Österreichischer Presserat

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Darüber hinaus wurde der Suizid journalistisch sensationalistisch aufbereitet – bereits in der Überschrift ist von einem „Grusel-Fund“ und einem „Krimi“ die Rede. Im Vorspann wird dann weiter festgestellt, dass die „Krone“ „die gruseligen Details“ kenn.

Der Suizid führte weder zu einer Gefährdung der Allgemeinheit (wie etwa bei einer Gasexplosion, bei der auch andere Menschen verletzt wurden), noch sind andere relevante öffentliche Informationsinteressen erkennbar.

Im Bericht wird auch der Suizidort – wenngleich auf eine eher allgemein gehaltene Art – beschrieben. Auch das widerspricht dem ethischen Grundsatz, wegen der potentiellen Nachahmungsgefahr als Journalistin oder als Journalist zurückhaltend vorzugehen.

Wegen der Nachahmungsgefahr – die sensationelle mediale Aufbereitung eines Suizids kann dazu führen, dass andere suizidgefährdete Personen sich ebenfalls das Leben nehmen – ist ein etwaiges öffentliches Interesse an der Berichterstattung besonders streng zu prüfen.

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Today marks 11 years since Gui Minhai, a Hong Kong bookseller was abducted in Thailand by the Chinese State. He now is imprisoned in China on bullshit charges. Each year Swedish publishers commission a new portrait of him to highlight his case. Here is this years by Stina Wirsén. #FreeGuiMinhai

Milk Tea Alliance Calendar@mtacalendar.bsky.social

Sat: On 17 October 2015, Gui Minhai, a founder of Hong Kong publishing house, was kidnapped by Chinese authorities in Thailand. In Feb 2020, he was sentenced to ten years in prison We have not forgotten him, nor the many other booksellers targeted in Hong Kong since #FreeGuiMinhai #FreeOurFriends 6/

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Darüber hinaus spielt es auch keine Rolle, dass der medizinische Vorfall zuvor live im Fernsehen zu sehen gewesen ist. Die Redaktion von „oe24.at“ muss eigenständig entscheiden, ob das Bildmaterial persönlichkeitsverletzend ist oder nicht (Entscheidung 2021/326). 10/11

Anders als bei einer TV-Live-Sendung können Online-Journalisten reflektieren u. überlegt bei der Bildauswahl vorgehen. Das Medium wurde seiner Filterfunktion nicht gerecht. Die Veröffentlichung der Bilder diente in erster Linie der Befriedigung der Sensationsinteressen gewisser Leser 11/11

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Die Bilder zeigen den Betroffenen in einer vulnerablen Situation. Aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes hätte das Medium nach Auffassung des Senats darauf verzichten müssen, diese heiklen Bilder zu zeigen (Punkt 5 des Ehrenkodex). 8/11

Der Musiker steht zwar in der Öffentlichkeit und ist bekannt. Im Vergleich zu Privatpersonen muss er daher mehr hinnehmen. Gerade wenn es wie im vorliegenden Fall um den Kernbereich des Persönlichkeitsschutzes geht, sind jedoch auch prominente Personen gegenüber medialen Eingriffen geschützt. 9/11

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Eine Leserin kritisiert, dass „oe24.at“ die Notlage eines Menschen bildlich ausschlachte, und sie merkt dazu an, dass der Zusammenbruch des Musikers schlimm genug gewesen sei, und fragt, ob man das auch bildlich darstellen müsse. 6/11

Der Senat hält zunächst fest, dass Berichte über einen medizinischen Notfall während einer Live-Sendung für die Öffentlichkeit von Interesse sind. Aus dem öffentlichen Interesse ergibt sich jedoch nicht, dass der Persönlichkeitsschutz der betroffenen Person außer Acht gelassen werden darf. 7/11

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...während das Publikum bange Momente erlebt habe. Gegen 21:30 Uhr habe es schließlich erste Erleichterung gegeben, der Moderator konnte vorläufig Entwarnung geben und erklärte, dass Toni Maier in besten Händen und wieder wohlauf sei. 4/11

Dem Artikel sind zwei Bilder beigefügt. Das erste Bild zeigt einen nach vorne gebeugten Mann, der links und rechts von zwei anderen Männern gestützt wird – das zweite Bild denselben Mann, wie er sich gerade mit schmerzverzerrtem Gesicht an die Brust greift. 5/11

Im Artikel "Schockmoment: Hier bricht der Volksmusik-Star zusammen" wird berichtet, dass der Star-Musiker Toni Maier während der ORF-Sendung „Mei liabste Weis“ zusammengebrochen sei u. mutmaßlich in dem Moment einen Herzinfarkt erlitten habe, als er den Erzherzog-Johann-Jodler anstimmen wollte. 2/11

Er habe sich während des Spielens ans Herz gegriffen und musste sich sofort setzen, die Situation wirkte sichtlich ernst, der Musiker habe die Situation selbst noch mit den Worten kommentiert: „Mein Defibrillator hat sich eingeschaltet.“ Sanitäter hätten die Erstversorgung übernommen,...3/11

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„Es geht um den Quellenschutz“, macht DJV-Bundesvorsitzender Mika Beuster im Gespräch mit NDR Info deutlich. Beim Vorgehen der Justizbehörden in Hamburg in dieser Woche wurde die Grundlage des Journalismus angegriffen. „Man muss das wirklich in schärfster Form zurückweisen.“

Hier gilt es wirklich, die Hintergründe genau aufzuarbeiten!

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Die Aufgabe der Polizei sei es, freie Berichterstattung zu ermöglichen und zu schützen "und nicht, sie auf Zuruf zu behindern", kritisiert der Presseclub @concordia.at nach den Festnahmen von Journalisten vergangene Woche www.horizont.at/medien/news/...

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Im Rahmen der #Demokratiewoche finden von 19. - 26. Oktober österreichweit zahlreiche Veranstaltungen statt, um zu einer breiten Verteidigung von #Demokratie und #Rechtsstaat gegen die drohende autoritäre Wende aufzurufen. #ReporterOhneGrenzen beteiligt sich mit zwei Diskussionsveranstaltungen.

rog.atDemokratiewoche 2026: Austausch mit Politik und Zivilgesellschaft - Reporter ohne Grenzen (RSF) ÖsterreichIm Rahmen der Demokratiewoche von 19. – 26. Oktober 2026 bringt sich Reporter ohne Grenzen (RSF) Österreich erneut mit Expertise zu Presse- und Informationsfreiheit in den öffentlichen Diskurs ein: We...