Theresa Bäuerlein

Theresa Bäuerlein

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Mit 25 hat mir ein Verlag meinen ersten Buchvertrag angeboten und ich wäre nie auf die Idee gekommen, dass das vielleicht etwas mit meinem Können zu tun haben könnte. Ich dachte, ich hätte Glück gehabt.

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Den Buchvertrag habe ich damals trotzdem unterschrieben. Gebraucht hätte ich nicht mehr Selbstbewusstsein, sondern jemanden, der mir sagt, dass man ein Buch auch schreiben kann, während man an sich zweifelt.

Mit 25 hat mir ein Verlag meinen ersten Buchvertrag angeboten und ich wäre nie auf die Idee gekommen, dass das vielleicht etwas mit meinem Können zu tun haben könnte. Ich dachte, ich hätte Glück gehabt.

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Männern wird eine andere Version der Geschichte erzählt. Sie geht auf eine Romanfigur von 1857 zurück: ein Mann, der sich Vertrauen erschleicht, um zu bekommen, was er will. Kulturwissenschaftlerinnen erkennen ihn bis heute bei Donald Trump und Jair Bolsonaro wieder.

Vielleicht haben wir gar kein Impostor-Syndrom, wenn wir so nicht sein wollen. Vielleicht passt es einfach nicht zu uns, breitbeinig durchs Leben zu gehen und immer so zu tun, als wüssten wir Bescheid.

Mit 25 hat mir ein Verlag meinen ersten Buchvertrag angeboten und ich wäre nie auf die Idee gekommen, dass das vielleicht etwas mit meinem Können zu tun haben könnte. Ich dachte, ich hätte Glück gehabt.

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Frauen sollen dafür tief sitzende innere Hindernisse überwinden und psychologische Schwächen reparieren. Empowerment ist dabei eine Marketing-Strategie. Selbst die eigene Rentenlücke zu berechnen, wird Frauen inzwischen als „Me-Time“ verkauft.

Mit 25 hat mir ein Verlag meinen ersten Buchvertrag angeboten und ich wäre nie auf die Idee gekommen, dass das vielleicht etwas mit meinem Können zu tun haben könnte. Ich dachte, ich hätte Glück gehabt.

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Mir haben diese Ratschläge nie geholfen. Sie haben mir nämlich kein Selbstbewusstsein gegeben, sondern eine Technik, die darauf hinausläuft, überzeugend zu wirken, ohne überzeugt zu sein.

Und wer profitiert davon? Die Forscherinnen Shani Orgad und Rosalind Gill beschreiben in ihrem Buch „Confidence Culture“, wie Selbstvertrauen als Allheilmittel für fast jedes gesellschaftliche Problem verkauft wird.

Mit 25 hat mir ein Verlag meinen ersten Buchvertrag angeboten und ich wäre nie auf die Idee gekommen, dass das vielleicht etwas mit meinem Können zu tun haben könnte. Ich dachte, ich hätte Glück gehabt.

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Mit 25 hat mir ein Verlag meinen ersten Buchvertrag angeboten und ich wäre nie auf die Idee gekommen, dass das vielleicht etwas mit meinem Können zu tun haben könnte. Ich dachte, ich hätte Glück gehabt.

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Eine Übersichtsarbeit von 2020 hat 62 Studien mit rund 14.000 Teilnehmenden ausgewertet. 33 davon verglichen Männer und Frauen: 16 fanden bei Frauen höhere Werte, 17 gar keinen Unterschied.

Mit 25 hat mir ein Verlag meinen ersten Buchvertrag angeboten und ich wäre nie auf die Idee gekommen, dass das vielleicht etwas mit meinem Können zu tun haben könnte. Ich dachte, ich hätte Glück gehabt.

Und befürchtete ernsthaft, dass der Lektor mich mit jemandem verwechselt hatte, der Talent besaß. Als ich später zum ersten Mal vom „Impostor-Syndrom“ hörte, dachte ich sofort: Ach, das bin ja ich!

Theresa Bäuerlein reposted

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Mir kommt das unangenehm bekannt vor. Physik hat mich in der Schule eigentlich interessiert, ich habe es links liegen gelassen. Ich wollte lieber eine schlechte Note, weil ich zu wenig gelernt hatte, als eine mittelmäßige, weil einfach nicht mehr drin war.

Offenbar ist mein Selbstwert noch stärker mit Leistung verbunden, als ich dachte. Jetzt frage ich mich: Was wäre möglich gewesen, wenn ich diese blöde Idee nicht verinnerlicht hätte?

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Die Sozialpsychologin Jennifer Crocker erforscht seit über zwanzig Jahren, was mit Menschen passiert, die ihren Selbstwert an Leistung knüpfen. Sie strengen sich zunächst mehr an. Sobald sie aber unsicher sind, ob der Erfolg noch kommt, geben sie das Ziel auf.

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Ein Beispiel: Ich zögere Krankmeldungen oft hinaus, bis es gar nicht mehr anders geht. Dabei spüre ich auch noch einen merkwürdigen Stolz: Ich will ja alles geben, nur mein Körper lässt mich nicht! Ich wollte wissen, woher das kommt, und habe recherchiert.

Eine klare Antwort auf das Warum habe ich nicht gefunden, aber etwas, das vielleicht noch interessanter ist: Wer will, dass Menschen gute Leistungen bringen, sollte aufhören, ihnen einzureden, dass ihr Wert davon abhängt. Nicht aus Freundlichkeit, sondern aus ganz pragmatischen Gründen.

