Predrag Ćetković

Predrag Ćetković

@predragcetkovic.bsky.social

pcetkovic.github.io economist covering 🇦🇹 🇧🇦 🇭🇷 🇲🇪 🇷🇸 🇪🇺 #macroeconomics #postkeynesian econ #international econ #monetary #fiscal pol #financial market #offshore #wealth #sustainable #digital fin #social #ecological #transition #yugoslav econ #history own views

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Die Wochenend-Kriegstouristen (die im Podcast erwähnt werden), die sich am Montag wieder in österreichischen Fabriken treffen, hat es vereinzelt sicher auf allen Seiten gegeben. Man sollte solch unzureichend belegte Geschichten aber auch nicht zu sehr pushen und potenzieren. 6/

Parlamentarische Anfragen an die Justizministerin, in denen von Investigativjournalisnus bzgl der Sniper-Safari die Rede ist, sollten vielleicht auch anders geframed werden, für den Fall, dass sich doch herausstellt, dass es sich nicht um Investigativjournalismus handelt, wie im Podcast erwähnt. 7/

Meine Zeit als Jugendlicher war geprägt von serbischem Kriegspropaganda-Fernsehen über Satelliten TV und gegenläufiger und leider auch tendenziell einseitiger Berichterstattung österreichischer Medien. Ich bin aus diesen Erfahrungen auch nicht mit einer objektiven Sichtweise rausgekommen. 4/

Ich hoffe sehr dass Serbien, die Republika Srpska und die damit verbundenen Menschen sich doch noch ernsthaft mit ihrer Verantwortung in den Kriegen der 90er-Jahre auseinandersetzen. Ich wünsch mir aber auch insgesamt mehr Sachlichkeit zu diesem Thema. 5/

Ich hab aber auch Anfang 1994 als 13-Jähriger in NÖ erlebt, dass nationalistische und der SDA bzw der bosniakischen Politik nahestehende Zeitschriften kursierten, in denen von 'Cetniks und Kriegsverbrechern, die sich in Österreich verschanzen' die Rede war. 2/

Darin wurden namentlich zig serbische Frauen und Männer genannt, die seit den 70er und 80er Jahren auf sehr engem Raum in NÖ lebten. In diesen Ortschaften lebten auch viele Bosniaken. Jetzt kann man spekulieren wie diese Namensliste an die Redaktion der Zeitschrift bzw nach Sarajewo gelangte. 3/

Das 4 der bisherigen 8 Amtsinhaber aus Österreich und Deutschland kamen, sollte im historischen Kontext der Region (1. und 2. WK) auch mal kritisch hinterfragt werden, da das Amt ja mit sehr weiten Befugnissen ausgestattet ist.

Looking at the product life cycle, the consumption phase of the construction sector alone (e.g. renovation using secondary materials instead of new construction with virgin materials) accounts for an annual investment gap of roughly €8 billion. 2/2

In d Konjunkturprognose des @ihs.ac.at wird kurz erwähnt, dass Exportbeschränkungen bei seltenen Erden die Weltwirtschaft beeinflussen könnten. Die IEA hat diese Woche einen Report publiziert, mit einer Simulation der Effekte einer vollständigen Implementierung der Exportkontrollen durch China. 1/2

Und hier die neuesten Vergleichszahlen bzw. das Ergebnis der restriktiven Politik bezüglich Erwerb der Staatsangehörigkeit. Verglichen mit anderen westeuropäischen Ländern ist da doch viel Luft nach oben. ec.europa.eu/eurostat/web...

Armin Wolf@arminwolf.at

Warum sollen sie sich für die Politik ihres (neuen) Heimatlandes interessieren, wenn man sie nicht mitwirken lässt? Wie sollen sie sich wirklich zugehörig fühlen? Warum kriegen Kids, die hier 10 o. 15 Jahre leben nicht automatisch - und gratis! - am Ende der Schulpflicht die Staatsbürgerschaft? /4

Das sind sehr gute Punkte. Von den größeren Gruppen wird das Wahlverhalten va bei Menschen aus Ex-Jugoslawien und der Türkei eine große Unbekannte sein. Und selbst da wird es wohl heterogen sein, also abhängig davon ob der soziale Aufstieg geschafft wurde oder nicht. 1/4

Simon Tschannett@simontschannett.bsky.social

Wieviele Personen würden denn auf einen Schlag in Österreich das Wahlrecht erhalten? Für welche Parteien wäre dies positiv, für welche negativ? Welche Parteien haben sich mit dieser potentiellen Wählerklientel schon auseinandergesetzt?

