Lars Weisbrod

Lars Weisbrod

@weisbrod.bsky.social

Der eine aus dem Feuilleton-Podcast der ZEIT https://linktr.ee/larsweisbrod

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50 DUMME FRAGEN AN RUDI BACHMANN Damit ich nicht mehr euch mit dummen Fragen belästigen muss, habe ich mir ein Format für Mastodon und Bluesky ausgedacht: Ich stelle 50 dumme Fragen an einen Gegenwartsdenker, der sie mir beantworten muss. Hier kommt Folge 2, diesmal mit @bachmannrudi.bsky.social 👇

LLMs sind echt das schlimmste was mir persönlich passieren könnte. Da werden wirklich die letzten Reste Sinn entsorgt den ich mir im Laufe der Jahre für mein Leben habe zusammenkratzen können. Es ist wirklich eine Katastrophe und es gibt auch keinen Trost

Schade eigentlich dass es so viele Cafés mit Laptop verbot gibt aber ich kenn keins mit Handy verbot. Ich find es macht mehr Café Stimmung wenn die Leute am Laptop arbeiten als wenn sie dumm in ihr Telefon gucken

Männlichkeit ist ein Thema wo ich mich zu oft der LOGIK DES WITZES hingegeben habe, das darf mir in Zukunft nicht mehr passieren (jemand macht einen tatsächlich gemeinen Witz über einen Mann, Mann beschwert sich, es folgt ein Witz über weinerliche Männlichkeit usw. das war alles richtig dumm)

Ich denke manchmal ich hätte was gegen POPULARITÄT aber das stimmt gar nicht, es kommt nur irgendwie auf die Popularität an. Ich hätte zum Beispiel überhaupt keine Ambitionen das nächste 22 BAHNEN zu schreiben, aber natürlich würde ich sehr gern das nächste A SONG OF ICE AND FIRE schreiben

Vorschlag: es reden nur noch die Leute öffentlich über KI die schon mal per Hand ausgerechnet und aufgemalt haben wie ein neuronales Netzwerk XOR löst

Früher war ich in meiner bubble jemand der überdurchschnittlich viel auto fuhr inzwischen hat sich das Verhältnis umgekehrt und als Familie mit mehreren Kindern die gar kein Auto hat gelten wir im Bekanntenkreis als so eine Art skurrile Hippies

Ich denk immer ich bin nicht sehr „sozial“ und habe deswegen so libertäre Haltungen aber manchmal stimmt das gar nicht: ich fahre tatsächlich lieber mit dem ÖPNV als alleine mit dem Auto weil im ÖPNV noch Leute sind und man gucken was die lesen und wie die aussehen usw. Auto finde ich eher einsam

Vielleicht bin ich wirklich nicht links aber mir ist bis heute nicht klar welche Berechtigung oder auch nur welchen SINN es haben könnte schwere Gegenstände in die Windschutzscheiben von Polizei-Fahrzeugen zu werfen

Gerade folgenden Gedanken gehabt der erst mal wie ein SHITPOST klingt aber je länger ich drüber nachdenke desto plausibler finde ich ihn: Kein Wunder dass die Leute früher kein Smartphone gebraucht haben um sich ständig abzulenken die hatten dafür ja Zigaretten

Ich bin leider völlig unempfänglich für jegliche Art der Revolutionsromantik. Wenn ich mir Videos aus Frankreich ansehe, dann finde ich die Gewalt nur abscheulich und bescheuert und wüsste auch nicht, was sie überhaupt bezwecken könnte

Ich freue mich einerseits wenn die schulstreiks mehr Aufmerksamkeit bekommen, ich finde es andererseits aber keine gute Idee über das Thema Wehrpflicht hinaus jetzt noch andere abstrakte Solidaritätsbekundigungen zum Programm zu machen (Solidarität mit Gaza, mit den französischen Protesten…)

Ich hab mir jetzt dummerweise das Video auf Twitter angesehen wie in Frankfurt a.O. ein Dutzend Jugendliche mit Migrationshintergrund, Alter zwischen 13 und 15, einen anderen Jungen so brutal zusammengeschlagen und ihm gegen den Kopf treten usw. Ich weiß nicht wie ich damit umgehen soll?

Auch interessant beim Bronze age pervert: der Feminismus ist für ihn eine berechtigte Reaktion, aber nicht auf die Schrecken der patriarchalen Herrschaft, sondern auf die Verweichlichung der Patriarchen

Meine Frau hat mich heute gebeten den Kindern im Auto auf dem Weg zum F-Jugend Training nicht mehr das „bronze age mindset“ audiobook vorzuspielen. Typisch langhaus mal wieder…

ich wüsste wirklich gern mal ob "Vektor" als metapher in texten häufiger geworden ist; es fällt mir häufiger auf heute, aber auch in älteren Texten (hier aus einem Buch von Dworkin aus dem Jahr 2000)