Mein erster Gedanke war: Leistung hat rein gar nichts damit zu tun, wie viel ein Mensch wert ist. Ist doch klar! Dann habe ich mir mein eigenes Leben angesehen. Und musste zugeben, wie oft ich genau an dieser Überzeugung scheitere.

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Kennst du Cycle Syncing? Das ist die Idee, dass die Hormone, die den weiblichen Zyklus maßgeblich beeinflussen, auch über deine körperliche Leistungsfähigkeit bestimmen – und damit auch über deinen sportlichen Fortschritt. 1/5 #CycleSyncing #zyklusbasiert #Sport

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Der buddhistische Lehrer Stephen Batchelor hat für genau diesen Zustand einen Namen: Nicht-Reaktivität. Er ist die Grundlage für eine andere Art zu leben als die im ständigen Alarmmodus. Und um bessere Entscheidungen zu treffen.

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Noch nie hat mir jemand vorgeworfen, ich würde vor der Wirklichkeit fliehen, wenn ich vier Stunden am Stück Nachrichten lese. Der Vorwurf kommt immer dann, wenn ich damit aufhöre. Ich finde das absurd.

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Ich hätte an diesem Abend nichts damit machen können, außer schlaflos im Bett liegen. Trotzdem hatte ich kurz das Bedürfnis, mich dafür zu rechtfertigen, dass ich mir nicht sofort die volle News-Dröhnung gab.

Als ich diesmal nachts zurückkam, stand als Erstes eine Nachricht meiner Freundin auf dem Handy: „Willkommen zurück im echten Leben.“ Gleich darunter: das Wahlergebnis der AfD in Sachsen-Anhalt.

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Ein AfD-geführtes Bildungsministerium ist kein abstraktes Zukunftsszenario mehr, es könnte in wenigen Wochen bereits Realität sein. Lehrkräfte können sich allerdings wehren, wenn es so weit ist. THREAD 🧵

Als ich mich vor zwei Jahren dauererschöpft fühlte, habe ich überall den Rat gehört, resilienter zu werden. Ich habe es versucht. Leider hat das den Stress nicht gelindert, sondern eher verstärkt. Ich glaube, es gibt etwas, das wir beim Thema Resilienz falsch verstehen:

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Es geht nicht darum, mehr auszuhalten. Sondern zu verstehen, warum man gerade nicht mehr kann. Und dann darauf zu reagieren – nicht dagegen anzukämpfen. Die Erschöpfung anzuerkennen, nicht wegzutrainieren.

Als ich mich vor zwei Jahren dauererschöpft fühlte, habe ich überall den Rat gehört, resilienter zu werden. Ich habe es versucht. Leider hat das den Stress nicht gelindert, sondern eher verstärkt. Ich glaube, es gibt etwas, das wir beim Thema Resilienz falsch verstehen:

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Was dabei passiert: Bei Stress fährt der Teil des Gehirns runter, der für überlegtes Denken zuständig ist. Der Körper mobilisiert Energie, um zu reagieren, nicht um zu erkunden. Genau deshalb funktioniert "einfach härter durchhalten" nicht.

Was mir stattdessen geholfen hat: nicht noch härter gegen die Erschöpfung ankämpfen. Sondern neugierig werden auf sie. Mich fragen: Wie fühlt sich das an? Was sagt mir mein Körper gerade? Was brauche ich wirklich?

Als ich mich vor zwei Jahren dauererschöpft fühlte, habe ich überall den Rat gehört, resilienter zu werden. Ich habe es versucht. Leider hat das den Stress nicht gelindert, sondern eher verstärkt. Ich glaube, es gibt etwas, das wir beim Thema Resilienz falsch verstehen:

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Diese Art von Durchhalten ist ein Problem. Die Stressforschung zeigt: Unter Dauerstress verengt sich unser Denken. Wir reagieren reflexhaft statt überlegt, verlieren den Überblick, treffen schlechtere Entscheidungen.

Als ich mich vor zwei Jahren dauererschöpft fühlte, habe ich überall den Rat gehört, resilienter zu werden. Ich habe es versucht. Leider hat das den Stress nicht gelindert, sondern eher verstärkt. Ich glaube, es gibt etwas, das wir beim Thema Resilienz falsch verstehen:

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Als ich mich vor zwei Jahren dauererschöpft fühlte, habe ich überall den Rat gehört, resilienter zu werden. Ich habe es versucht. Leider hat das den Stress nicht gelindert, sondern eher verstärkt. Ich glaube, es gibt etwas, das wir beim Thema Resilienz falsch verstehen:

Was wir seit Jahren erleben – Kriege, Pandemie, Klimawandel, eine Politik, die manchmal wie brutale Realsatire wirkt – ist nicht normal. Das kann man anerkennen, ohne zu jammern. Erschöpfung ist eine normale Reaktion auf Verhältnisse, die niemand einzeln wegtrainiert.

Kann man schlechte Gefühle einfach wegatmen? Ich war sehr skeptisch. Unter Breathwork landen bei mir oft Typen mit proteinpulvergestähltem Oberkörper im Feed, die in 21 Tagen das Trauma meiner Urgroßmutter auflösen wollen. Aber eine Neurowissenschaftlerin hat es ausprobiert: