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Der @spiegel.de hat mich in seinem Interview zu unserem Gutachten u.a. gefragt, ob der Migrationshintergrund von vier Teammitgliedern unsere Arbeit beeinflusst habe. Auch wenn mich die Frage empört hat, bin ich froh, dass sie gestellt wurde. Denn dadurch konnte ich auf eine Frage antworten, 1/2

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Also eine Frage ist erstmal nur eine Frage. Ich hätte eine Antwort erwartet, die aussagt, dass es nützlich ist aus der Perspektive auf das Thema zu gucken. Man sollte Fragen von Unterstellungen unterscheiden. Journalisten müssen alles fragen können, manchmal gibt’s überraschende Antworten!

Die Frage unterstellt Voreingenommenheit. Fand sie, wie gesagt, trotzdem hilfreich, weil ich so darauf antworten konnte. Und ich unterstelle den Interviewern auch nicht, dass sie persönlich uns Voreingenommenheit unterstellen, sie haben sie nur abgefragt.

Die Frage hätte ein studierter Journalist auch anders gestellt. Das da ist eine unethische loaded question, die bereits impliziert, dass deine Arbeit davon beeinflusst wurde. Journalistischer Ethos gebietet, zunächst zu fragen, OB deine Arbeit überhaupt beeinflusst wurde.

Fragen zu unterschiedlichen Sichtweisen auf Privilegien an Privilegierte und Nicht- Privilegierte zu stellen finde ich zulässig. Sie könnten zu interessanten Erkenntnissen beitragen. Scheint aber nicht der Hintergrund der Fragen der Spiegel Redakteure zu sein

Was für eine Frechheit. Sie sollten mal ihre eigenen Mitarbeiter befragen wie ihr Nicht-Migrationshintergrund (I assume) folgende Artikel beeinflusst. Könnte interessanter sein. Uff. mu.social/profile/ther...

Lorenz Meyer@thereallorenzmeyer.bsky.social

Dieses Wochenende tagt die AfD in Erfurt, Tausende wollen die Zufahrten blockieren. Der SPIEGEL hält dagegen: Wer einen Parteitag blockiert, schädigt die Demokratie. Ist das wirklich so? Lasst uns das mal näher anschauen. 🧵

Es macht halt gar keinen Sinn so zu pauschalisieren. Es gibt beim Spiegel sehr viele alte weiße Männer, die egal was schreiben, Hauptsache sie müssen nicht zugeben, dass sie sich geirrt haben. Es gibt aber genauso Leute wie Ann-Kathrin Müller und Jonas Schaible. Die machst du so unsichtbar. 1/2

Bei der Kartoffelpresse aka @spiegel.de merkt man leider, dass er wenig Mitarbeiter:innen mit internationaler Erfahrung hat. Würde ihm gut tun, dann wäre er nicht so vorhersehbar und langweilig.

Bei solchen Fragen stellen sich bei mir auch die Nackenhaare und gleich die Anschluss-Frage: Wieviele Menschen mit Migrationshintergrund arbeiten denn beim Spiegel und inwieweit beeinflusst das die Berichterstattung über die AfD? 😘

Eure Arbeit ist so wichtig!! So viel mehr (Entschuldige bitte das Wort!) "Deutschlandliebe" als jeder Wähler* der AfD an den Tag legt. Vor 2025 war es ein gutes Land. Inzwischen müssen wir um die Demokratie kämpfen. Bitter. Wichtig. Gemeinsam stark! *(bewusst gegendert)

Diese ethno-nationale Linie mit rassistischen und ausländerfeindlichen Einsprengseln wird der @spiegel.de offenbar nicht los. Wie widerlich und dümmlich. Ich schäme mich. (ja, natürlich habe ich auch Ausländer unter meinen Vorfahren)

Wo wird denn da in Frage gestellt, dass Sie nicht dürfen? Es wird doch nur gefragt, ob und wie der persönliche Hintergrund die Arbeit beeinflusst? Ob ja oder nein, ist doch beides ok, und einfach recht interessant.

Starker Tobak vom Spiegel, so eine Frage zu stellen. Ich frage mich ja, ob diese ganzen Journalisten mit Nazihintergrund („Menschen mit Nazihintergrund“, Begriff von Moshtari Hilal geprägt), überhaupt neutral für Medien schreiben können.

Sagen wir es mal so: Ohne eine ständig nachwachsende Leserschaft von weißen, alten Männern und deren #Rassismus hätte der #SPIEGEL irgendwann in den 61 Jahren seit Erscheinen dieses Artikels die finanzielle Insolvenz anmelden müssen. Moralisch bankrott sind die ja schon lange! 🤷🏼‍♂️

spiegel.deDer häßliche NegerDie Neger dieses Landes werden möglicherweise nie an die Macht kommen, aber sie haben Einfluß genug, das Chaos hereinbrechen zu lassen. Negerdichter James Baldwin Vor den Toren der Traumfabrik Hollywo...

Das stammt aus einer Zeit, in der Baldwin selbst von "Negro" gesprochen hat. Und in Brasilien in es bis heute umgekehrt: "negro" ist das offizielle Wor,t "preto", also "schwarz", ist die Beleidigung. Das Wort wurde damals in Deutschland nicht als Beleidigung, sondern als normale

Dann bestimmt halt das unprofessionelle Sein das Bewusstsein, nicht die professionelle „Selbstverständlichkeit des Taktes, darüber nie zu reden“ [Posen, 1943]

Ad hominem zu gehen ignoriert die Fachkompetenz und schwächt und verunsichert die Person in diesem Moment. Nach diesem Prinzip könnte man Lafontaine fragen, ob er voreingenommen ist, wenn er über Frankreich redet…

"Herr Merz, inwieweit beeinflussen die Konzernziele Ihrer Großspender Ihre Reformpläne?" "Herr Spahn, inwieweit beeinflusst die Agenda der Heritage Foundation Ihre Aussagen?" "Frau Reiche, inwieweit beeinflusst Ihr ehemaliger und zukünftiger Arbeitgeber Ihre Energiepolitik?"

Was für eine Frage. Dann kann man ja auch in Zweifel ziehen, dass deutsche Jorunalisten angemessen über eine rechtsextreme Partei, die Demokratie und Freiheit zugunsten des nächsten Faschismus abschaffen will, berichten kann.

Anscheinend weiß der Spiegel nicht, wie wissenschaftliches Arbeiten funktioniert. Sonst würde er so etwas nicht fragen. Bzw. er hält seine Leser für zu doof, als dass sie es wüssten. "Jaha, dat is ein Auslända, natürlich ist er gegen deutsche Patrioten!"

🤔Der Spiegel hat also auch noch nicht das Konzept Staatsbürgerschaft verstanden? Schade, dass man heute im Journalismus geringe Ansprüche an sich selbst hat.

Und man sollte nicht so tun als ob Ablehnung von Mitmenschen immer nur was mit Staatsangehörigkeit zu tun hat, es gibt noch mehr Bevölkerungsgruppen,die die #Noafd ausgrenzen möchte, deswegen ist das keine normale Partei und gehört verboten, auch wenn ich weiß, daß damit dieses Gedankengut nicht aus

Ich halte die ganzen Punkte zu den Autoren, Beweggründe, Voreingenommenheit, Ergebnisoffenheit, KI Einfluß, nur für relevant, wenn man das Ergebnis beurteilen will ohne sich das Gutachten selbst anzusehen.

Das (öffentliche) Gutachten ist eine Zusammenstellung öffentlicher Aussagen und deren Bewertung. An denen ändert sich nichts, wenn man nur Zielstellung oder Ersteller betrachtet.

Darf ich als männlicher, autochtoner, weißer, Cis Deutscher auch bei allen Themen in der Entscheidungsposition sein? Also z.B. Abtreibung? Ist es nicht vollkommen ok sich zu fragen, ob jemand bei einem Thema einfach keine Ahnung hat oder eventuell befangen ist?

Wurde auch mal von einer alten weißen Pappnase gefragt, ob mein Mann und ich als schwule Männer nicht viel zu 'persõnlich betroffen' und 'parteiisch' seien, um uns in der Debatte um die "Ehe für alle" argumentativ zu äußern...

Ich bin eine Frau. Nahezu jeder Mann, der mir in meinem Leben begegnet ist, hatte ungebetene, auch persönliche Ratschläge, Kommentare und Korrekturvorschäge.