Früher: ich kann in dieser Stadt nirgendwo mehr hingehen weil ich fast jeden Ort mit Ex-lovern verbinde die komplizierte Gefühle in mir auslösen Heute:ich kann in dieser Stadt nirgendwo mehr hingehen weil sich meine Kinder an fast jeden Ort so massiv danebenbenommen dass ich mich immer noch schäme

Gibt es beim ZDF keinen der über sowas noch mal drüber liest und sagt: Stopp, wenn wir in einem Text „plattitüden“ kritisieren sollte der Text vielleicht nicht komplett nur aus Plattitüden bestehen

Als häufiger Nutzer von Stadtbibliotheken würde ich kommunal sofort eine single issue Partei wählen die sich für mehr niedrigschwellige Angebote einsetzt wo Obdachlose sich waschen können damit sie nicht so unangenehm riechen wenn man neben ihnen sitzt. Das würde doch auch mehr Teilhabe ermöglichen!

"A man wants his virility regarded, a woman wants her femininity appreciated, however indirect and subtle the indications of regard and appreciation. On Winter they will not exist. One is respected and judged only as a human being. It is an appalling experience."

„I am not in favour of genetic alteration of the human organism - not at our present level of understanding.“ Ich liebe Le Guin für diese Ergänzung hinter dem Gedankenstrich

Mir ist durch Corona damals klar geworden wie sehr ich den Staat fürchte aber ich hatte zwischenzeitlich vergessen dass ich vor dem Markt sogar noch mehr Angst habe (eigentlich habe ich vor allem Angst)

Moment mal: Der Butler vom "Butlerian Jihad" WOLLTE die Maschinen gar nicht vernichten, sondern hat sich eigentlich nur darüber LUSTIG GEMACHT, dass Leute die Maschinen vernichten wollen?

CN Elternhumor Meine Kinder unterhalten sich über ihre Brotzeitboxen K2 (enttäuscht): wir haben gar keine Süßigkeiten dadrin, nur normale Sachen K1 (schon resginiert): nicht mal normale Sachen, sondern PAPRIKA

gute Definition von anti-utopistischem Denken: “das Leben in jener unverkürzten, schönen Gewöhnlichkeit zu leben, für die es keinen Ausgleich gibt” (Joachim Fest)

"Und es entstand die erste, die Goldene Zeit: ohne Rächer, ohne Gesetz, von selber bewahrte man Treue und Anstand. Strafe und Angst waren fern. Kein Text von drohenden Worten stand an den Wänden auf Tafeln aus Erz. Es fürchtete keine flehende Schar ihren Richter: man war ohne Rächer gesichert."

Vielleicht bin ich da voreingenommen weil mein Beruf nur aus „Blabla“ besteht aber ich fände es tatsächlich angebracht wenn man vor einem Innenausbau erst mal kurz bespricht, was zu tun ist und wie man es angeht, statt „einfach“ zu „machen“?

Ich gucke jetzt ENDLICH the rehearsal und ich bin zwar noch komplett unsicher wie ich das überhaupt finden soll ABER ich spüre seit langem mal wieder dieses aufregende Gefühl dass hier ästhetisch tatsächlich etwas NEUES bzw. INTERESSANTES passiert und oh Boy hab ich dieses Gefühl vermisst

Die art wie jetzt einfach nachgeplappert wird die Linkspartei sei „antisemitisch“ erinnert mich sehr daran wie jahrelang nachgeplappert wurde dass irgendwas „rassistisch“ oder „sexistisch“ sei. Wir sind weiter woke; es gewinnt immer noch, wer am schärfsten moralisch verurteilt

Kennt ihr gute Witze gegen Linke und Grüne?? Bitte schnell antworten ich will ins Autoren Team von Florian Schröder PS: schlechte Witze reichen sicher auch PPS: müssen eigentlich nicht mal Witze sein einfach irgendwas gegen Linke

Ich hab zwei kleine Kinder und weiß trotzdem bis heute nicht wer oder was ein „grüffelo“ ist (bitte nicht antworten, es interessiert mich nicht

Wenn ich Intendant der Volksbühne wäre würde ich einfach sagen: nein Kunstprojekt ist dass es dort jeden Abend für die nächsten zehn Jahre VHS-Kurse „Einführung in die lineare Algebra“ gibt. Ich glaube das wäre das radikalste und emanzipativste was ich machen könnte

Tragisch wäre wenn doch noch mal was GANZ schlimmes passiert und es gibt bei uns eine Hungersnot aber niemand hat mehr fettfreserven weil alle Ozempic nehmen oder sich gesund ernähren

„What is love of one's country; is it hate of one's uncountry? Then it's not a good thing. Is it simply self-love? That's a good thing, but one mustn't make a virtue of it, or a profession“ (Le Guin, The Left hand of darkness)

Graeber hat mal darauf hingewiesen, dass es bei STAR TREK keine Demokratie gibt, da wird nie gewählt oder so. Man kann diese Bemerkung nicht nur als Kritik verstehen, sondern auch als Lob: STAR TREK zeigt eine Welt, in der hinter der Demokratie etwas noch menschenfreundlicheres auf uns wartet