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Ich bin gegen ein AfD-Verbot. Aber ich bin sehr für das Verfahren zur Prüfung und ich bin überzeugt, dass genau diese Konstellation das beste für die Partei, für den Parlamentarismus und unsere Demokratie ist. Entscheiden wird das BVerfG nicht über die heutige Partei, die wir in Gutachten

analysieren und bei der wir rätseln, ob nun die Bundespartei wirklich von den radikalen Kräften hinreichend geprägt ist. Die Entscheidung fällt über eine Partei, die sich dem Verfahren stellt und die Entscheidung treffen muss, was sie sein will.

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Radikal demokratisiert und Wiedererrichtung der parteiinternen Brandmauer aus den Lucke-Zeiten oder eine trotzige, resolute Bewegung gegen die demokratische Grundordnung.

Sollte sie sich zurückbesinnen und die radikalen Kräfte wirksam isolieren (nicht lediglich kurz schweigen lassen) ist sie willkommen, am demokratischen Diskurs oder Regierungsbildungen teilzunehmen (ja, wirklich).

Wenn sie - was viele für wahrscheinlicher halten - bei Beginn des Verfahrens ihren Opferkult und die Solidarisierung mit den Extremisten etabliert, steuert sie hingegen sicher auf das Verbot. Es ist ein faires Angebot und eine realistische Chance.

Ich habe Petitionen für das Verbotsverfahren unterschrieben, ich bin für die Prüfung. Ich würde mich aber freuen, wenn die AfD am Ende als demokratische Partei hervorgeht. Ich habe das Vertrauen in das Bundesverfasungsgericht, dass dieses Ergebnis nur dann im Urteil steht,

Auch 2013 hatte die AfD (in ihrer Familien- und Bildungspolitik) Aussagen/Ideale, die an das Erziehungsideal der Nationalsozialisten für Mädchen erinnerten. Auch Lucke war kein Anti-Rassist, im Gegenteil.

Wäre Afd-Themen politisch argumentativ zugänglich, ihr Quote läge bei 0%. Tatsächlich schürt sie Stimmungen der Schwachen gegen Schwächere, schafft Ängste und Neidgefühle. Sie entzieht sich der objektiven pol. Diskussion. Problem: Gedanken und Ideen blieben trotz Verbot! Dennoch!