Man sollte auch niemals jüdische Deutsche fragen, wie sehr sie diese Herkunft bei dem Gutachten über Adolf Hitlers "Mein Kampf" beeinflusst hat. So nach dem Motto: Wollten Sie diese Sätze absichtlich so negativ auslegen, da wo der Autor über diese Weltverschwörung redet? #Migrationshintergrund

"Sie müssen dem Sprecher auch eine gewisse Toleranz zugestehen dass er da - insbesondere bei der Endlösung - nicht das gemeint habe was sie da herauslesen. Sehen Sie sich erstmal an, wie die Olympiade in Berlin läuft, bevor wir da zu schnell urteilen über eindeutig politische Rede. Das ist heute so"

Dann haben wir die Schubladen wieder: Frauen für Familie und Gedöns; Schwule für sexuell aufgeladene Themen; Kanak… für alles, was fremdländisch aussieht; und nur alte weiße Männer sind die Krone des Journalismus, die haben alle Themen frei. Ein Hoch den Fünfzigern!

erinnert mich daran, dass ein Holocaustüberlebender, Historiker für seine sehr gescheiten historischen Abhandlungen in den 60ern von Geschichtlern der Tätergesellschaft als befangen diskreditiert und nicht publiziert wurde

Danke für eure Arbeit und Deine Haltung. Gegenüber einer faschistischen Partei gibt es keine Neutralität. Gerade Deutschen ohne Migrationshintergrund muss das klar sein.

Das ist doch auch psychologisch eine total unterkomplexe Annahme... wenn überhaupt hätte ich umgekehrt vermutet, dass man aufgrund dieses erwartbaren Vorwurfs besonders defensiv vorgeht. Gute Methodik verhindert natürlich einfach beides... Wissenschaft und so.

ich kann die Empörung über diese Frage nachvollziehen. Trotzdem scheint es mir angebracht die Möglichkeit zu schaffen, auf die Frage einzugehen. Gerade weil die AfD den Migrationshintergrund -absurderweise- als AbwehrStrategie nutzen wird. Sie wird auch von Menschen mit Migrationshintergrund gewählt

die sich ganz sicher viele Deutsche ohne Migrationshintergrund stellen (einige von ihnen haben mir geschrieben …). Was ich aber gern auch noch gesagt hätte: Niemand ist der AfD gegenüber unvoreingenommen. Manche fühlen sich von ihr bedroht, andere nicht. Letztere sind deshalb nicht neutraler. 2/2

Wäre die Formulierung "Manche Kritiker sagen, das Gutachten könne nicht 'neutral' sein, weil 4 Personen Ihres Teams Migrationshintergrund haben... was antworten Sie denen?" besser gewesen?

Mir würde sich da ja eher die Frage aufdrängen, wie ein Team ohne Migrationsbiographie sich anmaßen könnte, Rassissmus zu bewerten.

Haben die Fragesteller nicht einfach ein klassisches Einfallstor der Rechten vorweggenommen? Und ist das nicht eine richtig gute Antwort? Dem Spiegel die Welt vorzuwerfen, die da draußen nunmal stattfindet, hilft doch auch nicht?

Ich finde es schräg, wie Menschen hier pauschale Urteile über sämtliche Redakteur*innen im Spiegel und Journalist*innen allgemein fällen, anstatt sich zu dem speziellen Problem zu äußern. Auch das ist gruppenbezogener Hass. Leute, guckt euch immer den einzelnen Menschen an, sonst seid ihr selbst so

 die Frage zeigt entweder, wie tief verwurzelt Rassismus auch bei Leuten ist, die das von sich weisen würden, es kann aber auch sein, dass die Frage gestellt wurde, damit eine gute Antwort darauf gegeben wird, um so Leuten, die tatsächlich rassistisch denken, den Wind aus den Segeln zu nehmen.

Frech, dass ihr nicht Staatsbürger zweiter Klasse sein wollt und das über Generationen, so wie sich das gehört. IHR SEID GAST IN DIESEM LAND, etc. /s

Ich bin entsetzt - was ist mit dem Spiegel los? Wurden die heimlich von Axel Springer SE aufgekauft? Was für eine Frage?! Fragen die das auch Juden, die zu Antisemitismus arbeiten?