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Bzgl Menschen mit Staatsangehörigkeit der jugoslawischen Nachfolgestaaten, die in Österreich leben, kann man durchaus sagen, dass sie in ihrem "Herkunftsland" auch stark einem nationalistischen Motiv nach wählen. 3/4

Dies ist wiederum für die Menschen, die in der Region leben, nicht die Sache, mit der sie täglich beschäftigt und konfrontiert sind, auch wenn das in den österr. Medien leider anders dargestellt wird. Da gehts eher um Fragen, die mit Korruption oä zusammenhängen, die ihr Wahlverhalten bestimmen. 4/4

Das sind sehr gute Punkte. Von den größeren Gruppen wird das Wahlverhalten va bei Menschen aus Ex-Jugoslawien und der Türkei eine große Unbekannte sein. Und selbst da wird es wohl heterogen sein, also abhängig davon ob der soziale Aufstieg geschafft wurde oder nicht. 1/4

Simon Tschannett@simontschannett.bsky.social

Wieviele Personen würden denn auf einen Schlag in Österreich das Wahlrecht erhalten? Für welche Parteien wäre dies positiv, für welche negativ? Welche Parteien haben sich mit dieser potentiellen Wählerklientel schon auseinandergesetzt?

Leider zeigen die Wahlen in den genannten Ländern, dass Menschen, die im Ausland leben, aber wahlberechtigt sind, andere Wahlmotive haben als die Menschen, die dort leben. Es ist daher schwer einzuschätzen, wie sich Menschen mit Nicht-Österr. Staatsangehörigkeit bei Wahlen in Ö verhalten würden. 2/4

Die Rolle der Gaskraftwerke in der Preissetzung sinkt über die letzten Jahre kontinuierlich, die Tagesvariation des Einsatzes von Gaskraftwerken steigt hingegen, da diese eher zu Morgen- und Abendzeiten eingesetzt werden.

Predrag Ćetković reposted

Ergänzend zur Studie, die einmal mehr negative Effekte von #Budgetkonsolidierung auf das Wirtschaftswachstum findet, erste Daten für 2025, die auf den ersten Blick den Zusammenhang bestätigen. Österreich (rot) besser als das Konsolidierungsvolumen erwarten hat lassen (schlechter v.a. DE & FI).

Philipp Heimberger@heimbergecon.bsky.social

DerStandard berichtet vorab über unsere Studie: Budgetkonsolidierung dämpft Wachstum und erhöht Ungleichheit. Bremseffekte sind in Rezessionen stärker. Österreich konsolidiert in Erholung; Effekte sind bislang mild. Weitere Maßnahmen sollten negative Verteilungs- und Beschäftigungseffekte minimieren

Predrag Ćetković reposted

DerStandard berichtet vorab über unsere Studie: Budgetkonsolidierung dämpft Wachstum und erhöht Ungleichheit. Bremseffekte sind in Rezessionen stärker. Österreich konsolidiert in Erholung; Effekte sind bislang mild. Weitere Maßnahmen sollten negative Verteilungs- und Beschäftigungseffekte minimieren

Predrag Ćetković reposted

Die #Inflation sinkt Jänner voraussichtlich auf 2%. Preise steigen entsprechend langsamer, aber sie steigen. Gestern durfte ich bei @wien.orf.at ein paar Worte dazu sagen. Was wir aus Zeitgründen auslassen mussten, aber erwähnenswert gewesen wäre:

Der akt. OeNB-Bilanz für Jan 2026 nach könnte der Jahresverlust 2025 bei ~700 Mio EUR liegen. Wenn die relevanten (vorläufigen) Bilanzposten der Passiva mit dem Jahresbericht für 2024 verglichen werden, dürften Rückstellungen iHv ~700 Mio aufgelöst worden sein. Eigenkapital ist wieder leicht positiv

