen Gesprächen glaube ich, die klare Positionierung der Grünen für die Ukraine hat für Abwanderung gesorgt. Die Linken sind an dieser Stelle ja völlig unklar. Nach dem Motto: Hauptsache Frieden. Dabei spielt es keine Rolle, ob das ausschließlich zu Lasten der Ukraine geht.

Ich denke die Grünen haben verloren, weil die Linke einen guten Wahlkampf gemacht hat und die Chance hatte, stärkste Partei zu werden. Als Absage an die Partei, die ja in Berlin in der Opposition war, seh ich das jetzt nicht. In Sachsen-Anhalt haben sie zugelegt, in Meck-Pomm wenig verloren.

Die Linke als Regierungspartei hat in Meck-Pomm deutlich verloren (von 10 auf 6,5%), vielleicht weil man dort taktisch die SPD unterstützt hat.

Das glaube ich aber für dich mit. Allein schon die dortige grüne Haltung zu Palantir war für viele aus meinem Bekanntenkreis ein Grund zu den Linken zu wechseln.

Das mag bei einer sehr kleinen extrem politischen Gruppe der Fall sein (in etwa die User von bluesky). Der Mehrzahl der Wähler sind andere Dinge für die Wahlentscheidung wichtig, bei Grün eben Energie, Verkehr etc. In Berlin vielleicht auch das Soziale, für das die Linke primär steht.

Übrigens habe ich als jemand aus Nordbaden, bei den Grünen politisch aktiver Mensch, auch nicht wirklich was von der Grünen Regierung in Stuttgart mitbekommen. Aber das ist man gewohnt, war bei der CDU auch nicht anders.

Wenn die Grünen in BW lupenreine CDU-Politik machen, sollte man — unabhängig von deren Wahlergebnissen — als Grüne Partei eher erwägen, diesem Landesverband die Namensrechte zu entziehen. Aber Ihrem Kommentar nach zu urteilen, geht es Ihnen ja eher nicht um Inhalte.