Predrag Ćetković reposted

Österreich Europameister bei Strom aus Erneuerbaren? In der Jahresbilanz, eventuell. 2025 im Detail: 77% der Zeit lag der Erneuerbaren-Anteil unter 100%, 50% der Zeit < 75%, 20% < 50%. (fossile Energie macht Strom teuer)

Weil gerade viel über die Gläubiger von US-Staatsanleihen und die Rolle der EU dabei diskutiert wird ... Hier sind die Zahlen für Österreich (Quelle OeNB), nach Gläubigersektoren für das 3.Quartal 2025. Es sind 3,8 Mrd EUR, hauptsächlich gehalten von Kreditinstituten und Investmentfonds. 1/2

In 1987 the National Bank of #Yugoslavia published Flow of Funds data for the period 1981-1986 in its bulletin. Very nice and detailed data covering sectoral flows for non-financial and financial transactions. Stocks for financial assets and liabilities are also included in the data.

Predrag Ćetković reposted

Der aktuelle OeNB-Blog thematisiert, wie sich die Landkarte des europäischen Außenhandels verändert. Während die transatlantische Achse an Gewicht verliert, rückt Asien immer stärker ins Zentrum der europäischen Außenwirtschaft. Hier gehts zum Blog: https://bit.ly/3Ncg4QH

Die Industrie erholt sich weiter. Bezüglich d. Bauwesen ergibt sich neben der konjunkturellen Komponente halt auch eine langfristige im Sinne der ökologischen Nachhaltigkeit. Die Konjunktur beruht hier auf einem Sektor, der einen hohen Materialverbrauch hat und zu wenig Materialien wiederverwertet.

Statistik Austria@statistik.at

In der #Industrie stieg der Produktionsindex im November 2025 um 1,2 % im Vergleich zum Vorjahresmonat November. Im #Bauwesen zeigte die Produktion im Jahresvergleich ein Minus von 4,9 %. ➡️ https://bit.ly/3YvNqwk

Due to the sharp increase in the gold price, the value of the Austrian National Bank's gold reserves has increased by more than EUR 10 bn in 2025 (+46%). As was the case in the last 2 years, the operating result can be expected to be negative also in 2025, but is not yet visible in the balance sheet

The OECD Expert Group on Distributional Household Wealth published first experimental results, covering more types of financial assets than the DWA of the ECB/ESCB. The intermediate step includes distributional information for wealth quintiles while final results (by end 2026) will be for deciles.

Es ist leider vielen nicht bewusst wie mühsam der Zugang zur Staatsangehörigkeit sein kann. Ich wär vor knapp 20 Jahren als Student, in Österreich geboren und 27 Jahre lang gemeldet, beinahe an der Einkommensgrenze gescheitert. Seitdem wurde es vielfach weiter verschärft.

Senad Lacevic@senad.bsky.social

Gestern Abend fand der Empfang für die neuen österreichischen Staatsbürger*innen im Wiener Rathaus statt. Das österreichische Staatsbürgerschaftsrecht ist eines der restriktivsten auf der ganzen Welt. Es muss dringend reformiert und der Zugang zur Staatsbürger*innenschaft erleichtert werden.

Was aus den Prognosen von OeNB oder WIFO irgendwie nicht klar hervorkommt ist worauf die höhere Wachstumsdynamik beim privaten Konsum in Relation zur Entwicklung der verfügbaren Einkommen des Haushaltssektors basiert. Hier zeigt sich auch das Problem vom Ausblenden des Finanzsektors. 1/2

Der stärkere Konsumanstieg im Vergleich zu Einkommensanstieg führt in Folge zu sinkendem Sparen bzw. geringerer Sparquote. Bei ärmeren Haushalten kann dies zu einem Anstieg an finanziellen Netto-Verpflichtungen führen. Insg. sinkt im Haushaltssektor der Zuwachs an finanziellen Netto-Forderungen. 2/2